Zu angeregten Diskussionen führten die Stelltafeln, mit der die Walzbachtaler Gemeindeverwaltung das Thema Radwegekonzept vorbereitet hatte.

Erste Ukrainer angekommen

Gemeinde organisierte Unterbringung von Geflüchteten

(PM) In der Gemeinde Walzbachtal sind seit dem 24.02.2022 zunächst 22 Personen einzeln eingereist und privat untergekommen. Am 26.03.2022 wurden weitere 31 Personen von der Landeserstaufnahmestelle in Karlsruhe der Gemeinde zugewiesen und mit einem Bus nach Walzbachtal gebracht. Glücklicherweise hatten sich zahlreiche private Wohnungsgeber gemeldet, die bereit waren, Geflüchtete bei sich aufzunehmen.

Nach Ihrer Ankunft wurden die Geflüchteten zunächst in der Böhnlichhalle von Bürgermeister Özcan und seinem Team aus Verwaltung, Technischem Hausdienst und Baubetriebshof empfangen und bekamen durch zwei Übersetzerinnen den Ablauf erklärt. Für das leibliche Wohl war vorgesorgt. Für eventuelle medizinische Notfälle waren drei Vertreter des DRK anwesend und hatten Kuscheltiere für die Kinder dabei. Für die ankommenden Kinder war eine Spielecke eingerichtet, hierfür hatte die Kita Regenbogen Spielzeug zur Verfügung gestellt.

Ebenfalls vor Ort war auch ein Team des Landratsamtes und nahm direkt die Leistungsanträge der geflüchteten Personen auf, um eine schnelle Versorgung zu gewährleisten. Zwei Mitarbeiterinnen des Meldeamtes nahmen die melderechtliche Anmeldung vor, sodass in kurzer Zeit sämtliche Bürokratie abgewickelt war und die Geflüchteten mit dem Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Walzbachtal zu Ihren Wohnungsgebern gefahren werden konnten. Da überraschend auch einige Hunde und Katzen dabei waren und diese bei den privaten Wohnungsgebern nicht aufgenommen werden konnten, wurden acht Personen in den gemeindlichen Unterkünften untergebracht.

Nach intensiver Vorbereitung in der Verwaltung und in enger Abstimmung mit dem Landratsamt konnten die Geflüchteten so in einem reibungslosen Ablauf komplett versorgt werden, sodass sie nun erstmal in aller Ruhe ankommen können. „Ich bin froh, dass ich mich in Situationen wie dieser auf mein gut eingespieltes Team verlassen kann und möchte meinem Team für ihren Einsatz danken“, so Bürgermeister Timur Özcan. „Bei dieser Gelegenheit danke ich darüber hinaus auch den ehrenamtlichen Helfern des DRK und unseren tollen Übersetzerinnen für Ihr Engagement an diesem Tag ganz herzlich! Ebenso danke ich natürlich den privaten Wohnungsgebern für Ihre Bereitschaft, geflüchtete Menschen bei sich aufzunehmen! Eine koordinierte Aktion über Kommunalverwaltung und Landkreis ist für die Geflüchteten die sicherste Variante, um schnell die ihnen zustehenden Leistungen zu erhalten.“

Falls sie private Wohnungen oder Zimmer anzubieten haben, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger können visumsfrei nach Deutschland einreisen und arbeiten. Falls Sie privaten Wohnraum haben, der sich für die Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine eignet, können sie dies an die Gemeindeverwaltung melden. Am besten per E-Mail an ukraine-hilfe@walzbachtal.de oder telefonisch bei Frau Platz (Tel. 07203/88-213) und Frau Wenka (Tel. 07203/88-224) unter Angabe der zur Verfügung stehenden Wohnsituation (Zimmer, Quadratmeter, Ausstattung). Für die Aufnahme gibt es keine Mindestdauer. Jedoch wäre ein Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Monaten erstrebenswert.

Wir als Gemeinde Walzbachtal können Ihnen auch anbieten, einen Mietvertrag mit uns abzuschließen. Mieter wird die Gemeinde Walzbachtal sein. Das Entgelt beträgt 10 € pro Quadratmeter möblierte Wohnfläche. Der Vertrag wird zunächst auf 2 Monate, mit der Möglichkeit einer zweimaligen Verlängerung auf insgesamt 6 Monate, abgeschlossen.

Falls Sie als Verwandter oder Freund direkt Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen, sorgen Sie bitte dafür, dass diese sich im Rathaus beim Bürgerbüro bzw. bei der Ausländerbehörde im Landratsamt Karlsruhe melden, um dann auch den Flüchtlingsstatus zu erlangen. Nur mit einer Registrierung erhalten die Geflüchteten auch die ihnen zustehenden Leistungen.  

Gemäß aktuellem EU-Ratsbeschluss erhalten die aus der Ukraine Geflüchteten eine Aufenthaltserlaubnis nach Paragraph 24 Aufenthaltsgesetz (AufenthG). Dieser gilt für ein Jahr und kann bis zu drei Jahren verlängert werden. Durch den Aufenthaltstitel sind die Flüchtlinge berechtigt, Asylbewerberleistungen zu erhalten.

Sofern Menschen aus der Ukraine in Privatwohnungen Unterkunft finden und dort Miete zahlen oder sich an den Nebenkosten beteiligen sollen, erhalten sie dafür Leistungen, falls die Geflüchteten nicht aus ihrem Vermögen dafür aufkommen können.

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