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Der Hamster schlägt zurück

So wenig Kontakte wie möglich, das ist der Grundtenor der von den Gemeinden des Landkreises und damit auch von Walzbachtal erlassenen Allgemeinverfügung zu Corona. Dazu zählen in besonderem Maße die Risikogruppen mit Vorerkrankungen oder die Senioren. Gerade für die Großeltern werden deshalb oft von den Kindern die Einkäufe getätigt.

In Zeiten der Hamster-Epidemie, in der auf ebenso rätselhafte wie irrationale Weise Kloopapier, Mehl, Zucker oder Milch aus den Regalen der Supermärkte verschwinden, kann das zum Problem werden. Die Supermärkte versuchen, Hamsterkäufen mit Beschränkungen in vernünftigen Grenzen zu halten: nur noch ein Päckchen Mehl, nur noch eine Packung Kloopapier pro Person.

Die sinnvolle Beschränkung scheint für eine Zielgruppe zum Problem zu werden, die dafür nicht verantwortlich ist. Eine NadR-Leserin schildert ihr Problem so: Um die Kontakte so gering wie möglich zu halten, geht sie nur einmal pro Woche einkaufen, auch für die Eltern. Dann jedoch trifft sie an der Kasse die Hamster-Schranke: „Pro Einkäufer nur ein Päckchen Mehl“ hört sie von den Kassierinnen in den Walzbachtaler Märkten. Die Bitte, den Personalausweis der Eltern oder eine Vollmacht als Nachweis für den Einkauf für einen zweiten Haushalt mitzubringen, wird abschlägig beschieden. Zwar gäbe es sicher die Möglichkeit am nächsten Tag noch mal einzukaufen. Das allerdings würde die eigentlich zu minimierenden Kontakte wieder vermehren. Gibt es eine Lösung für diese Rätsel?

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Kommentare (5)

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    Jöhlingerin

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    Als Antwort auf: Der Hamster schlägt zurück
    Endlich wird mal die Notbremse gezogen, wurde auch wirklich Zeit. Leider trifft es jetzt wie immer die Unschuldigen, aber die Reißleine musste endlich mal gezogen werden. Ich gehe für alle auch nur 1 mal die Woche einkaufen. Nachdem es leider über Wochen kein Mehl mehr gab, habe ich natürlich auch nach Lösungen gesucht und habe dann den Umweg in die Mühlen gemacht und somit alle (Familie, Freunde und Bekannte) mit Mehl versorgt.
    Mehl dauerhaft erhältlich in der Störrmühle in Knittlingen (vorletzte Woche leider nur Großgebinde 25 kg verfügbar) und in der Heckmühle in Gondelsheim ( erhältlich Groß- und Kleingebinde 5 kg) alle Mehlsorten sind verfügbar.
    Wenn sich paar Familien zusammen schließen, und 1 Person holt dann für alle Mehl, damit jeder wieder etwas zu Hause hat, wäre das eine Alternative, bis sich alles wieder etwas entspannt hat. Natürlich muss und sollte man die einheimischen Händler hier unterstützen, und dies sollte auch nur eine Alternative sein, so dass wieder jeder wenigstens den Grundbedarf zu Hause hat.

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    Lars

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    Nur Großgebinde? ist doch derzeit genau die richtig Menge/Haushalt, wenn man das derzeitige Einkaufsverhalten zugrunde legt 😉

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      Jöhlingerin

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      @Lars. Ja es gibt noch so einige Leute, unabhänig von der derzeitigen Lage die dauerhaft Großgebinde benötigen. Wenn mehrfach Brot die Woche selbst gebacken wird, und alles andere auch selbst gemacht wird, wie Kuchen, Pizza und Nudeln, und die Familie nicht gerade aus 2 Personen besteht, ist das keine Seltenheit. Aber diese Leute holen ihr Mehl schon dauerhaft in den Mühlen und nicht im regionalen Handel.

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    Ina

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    Hilft nur nichts wenn man zum nächsten anderen Geschäft 2 km laufen muss nur um Klopapier zu bekommen weil alles weg ist. Man muss nicht für das ganze Jahr horten und wenn man das unbedingt will kann man immernoch ein Gewerbe anmelden und im Großhandel einkaufen damit die normalen Menschen nicht 20 Läden abklappern müssen. Gerade Menschen ohne Führerschein und Auto auf Dörfern haben es echt bescheiden nur weil einige wenige sich denken. Oh 5kg Klopapier und 60 Pakete Nudeln sollten bis morgen Reichen.

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    Lars

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    ich hatte schon Diskussionen wg 4 Sack Grillkohle 😉

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