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Ehrenträger

Brettens OB zeichnet verdiente Bürger aus

Wenn Martin Wolff zum Ehrungsabend der Stadt Bretten ins Bernhardushaus einlädt, dann sind unter den Gästen durchweg Männer und Frauen, die für eine stattliche Zahl an Leistungen für die Allgemeinheit auf die Bühne gerufen werden. Eine so stattliche Zahl hingegen wie Ingeborg Jäger haben – wenn überhaupt – nur wenige vorzuweisen:

150 Mal hat Ingeborg Jäger Blut gespendet und wurde vom Oberbürgermeister als „Vorbild in unserer Stadt“ bezeichnet.

Sie stand damit an der Spitze dieser Ehrungsriege, gefolgt von Gerhard Weinkötz (100 Blutspenden), Holger Ams, Birgit Mayer, Jürgen Merl, Thomas Traut (75 Blutspenden), Oliver Hini, Stefan Kley, Thomas Martin, Roland Mühlnikel, Roland Schäfer, Jutta Zimmermann (50 Blutspenden) und einer ganzen Latte an weiteren Blutspendern mit niedrigeren Zahlen. Viele davon betrachten ihre Spende wohl als Selbstverständlichkeit, die keiner besonderen Ehrung bedarf. Nicht anders ist es zu interpretieren, dass beispielsweise bei den zehnmaligen Blutspendern nur vier von 15 erschienen waren.

Bei den Hauptehrungen des Abends herrschte hingegen Vollzähligkeit. Das galt natürlich in erster Linie für die neuen Bürgermedaillenträger. Mit dieser Auszeichnung dürfen sich künftig Heinz Lang und Rudolf Heß schmücken. Martin Wolff erinnerte in seiner langen Laudatio, an die vielen Verdienste der beiden. Bei Heinz Lang waren dies die langjährige Mitgliedschaft im Gemeinderat, wo er für 22 Jahre Fraktionsvorsitzender der SPD war. Noch länger gar, nämlich 30 Jahre, diente er dem Ortsteil Rinklingen als Ortsvorsteher. Überdies sei Lang Mitglied verschiedener Aufsichtsgremien der Stadt gewesen.

Rudolf Heß hingegen hatte sich mehr auf die Bürgerwehr der Stadt spezialisiert, deren Vorsitzender er von 1973 bis 1994 war. In Personalunion bekleidete er parallel dazu über einen langen Zeitraum die Funktion des Kommandanten im Range eines Obersten bis ins Jahr 2016 und war daneben im Landesverband der Bürgerwehren über Jahrzehnte aktiv. Wolff erinnerte daran, dass Heß damit nicht genug über 14 Jahre hinweg als Gemeinderat der CDU die Kommunalpolitik der Stadt mitgestaltet habe.

Zur Vergabe der Ehrennadel in Gold trat mit Manfred Hartmann, Wolfgang Rück und Rolf Wittmann gleich eine ganze Riege an ehemaligen Ortsvorstehern an – allesamt mit unglaublich langen Mitliedschaften in den Ortschaftsräten von Gölshausen, Bauerbach und Neibsheim. Die Spitze davon bildete Wolfgang Rück. Er zog schon 1975, kurz nach der Eingemeindung von Bauerbach, in dessen Ortschaftsrat ein und blieb dort 44 Jahre, die letzten 15 Jahre als Ortsvorsteher.

Manfred Hartmann kam ihm mit 33 Jahren Mitgliedschaft im Gölshausener Ortschaftsrat am nächsten. Diese 33 Jahre allerdings war er dann auch die ganze Zeit über parallel dazu Ortsvorsteher. Nur schwer kann man in dieser Runde Rolf Wittmann den Benjamin nennen, wurde er doch immerhin schon 1994 in den Neibsheimer Ortschaftsrat gewählt, dessen Vorsitz er im Jahr 1999 übernahm und für 20 Jahre inne hatte. Stellvertretend für alle drei verabschiedete sich Wolfgang Rück, schon in der Vergangenheit mehrfach im Gemeinderat als Sänger in Erscheinung getreten, aus den öffentlichen Ämtern mit dem launigen Hobel-Lied und erntete dafür mehr als nur ein Schmunzeln in den Reihen der rund 200 Besucher.

Zusammen mit Bürgermeister Michael Nöltner hatte Martin Wolff gut zu tun bei der Verleihung weiterer Ehrennadeln, denn dabei füllte sich die Bühne beträchtlich mit Personen, die sich über Jahre hinweg ehrenamtlich engagiert und Bürgersinn bewiesen haben. Das waren Feridon Bakhshandeh, Torsten Clauß, Heidrun Köpp, Reinhold Müksch, Ralph Pferrer(alle Ehrennadel in Bronze), Jürgen Mader, Karsten Radel, Hans Winterkorn (alle Ehrennadel in Silber), Andreas Ament, Hubert Becker, Helga Bischoff, Erich Böckle, Anita Burkhardt, Christian Cieplik, Klaus-Dieter Dürr, Urusla Eigl, Helmut Eisele, Ute Feineisen, Gernot Groll, Regina Hipp, Clemens Klein, Dirk Leonhardt, Dietmar Küller, Ute Schnitzer, Gerhard Schwarz, Irmentraut Segewitz, Armin Springer, Roland Strobel und Günter Wolf (alle Ehrennadel in Gold). Den Auftakt hatten Ehrungen im Feuerwehrbereich gemacht mit Rouven Hipp (Abteilung Büchig), Armin Kritzer (Spielmannszug). Eine Urkunde für herausragende Leistungen im Wettbewerb „Jugend musiziert“ erhielt Leah Faulhaber. Sie hatte den Abend musikalisch eröffnet, Chorlecithin schloss ihn nicht ohne Zugabe ab. Dazwischen hatten Nachwuchstalente der rhythmischen Sportgymastik-Gruppe des TV Bretten mehrfach für optische Leckerbissen gesorgt.

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