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Der Weg nach nirgendwo endet in Bretten

Christian Anders war einer der Großen des deutschen Schlagers. Mit seinem „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“ reicht sein Ruhm bis in die Gegenwart. Dieser Zug machte gestern bei „Bretten live“ mitten auf dem Marktplatz Halt. Christian Anders war der Stargast des diesjährigen Events. Die Nacht zuvor hatte er in der „Krone“ verbracht und war voller Begeisterung über das Herz der Melanchthonstadt, den Marktplatz. Ein Gefühl von „heile Welt“ vermittle ihm das Fachwerkensemble, sagte er im Gespräch mit den BNN. Als ob er auf dieses Stichwort gewartet hätte, marschierte der Brettener Country-Sänger Stefan Wukowitsch im regional etwas deplatzierten, aber nichtsdestotrotz Heile-Welt-Gefühl vermittelnden Trachten-Jankerl und Tiroler-Hut auf dem Kopf vorbei. Das passte. Kaum auf der Bühne berichtet Anders von diesem „Heile-Welt-Gefühl“. Unten, zu seinen Füßen wird dieses Wir-Gefühl vermittelnde Etikett gerne jubelnd aufgenommen. Er sei froh, dass der Zug nicht nach nirgendwo gefahren sei, kokettiert der Sänger mit seinem größten Hit und gibt ihn postwendend zum Besten. Es folgen „Einsamkeit hat viele Namen“; „In den Augen der Andern“, „Du gehörst zu mir“ oder „Geh nicht vorbei“. In der Ersten Reihe hat sich eine Reihe von Damen versammelt, die kaum zu bremsen sind vor Begeisterung über den so nahen, in feinste schwarzglänzende Jersey-Seide gehüllten Star. Da hilft selbst sein zarter, Mäßigung erheischender Hinweis („Ich bin doch vergeben!“) auf seine backstage wartende Frau nicht. Verträumt wiegen sie sich zum Klang der Melodien. Textsicher begleiten sie jedes Lied, ein glückseliges Lächeln auf den Lippen. Schon vor dem Auftritt hatte es einige kleine Abwehrkämpfe hinter der Bühne gegeben. Die treuesten der treuen Fans hatten sich dort versammelt, um ihrem Star noch ein Quäntchen näher sein zu können und um einen Blick oder ein Autogramm zu erhaschen. Doch das war nicht so einfach. Christian Anders wollte in der Konzentrationsphase vor dem Auftritt nicht gestört werden. „Später“, versprach Gattin Birgit Diehm. Der Auftritt in Bretten sei für ihn eine Selbstverständlichkeit gewesen, meinte Anders zuvor. Spontan habe er zugesagt, als er von dem Karitativen Ziel von Bretten Live gehört habe. Das passe hervorragend zu seinem sozialen Engagement, das er jedes Jahr mit einem Konzert in Altersheimen zeige.

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