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Der Wolf(f) und das Heukäppchen

Da staunte fast jeder P&P-Besucher als er der seltsamen Truppe gewahr wurde, die am Montagabend die Lager und Gassen der Brettener Altstadt unsicher machte. Unter der Führung von Joachim Knirsch hatte sich eine eigenwillige, keinem Lager zuzuordnende Schar, die bereits in vielen vorausgegangenen PuPs mit ideenreichen Aktionen aufgefallen war, des Themas Breitband bemächtigt. Die komplette Chaos-Truppe hatte sich aus Alu-Folie spitzhütige Empfänger gebastelt und aufs Haupt geheftet. Auf großformatigen Schildern auf der Brust kündete ein jeder optisch und akustisch mit dem Telekom-Jingle vom „Optisauf“ . Illustriert mit einem riesigen Bier-Humpen, aus dem zwar ein Biertrinker einen tüchtigen Schluck nahm, der allerdings mangels optischer Alternative einen Breitband-Schlucker symbolisieren sollte. Keine Promille-Limitierung, keine Alkohol-Drosselung, 100 Liter pro Sekunde Durchlaufgeschwindigkeit wurde propagiert. Statt Breitband hatten die Protestler Glasfasertapetenstreifen im Angebot. Die Forderung nach Anschlussgebühren und das sofort und auf der Stelle wurde im einen Lager mal mit Schorle, sauer beantwortet, im anderen mit Bratwurst, fett. Optisauf – schmeckt total! Optisauf – breit im Band und breit auf dem Seedamm Bei der Bauerngruppe erhielt die Chaos-Truppe unerwartete Unterstützung. Die hatte sich des Thema ebenfalls ironisch angenommen. Sie propagierte als „Brettener Lager Vereinigung“ (BLV) das sogenannte „Heufaserkabel“. Die Bauern hatten aus Stroh-Stengeln lange Fasern gewunden,. Sie sollten unter dem Motto „Jetzt auch von Lager zu Lager“ „märchenhafte Übertragung“ schaffen sollten „von bis zu 600 Flöhen oder 500 Läusen pro Stunde“ für den Wolf(f) und das Heukäppchen.

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