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Erster Özcan-Fehler

Mondspritzer gehen im Wössinger Bürgergarten in die Offensive

Den Fasching eingeläutet haben die Wössinger Mondspritzer schon am Montag 11.11. mit einem kleinen Auftritt zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung. Am Samstag legten sie nach. Im Bürgergarten versammelten sie sich mit ein wenig Verspätung gegenüber den anderen Narren um ihre Symbolfigur

zu einigen Sticheleien an die Adresse der Obrigkeit, aber auch zur ersten Werbeaktion für die Prunksitzung zu Beginn des nächsten Jahres.

Dafür war in allererster Linie Sitzungspräsident Karsten Matt zuständig. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Daniel Veit nahm er den neuen Bürgermeister aufs Korn. Timur Özcan habe zwar in der kurzen Amtszeit noch nicht viel falsch machen können, aber einen Kardinalfehler habe er dennoch schon begangen. In seiner Begrüßung der Wössinger Narrenschar habe Özcan Löbliches über die blaue Konkurrenz aus dem Unterdorf berichtet.

Das hätte er besser nicht getan. Der neue Bürgermeister wisse zwar schon wie er sich als Politiker zu verhalten habe. Dass er sich aber mit einem Lob für die Jöhlinger Kreizkepf in Wössingen unbeliebt mache, das müsse er durchaus noch lernen, erteilte ihm Karsten Matt Nachhilfeunterricht und erntete dafür lebhaften Applaus bei den rund hundert Besuchern. Eine angesichts der nicht gerade idealen Wetterbedingungen außergewöhnlich großen Zahl.

Ein Till, wie Matt ihn während der Prunksitzung gibt, wäre allerdings kein Till, wenn er sich nicht auch der Kommunalpolitik annähme. Das derzeitige kommunalpolitische Hauptthema Einzelhandel mit potentieller Ansiedlung eines Aldi geriet ihm dabei selbstverständlich ins Visier. Bei der Entwicklung des ehedem totgesagten Einzelhandels sie Wössingen jetzt mittlerweile so weit, dass „dass wir die ersten wieder wegschicken müssen“, sonst würde „da unten“ gar eine Shopping Mall entstehen.

Für Erheiterung sorgte auch der Roddi, der wieder mal nur schwerlich um einen seiner „dreckigen Witze“ wie er sie selbst nannte, herumschlich. Verwundert über die Anwesenheit des ehemaligen Bürgermeisters Karl-Heinz Burgey äußerte sich die befreundete Brettener Narrendelegation, schließlich habe der „Ex“ keine Sekretärin mehr, die ihm den Terminkalender führt, witzelte Günter Wolf. Bei recht frischen Temperaturen heizten zum Auftakt die Gardemädchen sih selbst und den dieses Mal außergewöhnlich vielen Besuchern nicht nur zu Beginn, sondern auch zum Abschluss ein.

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