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Ein Anfang?!

Der Wössinger Musikverein zeigt mit vier Platzkonzerten Corona die Stirn

Die Musikbranche liegt darnieder. Corona hat ihr über Monate hinweg den Garaus gemacht. Das gilt auch für die örtlichen Musikvereine. In Wössingen wurde ein kleiner, sachter Anfang gemacht, aus diesem Loch wieder raus zu kommen. Das Orchester machte sich am Sonntagnachmittag auf die Wanderschaft zwischen vier Stationen, an denen es jeweils ein kurzes halbstündiges Platzkonzert gab.

Geschuldet den von Blasinstrumenten offensichtlich verstärkt ausgehenden Gefährdung durch Aerosole immer im Freien und voll und ganz den Corona Regeln der Landesregierung entsprechend.

Das fing schon mit der obligatorischen Angabe von Name und Telefonnummer der Besucher an, die an der Flanke von Peter und Christine Lichtner erhoben wurden. weil- so formulierte es der zweite Vorsitzende Hannes Schneider bei seiner Anmoderation – „der Aerosol-Funke aus unseren Instrumenten fliegt“. Die Musiker hatten gegen diesen „Funken“ schon im Vorfeld alle möglichen Vorsorgemaßnahmen getroffen: angefangen von der Desinfizierung der Sitzplätze, der Notenblätter und der Instrumente sowieso. Das Konzert sei selbstverständlich bei der Gemeindeverwaltung mit einem Hygienekonzept angemeldet und genehmigt worden.

Über Monate hinweg hatte der Musikverein nicht nur keine Proben veranstalten können, sondern darüber hinaus auch das Osterkonzert wie auch alle anderen Feste absagen müssen. Einnahmeverluste die an die Substanz des Musikvereins gehen, wie Schneider betonte und gleichzeitig zu Spenden vor Ort aufrief oder an eine neue Form über die Unterstützung durch Urlaub Online-Einkäufe. Als lobenswertes Beispiel nannte er den Dirigenten Jürgen Knam, der während der Corona Zeit freiwillig auf seine Gage verzichtet.

Die Zuschauer waren begeistert von den Darbietungen der Musiker. Günter Tretter, dessen Frau im Losenberg gepflegt wird, war selbstverständlich vor Ort. Prima sei das, was der Musikverein da mache. „Gute Musik, bei der Feuer dahinter ist“, freute er sich. Das galt besonders für das Schlussstück der halbstündigen Aufführung vor dem Losenberg. Das „Uptown Funk“, mit dem sich der Musikverein verabschiedete und auf den Weg zum Kronengarten machte, fetzte geradezu los und unterhielt auch die zahlreichen Bewohner des Losenberg gut. Die beobachteten das Konzert hinter gekippten Fenstern aus den Treppenhäusern heraus. „Unseren Senioren war es ein bisschen zu kalt, um auf die Balkone zu gehen“, bat die Pflegedienstleiterin um Verständnis.

Genauso begeistert von dem „Uptown Funk“ war Daniela Frank, die einen Geburtstagsbesuch  mit dem des Wanderkonzerts zusammen mit Tochter und Nichte verband. Kindheitserinnerungen seien hochgekommen bei dem Kinderlieder-Medley mit der Biene Maja, Pinocchio und Pippi Langstrumpf.

Mit Axel Pfatteicher war sogar ein ehemaliges Mitglied des Orchesters zusammen mit seiner Frau aus Weingarten gekommen, um das Konzert anzuhören. „Wenn sich in diesen harten Musiker-Zeiten sich eine Kapelle sich solche Mühe mit einem Auftritt im Freien macht, dann muss man das unterstützten“, meinte er.

Noch größer wurde der Zustrom auf dem Rathausplatz und in der Schlossstraße, wo sich jeweils 40 Zuhörer versammelten.

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