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Die „Grumbier“ im Mittelpunkt

514 war beim gemeinsamen Gemeindefest des Wössinger Posaunenchors und des CVJM die wichtigste Zahl. Genau 514 Kartoffeln nämlich verbargen sich in einem zwei Meter langen orangenen Abwasserrohr, das am Rande Festgeschehens zwischen Weinbrennerkirche und Gemeindehaus auf einem landwirtschaftlichen Pritschenwagen prangte. Dessen Inhalt stand im Mittelpunkt der Schätzfrage, die gegen Ende des Festes aufgelöst wurde. In diesem Jahr lautete die Frage: „Wie viele Kartoffeln sind in dem Abwasserrohr?“ Den ganzen Tag über konnten Schätzungen abgegeben werden. Das Geheimnis zu lüften war auch dieses Mal einer der Höhepunkte des Gemeindefestes. Gegen Abend traten Ideengeber Jörg-Frieder Hindenlang samt Gattin Ilona, Susanne Soldinger und dem kleinen Daniel Langbein zum fröhlichen Auszählen vor großer Runde an. Eine durchaus langwierige Angelegenheit bei prall gefülltem Rohr. Langweilig wurde den Zuschauern die Wartezeit trotzdem nicht, denn Thilo Horn präsentierte sich wieder einmal als witziger Moderator und dieses Mal auch Aufklärer während der Auszählung. Mit Wikipedia – so gestand er – hatte er sich intensiv auf die Herausforderung an der Kartoffel vorbereitet. Das Objekt des Interesses sei „Solanum tuberosum“, von anderen auch Erdapfel oder Grundbirne, von den Wössingern ganz einfach „Grumbier“ genannt. So witzelte sich Horn durch den Zählvorgang. Nur selten kam er seinem selbst auferlegten Petitum nach: „Vielleicht bin ä zwischä drin aa oifach emol ruich“! Bis auf die Kartoffel genau geschätzt hatte nur eine. Agnes Langer durfte als ersten Preis einen Gutschein im Wert von 100 Euro mit nach Hause nehmen. Und einen kleinen Sack Kartoffeln, wie jeder der neun anderen Preisträger. Alle gestiftet von Rainer Soldinger, einem der letzten Wössinger Kartoffelbauern und gleichzeitig auch Sponsor. Ansonsten stand das Fest wieder ganz im Zeichen der Geselligkeit und des Beisammenseins. Mit allerlei Vergnüglichem war für die Kurzweil insbesondere für die kleinen Besucher gesorgt. Eine ganze Reihe von Spielmöglichkeiten war für deren Beschäftigung aufgebaut, während es sich die Erwachsenen bei einem kräftigen Bissen und einem guten Schluck im Schatten der Robinien gut gehen lassen konnten. Hinter dem Gemeindehaus war ein stattlicher Flohmarkt mit vielen tausend Artikeln aufgebaut. Ein sehr gut besuchtes Konzert gab der Posaunenchor am Nachmittag in der Weinbrennerkirche. Mit einem Kirchturmblasen vom Altan kündigte eine kleine Abteilung das Ende des Festes an.

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