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Digitaler Abschied

aktive organisieren Bildschirm für Brettener Aussegnungshalle

Die Aussegnungshalle des Brettener Friedhofs wird akustisch auf Vordermann gebracht und eine Audioanlage installiert. 15000 Euro wurden vom Gemeinderat bewilligt. Dieser Etat reichte nicht für einen Monitor, auf den die Trauerredner übertragen werden sollten. In die Bresche sprangen jetzt die aktiven. Ihre Kontakte zu der örtlichen Wirtschaft nutzten sie zur Sponsorensuche. Bei Deuerer und der Metzgerei Geist wurden sie schnell fündig. Die beiden Firmen spenden die fehlenden 2800 Euro.

Der Monitor wurde am Dienstagnachmittag der Stadt übergeben. Bürgermeister Michael Nöltner bezeichnete die Übergabe als schönes Ereignis an einem Ort, an dem ansonsten weniger schöne Ereignisse stattfinden. Das sei eine „durchweg positive Geschichte“. Die Anlage sei ursprünglich den Sparzwängen des Haushalts zum Opfer gefallen. Jetzt aber würden die Hinterbliebenen die Möglichkeit erhalten, während der Trauerfeier den Lebensweg der Verstorbenen für die Besucher optisch nachzuzeichnen. Der Monitor sei mit einem flexiblen Stativ versehen. Bei sehr großen Trauerfeiern könne er zur Übertragung der Reden des Pfarrers oder Trauerredners genutzt und vor der Aussegnungshalle aufgestellt werden.

Exotische Formate können künftig die Trauerfeiern nach Auffassung des Fraktionsvorsitzenden Jörg Biermann beinhalten.

Jörg Biermann, Fraktionsvorsitzender der aktiven im Brettener Gemeinderat, wies ebenfalls darauf hin, dass das Thema während der Haushaltsklausur erfolglos diskutiert worden sei. In Gesprächen mit Deuerer und der Metzgerei Geist sei es gelungen die notwendigen Sponsoren zu finden. Mit dem Monitor verfüge man über ganz neue Möglichkeiten. Jetzt könne man auch draußen vor der Tür übertragen was drinnen in der Aussegnungshalle zu sehen ist.

Die aktiven hätten das Projekt während der Haushaltsdebatte gerne angestoßen, betonte Biermann. Er sei gespannt wie es ankommen werde. Es müsse nicht bei jeder Trauerfeier genutzt werden. Der Bildschirm werde als ein Angebot zur Verfügung gestellt, das man durchaus nutzen könne, aber nicht müsse.

Damit erhalte man bisher als exotisch betrachtete Möglichkeiten. Verstorbene könnten sich mit einer vor dem Tod aufgezeichneten Videobotschaft von den Angehörigen und den Besuchern der Trauerfeier verabschieden.

Bei der Übergabe absolvierte der gerade aus der CDU-Fraktion ausgetretene Aaron Treut seinen ersten gemeinsamen Auftritt mit den aktiven, den er sichtlich genoss. Dabei habe sich das Gefühl verstärkt, so meinte Treut im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er einen richtigen Schritt gemacht habe. „Ich mag die pragmatische Herangehensweise dieser Fraktion, die ich schon in den vergangenen Jahren beobachtet habe“.

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