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„Das gehört verschwunden“

"Das gehört verschwunden" - hätte Roger Willemsen getitelt. Die häßlichen Bohrpfähle stören nicht nur Architekt Afshn Arabzadeh.

„Das gehört verschwunden“ – hätte Roger Willemsen getitelt. Die häßlichen Bohrpfähle stören nicht nur Architekt Afshin Arabzadeh.

Bohrpfähle waren für die Sicherung des Neubaus des Wössinger Rathauses und des späteren Baus unabdingbar. Schön sehen sie nicht aus. Der Architektenentwurf des Planungswettbewerbs sah hier eine aufwändige Betonverkleidung vor. Aus Kostengründen wollte die Gemeindeverwaltung darauf verzichten. Afshin Arabzadeh, Planer des Gebäudes, wollte unter allen Um-ständen verhindern, dass der Endausbau noch den Eindruck einer Baustelle vermittle. Zwei Vorschläge zur Vermeidung dieses Eindrucks unterbreitete er den Gemeinderäten. Zum einen eine Edelstahlnetzverkleidung mit Begrünung, zum anderen eine Ziegelvormauerung auf Streifenfundament vor den Bohrpfählen. Die Gemeinderäte entschieden sich mit zwölf gegen sieben Stimmen für die Klinkermauer, obwohl sie mit 53800 Euro etwas teurer ausfällt als das Edelstahlnetz (51.000 Euro). Das Abstimmungsverhältnis macht deutlich, dass es einige Diskussionen um die Ausführung gab. Für die Grünen, so machte Michael Futterer deutlich, gab es selbstverständlich ebenso keine Alternative zur Begrünung wie für Karin Herlan (SPD). Für sie war es wichtig, dass die Mitarbeiter an der betroffenen Rathausseite nicht auf nacktes Mauer-werk, sondern auf Grün blicken sollten. Jutta Belstler und Martin Sulzer plädierten hingegen für die Klinkermauer. Bauleiter Peter Blomberg gab einen „sportlichen“ Zeitplan für die Fertigstellung des Neubaus bekannt. Mit der planmäßigen Fertigstellung rechnet er zum 13.2.2017, mit der planmäßigen Übergabe zum Bezug am 6.3.2017. Die Kostenberechnung bleibe bei 7,289 Millionen Euro und liege damit nur 4,79 Prozent über der Kostenprognose. Das sei durchaus vertretbar, meinte Blomberg.

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