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Die Kriterien

Der Zugang zu Hort und Kernzeit

Um die Entscheidung des Walzbachtaler Gemeinderats über die Kriterien zum Zugang zu Hort und Kernzeit und flexible Nachmittagsbetreuung gibt es eine heftige Diskussion nicht nur in der NadR-Kommentar-Spalte, sondern auch auf facebook. Die Details dieser Kriterien sind wohl nur einem Bruchteil der Eltern bekannt, wie aus einem heute morgen eingegangenen Kommentar zu schließen ist.

„Wo finden sich denn die neuen „Zuteilungskriterien“?“ fragt ein besorgter Vater und ergänzt: „Noch sind wir nicht betroffen, ab dann kann man sich schon mal informieren….

Das Informationsdefizit fülle ich gern. Die vom Gemeinderat beschlossenen Kriterien lauten so:

Aufnahmekriterien für Hort, Kernzeit- und flexible Nachmittagsbetreuung

Die Gemeinde Walzbachtal ist bestrebt, im Grundschulbereich bedarfsgerecht Betreuungsplätze anzubieten. Die Plätze werden nach festgelegten Kriterien vergeben. Die Angebote Hort, Kernzeit und flexible Nachmittagsbetreuung sind freiwillige Leistungen der Gemeinde Walzbachtal. Ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz besteht nicht.

I. Grundvoraussetzungen, die alle Personensorgeberechtigten erfüllen müssen

1. Die Personensorgeberechtigten des Kindes gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Als erwerbstätig gilt, wer einer Beschäftigung von mind. 16 Stunden/Woche nachgeht.

Der Erwerbstätigkeit gleichgestellt sind insbesondere eine berufliche Bildungsmaßnahme, eine Schul- oder Hochschulausbildung. Besondere sozialpädagogische Gesichtspunkte können eine Betreuung des Kindes notwendig machen. Ob ein solcher Fall vorliegt, entscheidet die Hortleitung gemeinsam mit der Abteilungsleitung Bürger- und Sozialdienste.

2. Die Kinder müssen in Walzbachtal wohnen und/oder die GS Wössingen oder die Walzbachschule Jöhlingen besuchen.

3. Die Personensorgeberechtigten müssen nachweisen, dass an mindestens 2 Tagen in der Woche ein Betreuungsbedarf besteht. Selbstständige müssen den Nachweis individuell erbringen.

4. Die Personensorgeberechtigten müssen über eine Arbeitsbescheinigung ihres Arbeitgebers nachweisen, dass ein entsprechender Betreuungsbedarf vorliegt.

Sind die unter I. beschriebenen Grundvoraussetzungen erfüllt und wurde die Anmeldung für den Hort/Kernzeit mit allen notwendigen Unterlagen fristgerecht abgegeben, werden die zur Verfügung stehenden Plätze nach vorgegebenen Kriterien (in der angegebenen Reihenfolge) vergeben. Aufgenommen werden:

Gemeinde

1. Kinder, die bereits seit 1 Jahr auf der Warteliste stehen, weil sie im letzten Jahr keinen Platz bekommen haben.

2. Kinder, deren Geschwister zum Zeitpunkt der Aufnahme ebenfalls im Hort/Kernzeit sind.

3. Kinder von Alleinerziehenden.

4. Kinder, die innerhalb der Gemeinde Walzbachtal umgezogen sind und bereits zuvor im Hort/Kernzeit waren.

5. Kinder, bei denen eine sozialpädagogische Notwendigkeit besteht.

6. Kinder, die zuvor bereits in einer Kindertageseinrichtung ganztätig betreut wurden.

7. Kinder, deren Eltern den größten Betreuungsbedarf nachgewiesen haben. Gibt es mehr Plätze als Eltern, die nach den o.g. Aufnahmekriterien einen Betreuungsbedarf nachweisen können, bleiben diese Plätze solange frei, bis eine Anmeldung vorliegt, die die Aufnahmekriterien erfüllt. Liegen für eine Gruppe weniger als 7 Anmeldungen vor, wird diese Gruppe nicht eröffnet. Die Gemeinde behält sich vor, Gruppen zu schließen, wenn keine Anmeldungen vorliegen.

Anmeldeverfahren:

Die Anmeldung für Hort, Kernzeit und flexible Nachmittagsbetreuung wird von den Eltern direkt in der Einrichtung abgegeben bzw. per Post dorthin geschickt. Anmeldungen können ab dem Jahr 2020 für das jeweils kommende Schuljahr nur noch bis spätestens 15.03. abgegeben werden. Später abgegebene Anträge werden nachrangig behandelt.

Der Antrag auf einen Betreuungsplatz im Hort/Kernzeit muss für jedes Schuljahr inkl. der Nachweise über den Betreuungsbedarf, neu gestellt werden. Ändert sich die Arbeitszeit unterjährig auf unter 16 Stunden/Woche muss dies unverzüglich mitgeteilt werden.

Vollständigkeit der Unterlagen:

Eine Anmeldung ist dann vollständig, wenn zu dem Aufnahmeantrag auch die erforderlichen Nachweise (Arbeitsbescheinigungen, Nachweis über Selbstständigkeit, Bescheinigung Jobcenter, Schul-, Studien-/Ausbildungsbescheinigung etc.) eingereicht wurden.

Die Bescheinigungen müssen die wöchentliche Arbeitszeit, die Arbeitstage mit der jeweiligen Stundenzahl und den Arbeitsort enthalten.

Platzzusage:

Die Platzzusage bzw. Absage erfolgt in der Regel bis Anfang Mai

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Kommentare (5)

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    S.M, Walzbachtal

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    Als Antwort auf: Die Kriterien
    „Zudem möchte ich die Kinderbetreuungsangebote weiter ausbauen und zukunftsfähig machen.“ , „ein offenes Ohr für alle haben“. Dies sind zwei Zitate aus den Zielen von Timur Özcan im Wahlkampf um die Bürgermeisterstelle! Damit ist eigentlich alles gesagt. Wenn der Hort zukunftsfähig bleiben will muss er an die Bedürfnisse der Eltern und Kinder angepasst werden, nicht an die Bedürfnisse der Gemeinde! Ein offenes Ohr heisst, dass man mit den Beteiligten an einen Tisch sitzt und ihnen zuhört. Vor allem zuhört! Und ihnen keinen Maulkorb verpasst! Gemeinsam muss man eine Lösung finden! Wenn ein Haushalt in den letzten Jahren große Ausgaben hatte, so wie dies in Walzbachtal geschehen ist und auch nötig war (Neubau Rathaus, Kinderhaus Regenbogen, neues Dach der Grundschule Jöhlingen, Beteiligung an den Kosten des Kath. Kindergartens in Jöhlingen usw.), dann ist die logische Konsequenz, dass hinterher das Sparbuch leer ist bzw. die Gemeindekasse ein rießen Loch hat. Oder eben ein Kredit aufgenommen werden musste. Wenn man nun sich auf die normalen regelmäßigen Ausgaben beschränkt, wird die Kasse auch wieder voll. Deshalb nun derart in bestehende gut funktionierende Strukturen einzugreifen wie die Küche der Arche schließen, halte ich für äußerst übertrieben. Ich glaube nicht, dass man mit Wechsel auf einen Caterer die großen Löcher der Gemeindekasse stopft! Ich kann auch nicht so recht glauben, dass man eine 100.000 Euro Küche braucht.

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    Morpheus

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    Als Antwort auf: Die Kriterien
    Aufnahmekriterien I 1.: „Als erwerbstätig gilt, wer einer Beschäftigung von mind. 16 Stunden/Woche nachgeht.“ Wer hat sich das ausgedacht????? Das ist Diskriminierung! Das ist eine Walzbachtaler Definition. Die allgemeine Definition ist ab 1 h pro Woche. Im Detail überall nachzulesen. Musste dieser Punkt in die Aufnahmekriterien?

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    Lars

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    Als Antwort auf: Die Kriterien Es geht ja wohl darum, wer denn definitiv eine Hortplatz benötigt. Ich glaube nicht, das bei einer Erwerbstätigkeit von 1h/Woche dies wirklich nötig ist. Dennoch darf die Menge der Plätze nicht beschränkt sein, sondern alle, die einen Betreuungsplatz UNUMGÄNGLICH BENÖTIGEN (nicht zur Erweiterung der persönlichen Tagesgestaltungsmöglichkeiten) diesen auch verläßlich und über Jahre hinaus planbar auch erhalten.

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    DoTo

    |

    Als Antwort auf: Die Kriterien
    Und wie bitte soll man sich als Mutter von mehreren Kinder auf Arbeitsstellen bewerben können, wenn man keine Ahnng hat, ob man einen Hortplatz bekommt? Warum wird nicht unterschieden zwischen Kernzeit und Hort? Warum ist nicht mehr tageweise buchbar? Dann gäbe es auch mehr Hortplätze…

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    S.K.

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    Als Antwort auf: Die Kriterien
    Ich verstehe nicht, weshalb man die Kernzeit nicht bis 14:00 Uhr macht, analog zu den Kindergärten. Damit würden sicher einige Kinder vom Hort in die Kernzeit wechseln. Dass es Kriterien gibt, finde ich ok. Die aktuelle Vorgehensweise mit Kündigung aller bestehender Kinder und anschließender Neuvergabe dagegen nicht. Je Kind eine komplette Neuanmeldung in antiquierter Weise neu ausfüllen ( 13 Seiten handschriftlich, welche bei der Gemeinde dann wieder abgetippt werden müssen). Vllt sollten gewisse Dinge erstmal final durchdacht werden, bevor man sie angeht…..

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