Corona trotzen

Elferrat der Wössinger Mondspritzer gab sich bei der Kampagneneröffnung optimistisch

Corona trotzen. Das hat sich der Elferrat des TV Wössingen vorgenommen. Beim traditionellen Startschuss zur Eröffnung der Kampagne 2022 wurde das deutlich. Er fand nicht wie in den vergangenen Jahren rund um den Wössinger Mondspritzer im Bürgergarten statt. Er wurde auf dem weitläufigen Platz vor dem Rathaus verlegt. Mit dem Umzug wolle man, so sagte Sitzungspräsident Karsten Matt, die Bemühungen des Bürgermeisters zur Belebung des Rathausplatzes unterstützen.

„Wir planen so, als ob es den Fasching 2022 geben wird“, zeigte sich der Wössinger Narrenchef nach dem Eröffnungstanz der Garde in seinem Ausblick entschlossen und optimistisch. Teil seines Optimismus: Er wies auf den Kartenvorverkauf hin. Damit begnügte er sich nicht. Der Elferrat plane bis zur offiziellen Prunksitzung in der Wössinger Böhnlichhalle einige weitere, bisher nicht gewohnte Überraschungen. Details wollte er allerdings nicht verraten.

Füße hoch gab es dieses Mal nur sparsam

Unter welchen Bedingungen die Prunksitzung in der Böhnlichhalle stattfinden könnte, ließ dieser frühe Nachmittag erahnen. Die Narren hatten ein ausgefeiltes Hygienekonzept für ihren ersten Auftritt ausgearbeitet. Auf den Rathausplatz selbst kam nicht jeder. Er war mit einem rot-weißen Flatterband abgesperrt. Durch das Nadelöhr am Eingang kam nur, wer sich mit der Luca-App registrierte und einen Impfnachweis vorzeigen konnte.

Traditionell ließ sich Karsten Matt die Chance nicht nehmen, die Kampagneneröffnung mit einigen Spitzen aus dem kommunalen Bereich zu würzen. So nahm er beispielsweise den „Gegenwind“ aufs Korn, der den Bau der Windkraftanlagen am westlichen Ortsrand Jöhlingens verhindern will. Auch die Sparkasse erhielt ihren Treffer, müsse man doch nach der Schließung der Wössinger Filiale zum Bargeldabheben nach Jöhlingen fahren.

Jutta Belstler erhielt von der Brettener Bütt den „kurzen Draht“ zum Bürger.

Mit der Erwähnung der vielen Baustellen rund um und in Wössingen führte Matt geschickt auf die Begrüßung einer großen Delegation der Brettener Narren hin. Er gab dem Brettener Stadtmarketing den Tipp, die vorbildliche Erreichbarkeit aus Richtung Wössingen herauszustellen. Axel Zickwolf, Präsident der „Brettener Bütt“ griff die Vorlage auf. Ganz so zuversichtlich hörte sich sein „Bretten Wau Wau“ nicht an. „Das Virus ist ein Spielverderber, so ein Arsch“! teilte er kräftig in Richtung Pandemie aus.

Die Weisheit des Tages von Axel Zickwolf: „So lange der Sekt noch schmeckt bist du auch nicht angesteckt“!

Das Lachen blieb also nicht im Halse stecken, erst recht nicht als Günther Wolf mit einer „Beeekanntmachung“ auf die miserable Bewertung aufmerksam machte, die die Walzbachtaler Gemeindeverwaltung bei Google erhalten hatte. Als Abhilfe überreichte er der Bürgermeisterstelvertreterin Jutta Belstler, die erneut Bürgermeister Timur Özcan vertrat, einen direkten Draht zum Bürger. Für einen weiteren kräftigen Lacher sorgte Kalauer-Fachmann Markus „Roddi“ Rothweiler, der zum Abschluss bekannte: „Ich hab einfach Bock auf Fasching!“

Beim Walzbachtääälchen waren alle glücklich.
Die Lacher auf seiner Seite hatte zum Abschluss Markus „Roddi“ Rothweiler.

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