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Der Herr der Bildschirme

Wössinger Zementwerk mit Richard Seidel erfolgreich bei der Nachwuchsarbeit

Ist die Wössinger Opterra eine Kaderschmiede? Auf diese Idee könnte man kommen, betrachtet man die Auszeichnung der bundesweit besten Lehrlinge der letzten beiden Jahre. Nachdem bereits im letzten Jahr Opterra-Sproß Dominik Dorsch als bundesweit bester Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie abgeschnitten hatte, legte jetzt Richard Seidel nach.

Mit ihm wurde erneut ein Auszubildender der Wössinger Opterra im Rahmen eines Festaktes des Deutschen Industrie- und Handelskammertags im Berliner Maritim-Hotel von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek als Bester seines Faches ausgezeichnet.

Alles andere als eine Selbstverständlichkeit, ist Seidel doch einer von immerhin 300 000 Mitbewerbern, die jährlich ihre Prüfungen absolvieren. Solche Erfolge in dieser Abfolge können doch kein Zufall sein. An Seidels Seite in Berlin war Sibylle Nowatius. Die Ausbildungskoordinatorin der Opterra hielt schon bei Dominic Dorsch die Fäden in der Hand und trug als „Headhunterin“ auch für den Ausbildungsstart von Richard Seidel maßgeblich die Verantwortung. Bei der Berufs-Messe in Karlsruhe habe ihn das Engagement der Opterra-Personalchefin ebenso beeindruckt wie das von Dominik Dorsch, weist Richard Seidl den beiden ein gehöriges Stück Verantwortung für seine Vertragsunterzeichnung zu. Mit ihnen habe er immer Ansprechpartner gehabt, wenn ein Problem aufgetreten sei.

Sibylle Nowatius ist denn auch mächtig stolz auf diesen Erfolg. Werkleiter Stephan Schenk steht ihr darin nicht nach. Als regionaler Arbeitgeber erfülle es ihn „mit Stolz, zum zweiten Mal in Folge einen der bundesweit besten Azubis seines Fachs in unserem Werk ausgebildet zu haben“, sagt Schenk.

Der Weg dahin war ein gewundener . In Hessen aufgewachsen führte Seidel seine Ausbildung nach Hamburg und schließlich zu einem letztlich abgebrochenen Studium des Bauingenieurwesens in Wismar. Die Ausbildung bei Opterra habe er lange als Abstieg empfunden, gesteht Seidel, dem es andererseits schon als Klassen- und Schulsprecher nicht an Selbstbewusstsein gebrach. „Nicht jedes Problem, das wir lösen müssen, ist ein akademisches“, sagt er mittlerweile nach einer Lehre, die ihn durch alle Abteilungen der Zementproduktion geführt hat: Schlosserei, IT, elektrische Instandhaltung, Qualitätsmanagement, Umwelt und natürlich den Steinbruch. Man sei damit sehr breit aufgestellt, meint Seidel.

Hier fühlt er sich auch aus einem anderen Grund zu Hause. Schon immer habe er sich für große Maschinen interessiert. Groß musste es sein: Sprengen, Baggern, LKW fahren.  „Ich will am liebsten immer oben drauf sitzen. Daran hat sich bis heute nichts geändert,“ lächelt er über die Erfüllung seines Kindheitstraum. Und noch schöner: auch der Gehaltszettel stimmt: „Meine Freundin hat den Master, aber sie hat Tränen in den Augen, wenn sie meine Abrechnungen sieht.“

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