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Dankeschön

Auszeichnungen für langjährige Gemeinderäte

Den Wechsel vom alten zum neuen Gemeinderat nutzte Bürgermeister Karl-Heinz Burgey zur Ehrung langjähriger Mitglieder. „Ein  ganz großes öffentliches Dankeschön“ wolle er an sie richten , meinte der Bürgermeister. Sie alle hätten sich als wahre Volksvertreter verstanden und so gehandelt, auch wenn das nicht immer leicht gewesen sei. Sie hätten der Kommunalpolitik ihr Gesicht gegeben, indem sie ihre Persönlichkeit eingebracht hätten.

Das ein oder andere Mal habe es sicherlich auch unterschiedliche Meinungen gegeben, mitgearbeitet hätten aber alle trotzdem und hätten eine wichtige Mittlerrolle übernommen.

Für große Anlässe ist der Rednerpult im Ratssaal reserviert. Für die Ehrung nutzte Karl-Heinz Burgey diesen.

Das galt und das gilt auch für die verbleibenden Gemeinderäte. Ein Gutteil sitzt und saß schon eine erkleckliche Zahl von Jahren im Gemeinderat. Deshalb blieb es nicht nur bei warmen Worten des Bürgermeisters. Ganz durchgemixt mit den scheidenden erhielten auch die weiter amtierenden Gemeinderäte Auszeichnungen.

Besondere Freude bei Karin Herlan, die zusammen mit Fraktionskollegin Silke Meyer, Roland Schneider und Martin Sulzer geehrt wurde.

Für zehnjährige Mitgliedschaft war das bei Karin Herlan, Silke Meyer, Martin Sulzer und Roland Schneider die Ehrenmedaille der Gemeinde, bei Beate Müller und Thomas Reichert die Ehrennadel des Gemeindetages für 15 Jahre. Michael Paul, Werner Schön, Volker Trumpf hob Burgey besonders hervor. Sie erhielten den Ehrenteller der Gemeinde. Eine sehr seltene Auszeichnung und „ein Riesending“ als Dankeschön für besonderes Engagement und 20 Jahre Mitgliedschaft im Gemeinderat.

Eine besondere Rolle nahmen Karin Herlan, Roland Schneider, Michael Paul, Thomas Fabry und Beate Müller ein, die gleichzeitig und zusammen mit Christian Rückert, Sebastian Höhne und Andreas Meizinger aus dem Gemeinderat verabschiedet wurden. Ausdrücklich gewürdigt wurden Michael Paul und Beate Müller, die in den letzten fünf Jahren als Bürgermeisterstellvertreter den Posten hielten, wenn Karl-Heinz Burgey verhindert oder in Urlaub war.

Dem Dank des Bürgermeisters schlossen sich die Fraktionen an. Jutta Belstler übernahm diese Rolle für die CDU und rückte die Arbeit von Michael Paul in den Vordergrund. Keine leichte und sehr emotionale Aufgabe, hatte Paul doch wenige Tage zuvor als Bürgermeisterkandidat eine Niederlage erlitten. Er habe unermüdlich für das Gemeinwohl gearbeitet und sehr zum harmonischen Arbeitsklima im Gemeinderat beigetragen. Sein Lebenstraum habe sich am vergangenen Sonntag leider nicht verwirklicht, bedauerte Jutta Belstler. Silke Meyer übernahm die Rolle für die SPD und wies darauf hin, dass den Ausscheidenden trotz aller immer wieder zu hörenden und zu lesenden Kritik von den Bürgern viel Wertschätzung entgegengebracht worden sei.

Noch ist es für Ernst Reichert nicht so weit für eine Ehrung, auch wenn sein Blick Begehrlichkeit suggeriert. Doch der Wein war für Michael Paul und Volker Trumpf.


Die Reden der SPD und CDU wurden mir freundlicherweise von den beiden Sprecherinnen zur Verfügung gestellt. Im folgenden im Wortlaut:

Jutta Belstler

(Stimmenkönigin der Gemeinderatswahl am 26.5. und damit designierte nächste Fraktionsvorsitzende der CDU?)

Unsere freiheitliche, demokratische Welt lebt davon, dass sich Menschen für das Gemeinwohl uneigennützig engagieren und Verantwortung übernehmen. Politische Verantwortung im Gemeinderat wird alle 5 Jahre neu auf Zeit vergeben. Heute müssen wir uns von einigen Gemeinderatskolleginnen und –kollegen verabschieden. Dies tun wir mit Wehmut.

Ihr habt Euch mit Eurer wertvollen freien Zeit, viel Engagement und großer Freude ehrenamtlich für unser Gemeinwesen über unterschiedlich viele Jahre hinweg mit Herzblut eingebracht und zusammen mit unserem dynamischen Bürgermeister Karl-Heinz Burgey und seinem Team zahlreiche zukunftsorientierte Projekte auf den Weg gebracht. Walzbachtal hat sich in vielfältiger Weise sehr gut weiterentwickelt. Darauf können wir alle miteinander stolz sein.

Wie viele Stunden haben wir als Fraktion die umfangreichen und inhaltlich komplexen Gemeinderatsunterlagen studiert, diskutiert, nachrecherchiert sowie Gespräche mit Fachleuten, den Bürgerinnen und Bürgern bzw. Vertretern der verschiedensten Einrichtungen und Unternehmen geführt, um letztlich nach Abwägung gute Entscheidungen im Gemeinderat zu treffen.

Für jeden ein Röschen im Koffer hatte Jutta Belstler.

Wir sind als Gesamtgremium regelmäßig bei Begehungen, Projektbesichtigungen, aber auch Informationsveranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen aktiv gewesen. Aber wir haben uns auch damit auseinandersetzen müssen, dass wir uns in einem Spannungsfeld bewegen. Die Auswirkungen unserer kommunalpolitischen Entscheidungen merkt jeder Bürger und jede Bürgerin persönlich, in der Familie, im Verein und Betrieb. Für uns Kommunalpolitiker gilt es, das Ganze im Blick zu halten und die Vielzahl an Interessenskonflikten zu analysieren, zu bewerten, dann aber letztlich Entscheidungen entschlossen zu treffen. Es liegt in der Natur der Sache, dass man nicht alle gleichermaßen zufrieden stellen kann. Die Art und Weise, in der jedoch öffentlich Kritik an unseren Entscheidungen getroffen wird, ist mitunter „verbesserungswürdig“. Hier verbinde ich einen Wunsch, dass man im Umgang mit uns Kommunalpolitikern zukünftig ein wenig mehr Respekt und Anerkennung unserer intensiven Bemühungen im Ringen um die beste Lösung entgegenbringt.

Nun lassen Sie mich noch ein paar persönliche Worte an unsere ausscheidenden Fraktionskollegen richten.

Lieber Michael,

Du leistest seit 20 Jahren im Gemeinderat höchst motiviert mit hoher Sachkenntnis wertvolle Arbeit, Du bist seit 10 Jahren unser Fraktionsvorsitzender und seit 5 Jahren 1. Bürgermeisterstellvertreter, ein Ehrenamt, welches Du mit großer Hingabe und Freude ausgefüllt hast.

Wir danken Dir von Herzen für Deine unermüdliche Arbeit für das Gemeinwohl. Du hast zusätzlich zu dem Aktenstudium und der Fraktionsführung unzählbare Gespräche mit interessierten oder betroffenen Bürgerinnen und Bürgern geführt und Dich aktiv um ihre Anliegen gekümmert. Da dies auch während Deiner Freizeit geschah, möchten wir es nicht versäumen, Dir lieber Melanie und Eurer Familie ein ganz besonderes Dankeschön zu sagen. Auch für die Gastfreundschaft bei unseren Fraktionssitzungen sagen wir Euch nochmals vielen Dank.

Im Gemeinderat hast Du, lieber Michael, großen Wert auf eine interfraktionelle Kultur des Konsenses gelegt und damit für ein sehr harmonisches Arbeitsklima beigetragen. Wir fühlen mit Dir, dass dies heute für Dich ein schwerer Abschied aus dem politischen Leben in Walzbachtal ist. Dein Lebenstraum hat sich am vergangenen Sonntag leider nicht verwirklicht. Wir wünschen Dir und Deiner lieben Familie alles erdenklich Liebe und Gute und allzeit Gottes Segen. Wir danken Dir für alles.

Im Namen der CDU Walzbachtal möchte ich Euch darüber hinaus einen Buchgutschein überreichen sowie eine Einladung zu einem gemeinsamen Essen aussprechen. Es soll Ausdruck unserer hohen Wertschätzung Eurer Verdienste zum Wohle Walzbachtals symbolisieren.

Herzliche Grüße und Wünsche des gesamten Vorstands der CDU Walzbachtal.

Sebastian Höhne – noch mal schnell die Kollegen zum Abschied fotografieren.

Lieber Andreas, lieber Sebastian und Thomas,

es war uns ebenfalls eine große Freude, mit Euch im Team zusammenarbeiten zu dürfen. Andreas und Thomas haben mit viel Sachkenntnis im AVS mitgewirkt, Thomas sich darüber hinaus im Haushalts- und Finanzausschuss intensiv eingebracht und Sebastian sein Fachwissen im AUT umgesetzt. Viele gute Anregungen und Diskussionsbeiträge haben unsere Fraktionsarbeit bereichert. Wir bedauern es sehr, dass wir uns heute voneinander in der Gemeinderatstätigkeit verabschieden müssen. Meine große Bitte gilt Euch allen: Nehmt weiterhin interessiert am kommunalpolitischen Leben und Wirken teil. Unterstützt uns in unserer weiteren Arbeit. Wir bleiben auf jeden Fall weiterhin in engem persönlichen Kontakt.

Unser Dank gilt ebenfalls unseren Gemeinderatskolleginnen und –kollegen der anderen Fraktionen. Es war uns eine große Freude mit Euch zusammenzuarbeiten und die „langen“ Sitzungsabende mit Euch zu verbringen. Wir haben alle miteinander sehr viel Lebenszeit verbracht. Möge diese für Euch alle in guter Erinnerung bleiben! Als kleines Zeichen der persönlichen Wertschätzung möchten wir Euch eine Rose zum Abschied überreichen.

SPD (Silke Meyer)

Von der SPD Fraktion scheiden heute leider drei Gemeinderäte aus dem Gremium aus, nämlich Beate Müller, Karin Herlan und Christian Rückert. Unser Ortsverein hat sie in einer sehr würdevollen Veranstaltung vor drei Wochen im Rahmen einer Mitgliederversammlung verabschiedet.

Ich freue mich, dass für die Verabschiedung aller acht Gemeinderäte zahlreiche Besucherinnen und Besucher gekommen sind. Das zeigt den Ausscheidenden die Wertschätzung, die entgegen den vorhin angeklungenen negativen Kommentaren auf Internetseiten doch viele Einwohner gegenüber den Gemeinderäten haben.

Wir hatten in den letzten fünf Jahren ein kollegiales Miteinander mit den anderen Fraktionen. Auch wenn von den vorhin angesprochenen 1152 Tagesordnungspunkten in diesen fünf Jahren die Mehrzahl einstimmig verabschiedet wurde, gab es doch viele Punkte, in denen man unterschiedlicher Meinung war. Dennoch wurde konstruktiv miteinander diskutiert, so dass (vor Schließung des Lamms) wir oft noch gemeinsam nach den Sitzungen zusammen den Rest des Abends verbracht haben.

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