Eichen statt Paulownien

Blauglockenbäume vor dem Wössinger Rathaus fielen Pilzkrankheit zum Opfer

Genau vier Jahre haben die vier Blauglockenbäume überlebt, die dem neuen Wössinger Rathaus Schatten spenden und ein wenig Grün auf den ansonsten eher tristen Platz davor bringen sollten. Gepflanzt am 12. Dezember 2017 kurz vor der Einweihung des neuen Rathauses wurden sie am Dienstagmorgen

vom Grüntrupp des Bauhofs der Gemeinde gefällt. Das sorgte natürlich für Aufsehen und besorgte Anrufe mit dem Wunsch nach Aufklärung über das Warum.

Nach Auskunft des Facilitymanagers Thomas Deuscher, der die Aktion persönlich überwachte, litten die auch Paulovnia genannten Bäume an einer Pilzerkrankung im Wurzelbereich. Sie habe sich bereits bis in den Stamm hinein gefressen. Schon seit einiger Zeit habe festgestanden, dass die Bäume die Erkrankung nicht überleben würden und gefällt werden müssten. Das habe sich nach dem Fällen mit einer stark ausgeprägten Kernfäule der Stämme bestätigt. Man habe die etwas ruhigere Zeit zwischen den Jahren für das Fällen als Termin festgelegt.

Stark ausgeprägt war die Kernfäule

Noch am gleichen Morgen wurden die vier Blauglockenbäume ersetzt durch junge Säuleneichen. Dafür wurde die Erde noch einmal tief ausgekoffert und gegen neues Substrat ausgetauscht. Michael Menninger, Leiter des Grüntrupps im Bauhof der Gemeinde, ist sich sicher, dass die tief wurzelnde, neue Baumart den schwierigen, solitären Standort besser überstehen werde als die Paulownien, die sich in den Baumscheiben nie richtig wohl gefühlt und für Anhebungen des benachbarten Pflasters gesorgt hätten.

Substrat wird ausgetauscht
Facility-Manager Thomas Deuscher (hinten) beobachtet den Grüntrupp der Gemeinde Walzbachtal unter der Leitung von Michael Menninger beim Pflanzen von Säuleneichen anstelle der abgestorbenen Pawlovnien.

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Kommentare (1)

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    Michel

    |

    Als Antwort auf: Eichen statt Paulownien
    Ich denke jedesmal, wenn ich diese große graue Wüste vor dem Rathaus sehe, was sich der Planer dabei wohl gedacht hat. Die Vermeidung von unnötigen Versiegelungen sollte doch auch schon im Jahr 2017 in den Köpfen angekommen sein. Aber die abstrahlende Hitze im Sommer kriegt man bestimmt durch eine Klimaanlage im Rathaus wieder in den Griff.
    Daher noch die Frage an die Gemeinde; wenn sogar die ausgesuchten Bäume bereits nach 4 Jahren mit einigem Aufwand „getauscht“ werden mussten; weshalb macht man es dann nicht gleich richtig und begrünt mehr von der versiegelten Fläche (Tiefgarage ist ja keine drunter und der Hähnchenwagen hat bestimmt dann auch noch Platz)
    Wäre schön wenn sich von der Gemeindeverwaltung dazu jemand äußern könnte.
    Vielen Dank schon mal.

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