Engagement für Klimaschutz

Walzbachtal pflanzt 16242 Bäume

Das Thema Klimaschutz wurde durch die Pandemie lange Zeit von der Tagesordnung verdrängt. Es bleibt aber eine der entscheidenden Zukunftsfragen. Für den Präsidenten des baden-württembergischen Gemeindetags Roger Kehle gehört „die Frage, wie man gemeinsam klimaschonend leben kann,

ganz selbstverständlich zur Aufgabenpalette der Kommunalpolitik“.  Deshalb startete der kommunale Landesverband im September 2019 die landesweite Klimaschutzaktion „1.000 Bäume für 1.000 Kommunen“.  Die Zielvorgabe von einer Million Bäumen wurde am Ende der Aktion am 25. April mit über zwei Millionen Bäumen weit übertroffen.

Auch im Verbreitungsgebiet der Hardtausgabe schlossen sich mit Weingarten, Dettenheim, Stutensee, Graben-Neudorf und Walzbachtal eine ganze Reihe von Gemeinden der Aktion an. Mit 16.292 Bäumen war Walzbachtal einer der emsigsten Teilnehmer. „Der Klimaschutz ist für uns in Walzbachtal ein wichtiges Thema“, erklärte Bürgermeister Timur Özcan dazu. „Ich finde es bemerkenswert, dass wir in einer solch kurzen Zeit über 16.200 Bäume gepflanzt haben“, betonte er.

In den Wäldern lag der Schwerpunkt nach seinen Angaben mit 6.000 Douglasien, rund 2.000 Fichten und 50 Edelkastanien im Jöhlinger Lehrwald, beim Frühmessweg und Durlacher Weg. In Wössingen wurden im Birkenschlag 1.000 Douglasien, 1.000 Fichten, 2.000  Eichen und 500 Hainbuchen gepflanzt, im Hinterwald waren es 2.000 Eichen, 500 Hainbuchen, 50 Edelkastanien und rund 300 Elsbeeren. Auf der viele Jahre leer stehenden Fläche im Feldschlag direkt an der Gemeindegrenze Richtung Stein wurden 2.000 Eichen und 500 Hainbuchen gepflanzt als Ersatz für abgestorbene Eschen, die dem Eschentriebsterben zum Opfer gefallen waren.

In der Flur lag der Schwerpunkt in den Gewannen „Am Pforzheimer Weg“, „Kleinen Feld“, „Grundbacken“ sowie auf dem alten Friedhof in Jöhlingen. Des Weiteren wurden einzeln Bäume innerorts an der Grombacher Straße, Dammstraße, Pfinzgauweg, Jahnstraße, Liebigstraße, Buchenstraße und Habichtweg gepflanzt. Es wurden 54 Bäume der Sorten Kirsche, Apfel, Birne, Nuss und Zwetschge auf drei Streuobstwiesen gepflanzt. Innerorts in Grünanlagen waren es 34 Laubbäume.

Den grünen Gemeinderat Michael Futterer hatte am Ende der letzten Gemeinderatssitzung die Frage beschäftigt, dass ein großer Teil der gepflanzten Bäume Wiederaufforstung sei. Er hätte gerne die Informationen wie viele der 16.292 Bäume tatsächlich neu und zusätzlich gesetzt worden seien. Schließlich liegen im Moment entlang der Langen Richtstatt sehr viele gefällte Bäume, durch die sehr viel CO2-Speicher gespeichert gewesen sei.

Beim Großteil der Pflanzungen handele es sich aber, das betonte der Bürgermeister auf Nachfrage, nicht um Wiederaufforstungen. Es seien Flächen ausgewählt worden, die verwildert waren oder bei denen ein Baumartenwechsel mit klimaverträglicheren Baumarten angesagt war. Dabei hätten die Forstleute darauf geachtet, dass statt Esche und von Trockenschäden befallene Buchen Eichen zum Zug gekommen seien.  Bei den Pflanzungen in den Streuobstwiesen handele es sich um Neupflanzungen, nicht um Ersatzpflanzungen. In den Grünanlagen hätten allerdings nach Rodungen Ersatzpflanzungen vorgenommen werden müssen. 

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Kommentare (3)

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    DoTo

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    Der Anblick der liegenden Baumstämme in der Nähe der Fraueneiche ist mehr als schockierend! Warum wurden so viele Bäume gefällt? Waren sie krank? Warum glauben wir Menschen es besser zu wissen als die Natur, welche Bäume wo gut wachsen? Können wir nicht in Teilen der hiesigen Wälder es der Natur überlassen sich zu regenerien? Totholz liegen lassen, statt zu beseitigen. Das fördert die Artenvielfalt und langfristig ist der Wald dann auch widerstandsfähriger gegen Hitze und Trockenheit.

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      Waidelich Arnd

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      Das Foto zur Illustration des Artikels stammt von der Langen Richtstatt, nicht von der Fraueneiche. Totholzkonzepte gibt es schon im aktuellen Forstwirtschaftsplan und einen Bannwald im Hohberg.

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    Stefan

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    Als Antwort auf: Engagement für Klimaschutz
    Lobenswert finde ich auch, dass das Team des Bauhofes unter Leitung von Sebastian Engel vielen alten Obstbäume nach Jahren mal wieder einen Verjüngungsschnitt gegönnt hat. So können diese Bäume weitere Jahre gesund erleben.

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