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Der große Wurf

Jöhlinger DART-Erfolge in der „Heimat“

Noch bis zum ersten Januar findet die Dart-Weltmeisterschaft in London statt. Sie stößt auch in Deutschland auf riesiges Interesse und beschert den Fernsehsendern hohe Einschaltquoten von mehr als 1,4 Millionen Zuschauern. Dieser Sport findet im Moment selbst in den Hauptnachrichten statt.

Dart hat sich längst vom Status der Randsportart verabschiedet. Das Interesse macht sich seit Jahren auch auf dem flachen Land bemerkbar. Dartclubs schießen wie Pilze im Herbstregen aus dem Boden. Einer davon ist der Dartclub Next Generation. Er trifft sich in der Jöhlinger Gaststätte „Heimat“. Vor acht Jahren hat Marc Enderle als erster versucht, dem Dartsport in Jöhlingen eine Heimat zu geben. Über die Jahre hinweg hat er zusammen mit Marcus Weis, Florian Rödel, Ralf Hoffmann, Ringo Grauvogl, Marco Grünhagen, Jan Gauss und Matthias Ulrich eine wurfkräftige Mannschaft aufgebaut. Mittlerweile spielen sie in der Bezirksliga Karlsruhe, der höchsten Klasse in der Region, nur drei Ligen unterhalb der höchsten bundesdeutschen Spielklasse. Auch bei eigenen, von Teilnehmern aus der Region besuchten Turnieren haben Mitglieder der Mannschaft erfolgreich abgeschnitten.

Kapitän Marc Enderle, Florian Rödel, Ringo Grauvogel, Marco Grünhagen und Marcus Weis (vlnr).

Dafür wird Dienstagsabends um 19 Uhr in der Stammkneipe „Heimat“ in der Jöhlinger Ladestraße trainiert, Sie ist schon seit sechs Jahren auch tatsächliche Heimat der „Next Generation“. Unterstützt werden sie dort nicht nur durch das Bistro-Team , sondern auch durch das Wössinger Taxiunternehmen Böhm, das die Mannschaft kostenlos zu den Auswärtsspielen fährt.

Gespielt wird bei der „Next Generation“ das „Double out“. Jeder Spieler beginnt mit 501 Punkten. Nach jedem Wurf wird die Anzahl Punkte abgezogen, die mit dem Pfeil getroffen wurde. Es gewinnt der Spieler, der als erster das Spiel mit einem Treffer in den äußeren (Double-)Ring mit genau 0 Punkten abschließt. Maximal kann man das mit nur neun Darts. Das gelingt nur den ganz Großen des Sports. Für die Mannen um Marc Enderle unerreichbar. Das höchste der Gefühle waren für den Kapitän elf Darts. Und das, so gesteht er, „passiert bei uns sehr selten“. Grundlage sei höchste Konzentration. Musik ist dabei wesentliche Hilfestellungilfestellung.

Marcus Weis am Wurf, hinten die Mannschaft

In Perfektion ist das derzeit in London und bei den Übertragungen auf Sport1 im Fernsehen zu sehen. Im dortigen Alexandra Palace finden im Moment die Weltmeisterschaften statt. Kein Spiel, das nicht von der Jöhlinger Gruppe interessiert verfolgt wird. Die Weltmeisterschaft im „Ally Pally“, wie der Austragungsort liebevoll nicht nur von ihnen genannt wird, „schauen wir jedes Jahr an und darauf freuen wir uns besonders.“

Wenn Marc Enderle von der „Ally Pally“ spricht, dann hellt ein breites Lächeln sein Gesicht auf. Einmal im „Ally Pally“ dabei sein, das ist bis jetzt für ihn ein Traum geblieben. Als Spieler und auch als Besucher ist ihm das noch nicht gelungen. Denn ein Besuch des heiligen Grals des Dart sei eine teure Angelegenheit. Schon der Eintritt zu einer der Nachmittagssessions der zweiten Garnitur koste 200 Euro, und dabei wäre noch nicht einmal der Flug und die Unterkunft mit eingerechnet. Dennoch freut er sich über die große Dart-Sympathiewelle, die über Deutschland derzeit hinwegschwappt. „Ich hätte nie gedacht, dass der Dartsport in Deutschland so groß rauskommt“, meint Marc Enderle und hofft auf eine weitere stürmische Entwicklung.

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