Header

Der Technik Fluch

Walzbachtaler Ausfälle hier und da

Heute Morgen schien Walzbachtal der Nabel der technischen Fehlbarkeiten zu sein. Zunächst verletzte kurz vor High Noon ein Baggerfahrer eine Stromleitung, was nicht nur ihm schlecht bekam, sondern fast dem ganzen Dorf.

Zumindest dem Jöhlinger Teil, einige Teile, nicht unwichtige allerdings, auch von Wössingen. Stromausfall, dazu später mehr.

Fast schon gewohnt hingegen ist man diese Meldung des Karlsruher Verkehrsverbunds für die Stadtbahn: Stellwerkstörung im Bereich Jöhlingen. Die Linie S4 wird über das DB-Gleis ohne Halt ab dem Karlsruher Hauptbahnhof über Bruchsal nach Bretten umgeleitet. Hatte ich auch schon mal und ist ungeheuer lustig, besonders spät in der Nacht.

Oder ist das ausgerechnet deshalb passiert, um eine Veranstaltung der Walzbachtaler SPD zu befeuern? Die lädt nämlich auch mit großen, im Dorf aufgestellten Plakatreitern für morgen Abend zur Fortsetzung der Veranstaltung auf, bei der im Frühjahr im Jöhlinger Naturfreundehaus die gesamten ÖPNV-Vertreter Besserung und Berichterstattung gelobten. Da darf man gespannt sein, über welche Besserungen berichtet wird morgen ab 19 Uhr erneut im Jöhlinger Naturfreundehaus.

Jetzt aber – wie eingangs versprochen – zum Stromausfall in Walzbachtal.

Glück im Unglück hatten die Jöhlinger heute Morgen bei einem Stromausfall zwischen 11:50 Uhr und 12:35 Uhr. Tagsüber war das Alltagsleben bei weitem nicht so sehr betroffen wie bei einem solche Ereignis am frühen Abend. Während der Arbeitszeit dürften viele davon gar nichts bemerkt oder nur über die sozialen Medien davon erfahren haben.

Für etliche Irritationen sorgte der Stromausfall nichtsdestotrotz. Betroffen war der Ortsteil Jöhlingen und dort besonders die Betriebe. Bei Metzger, Bücherecke, Tourismusbüro ging plötzlich gar nichts mehr. Kunden und Inhaber liefen auf die Jöhlinger Straße, um zu beratschlagen, was zu tun sei. „Da kann ich ja gar nicht mehr meine Wurst wiegen lassen“, reagierte eine Metzger-Kundin betroffen.

Die elektronische Kassen waren selbstverständlich auch davon betroffen. In der Bücherecke machte sich das nicht so dramatisch bemerkbar, da die Kunden sich damit begnügt hätten, so lange herumzuschmökern, berichtete Büchereibesitzerin Isabell Kegreis. Ihr sei in dieser Situation bewusst geworden, „wie schnell man aufgeschmissen ist bei so etwas“.

Viel stärker davon betroffen war der ehemalige Edeka, heute PREFAG-Standort, und REWE in Wössingen. Der ganze Laden sei plötzlich ins Dunkel getaucht gewesen. Nichts habe mehr funktioniert, berichtete die stellvertretende Marktleiterin Katrin Hildebrand. Die Belegschaft habe die Kunden aus dem Markt schicken und die neuen Kunden am Eingang abfangen müssen, die von dem Stromausfall noch nichts bemerkt hatten.

Eigenartigerweise sei auch das Notstromaggregat nicht angesprungen. Erst nach und nach schalteten sich ab 12:50 die einzelnen Funktionen wie die EC-Kartenzahlung oder DHL-Annahmestelle wieder zu, wo die Ampel als letztes von Rot auf Grün schaltete. “Die Kunden haben sehr verständnisvoll reagiert“, meinte Marktleiter Marco Hager.

Trackback von deiner Website.

Kommentare (2)

  • Avatar

    Harald Kann

    |

    Stromausfall? Das war doch nur eine Übung für den kommenden Blackout. Jetzt weiß jeder wo er zu Hause noch nachbessern muss.
    Störung bei der Stadtbahn. Die SPD-Veranstaltung kann man sich sparen. AVG kann kurzfristig ja nichts Konkretes anbieten, was zu einer Verbesserung führen würde. Die haben in den letzten Jahren leider vieles verschlafen. Ich denke da vor alllem an den zweigleisigen Ausbau der Strecke. Ja ich weiß, er wird kommen…aber wann?

    Reply

  • Avatar

    Wolf

    |

    Als Antwort auf: Der Technik Fluch
    Nach dem Stromausfall kommt der Ausfall von Telefon und Internet. Der Stromausfall hat bei mir das Kabel-Modem abgeschossen.

    Reply

Kommentieren

Home Footer Links