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Bretten im Rhythmus

Gemeinschaftswerk der Ruiter bei der Entschlammung der Ölbronner Starße

Gemeinschaftswerk der Ruiter bei der Entschlammung der Ölbronner Starße

Gemeinschaftswerk der Ruiter bei der Entschlammung der Ölbronner Starße

Keller mussten leergepumpt werden.

Gemeinschaftswerk der Ruiter bei der Entschlammung der Ölbronner Starße

Gemeinschaftswerk der Ruiter bei der Entschlammung der Ölbronner Starße

20160608 Bretten Hochwasser 072 a

Rettungswagen für den verletzten Feuerwehrmann

Gemeinschaftswerk der Ruiter bei der Entschlammung der Ölbronner Starße
Gemeinschaftswerk der Ruiter bei der Entschlammung der Ölbronner Starße

Gemeinschaftswerk der Ruiter bei der Entschlammung der Ölbronner Straße

20160608 Bretten Hochwasser 111 a Glück hatten viele Geschäftsleute entlang der Ölbronnerstraße. Das Wasser drang bei etlichen zwar in kleinen Lachen über die Eingangsschwelle, richtete aber keine besonders große Schäden an. So etwa bei Sonja Rech. In ihr Nagelstudio war das Wasser etwa einen Meter weit eingedrungen. Während draußen die Männer fleißig den Schlamm wegschippten, war sie drinnen schon mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt und freute sich über die Mithilfe ihrer Freundin Tanja Seidler. Die war nach einem Hilferuf extra aus Sprantal angereist, um ihrer Freundin zu helfen.
Bei der Brücke an der Schwandsorfstraße stand der Wasserpegel kurz unter Straßenniveau.

Bei der Brücke an der Schwandsorfstraße stand der Wasserpegel kurz unter Straßenniveau.

Bei der Brücke an der Schwandsorfstraße stand der Wasserpegel kurz unter Straßenniveau.

Bei der Brücke an der Schwandsorfstraße stand der Wasserpegel kurz unter Straßenniveau.

In Diedelsheim verteilte die Feuerwehr Sandsäcke, um die zwischen den besorgten Anwohner heftige Verteilungskämpfe entbrannten.

In Diedelsheim verteilte die Feuerwehr Sandsäcke, um die zwischen den besorgten Anwohner heftige Verteilungskämpfe entbrannten.

In Diedelsheim verteilte die Feuerwehr Sandsäcke, um die zwischen den besorgten Anwohner heftige Verteilungskämpfe entbrannten.

In Diedelsheim verteilte die Feuerwehr Sandsäcke, um die zwischen den besorgten Anwohner heftige Verteilungskämpfe entbrannten.

In Diedelsheim verteilte die Feuerwehr Sandsäcke, um die zwischen den besorgten Anwohner heftige Verteilungskämpfe entbrannten. Glimpflich kamen die Diedelsheimer dieses Mal davon. Der Saalbach stieg zwar bedrohlich an und erreichte bis halbzehn fast die Unterkante der Brücke in der Schwandorfstraße. Wenig später senkte sich der Pegel aber wieder. Die Diedelsheimer Feuerwehr pendelte bis dahin ständig zwischen Feuerwehrhaus und Schwandorfbrücke hin und her, um die Anlieger mit Sandsäcken zu versorgen. Beim Ausladen kam es teilweise zum Kampf um die Sandsäcke und unschönen Szenen. Die Aufregung unter den Anliegern war riesengroß. Die Nervosität fand spätestens dann ein Ventil, als ein Kundschafter aus Gondelsheimer zurückkehrte und die Botschaft brachte: Die Gondelsheimer machen das Wehr am Saalbach nicht auf. „Die lassen uns hier absaufen!“ machte schnell die Runde. Es keimte der Verdacht, die Gondelsheimer wollten eine Retourkutsche fahren für die von Jürgen Amend während einer Gemeinderatssitzung aufgestellte Behauptung, die Diedelsheimer wollten die Gondelsheimer absaufen lassen. Ein hilfloser Ortsvorsteher Martin Kern reagierte auf das Gerücht mit einem Schulterzucken: „Ich kann da nichts machen!“ Die Bemerkungen war ihm allerdings Anlass, sich mit seinem Trecker aufzumachen und den Wahrheitsgehalt des Gerüchts zu überprüfen.
"Katastrophentouristen" waren nach Raadiomeldungen extra aus Graben angereist und bestaunten das Salzbachhochwasser an der Brücke bei der Hirschhornhalle.

„Katastrophentouristen“ waren nach Radiomeldungen extra aus Graben angereist und bestaunten das Salzbachhochwasser an der Brücke bei der Hirschhornhalle.

Die Meldungen über facebook und das Radio riefen viele Neugierige auf den Plan. Es gab keine Brücke, keinen Bachlauf, an denen sich nicht Gruppen zum Bestaunen der Wassermassen zusammenfanden. Darunter waren auch etliche „Katastrophentouristen“, die nach entsprechenden Radiomeldungen aus weit entfernten Teilen des Landkreises anreisten. Die starken Niederschläge riefen selbstverständlich Erinnerungen wach an die vorausgegangenen Hochwasserereignisse. Aber auch an die Versprechungen, etwas zum Schutz der Bevölkerung und der Häuser zu tun. Über drei Jahre ist das Hochwasser vom 1.6.2013 schon her. Von den vollmundigen Versprechungen ist bis jetzt praktisch noch nichts umgesetzt. So war es geradezu ironisch, dass OB Martin Wolff am Tag als der Regen kam in einem langen Interview mit der Brettener Woche auf einen Maßnahmenkatalog verwies, den „der Gemeinderat priorisiert“ hat und der Jahren „nun schrittweise auch mit den notwendigen finanziellen Mitteln“ hinterlegt werde. Ergänzt mit der Formulierung: „Im Falle Diedelsheims bedarf es jedoch zum Teil privater Grundstücke, um einen wirkungsvollen Schutz zu installieren.“ Womit der OB wohl andeuten will: So schnell wird es nach drei Jahren nicht gehen. Noch nicht einmal der Hochwasserschutzzweckverband ist gegründet. Bis jetzt ist nur seine Satzung erarbeitet und muss nun on den Gemeinderäten genehmigt werden. Und selbst dafür kündigt Martin Wolff noch Verzögerungen an: „Seitens Bruchsals wurde noch eine neue Maßnahme vorgeschlagen. Deren Aufnahme in den aktuellen Maßnahmenplan könnte noch zu Verzögerungen führen.“ Auch in Gondelsheim musste sich Markus Rupp der facebook-Frage stellen, „was in den letzten beiden Jahren eigentlich im Thema Hochwasserschutz am Saalbach passiert ist?“ Auf viel mehr als auf eine Dammbalkenwand an der Bahnhofstraße konnte der Gondelsheimer Bürgermeister nicht verweisen.    

Feuerwehrmann schwer verletzt

Am schwersten hat das Unwetter einen Feuerwehrmann getroffen. Dazu die folgende Pressemeldung der Polizei: Bretten (ots) – 20.40 Uhr – Haltestelle Bretten-Ruit. Feuerwehrmann erlitt Stromschlag, wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen (Verbrennungen 3. Grades) in die BG-Klinik verbracht. Zu den schweren Verletzungen des Feuerwehrmannes kam es, nachdem dieser einen von einer Schlammlawine gestoppten Güterzug bestiegen hatte. Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen hatte der 36-Jährige zur fotografischen Dokumentation eines Erdrutsches auf die andere Gleisseite gelangen wollen. Nachdem er in Abstimmung mit dem Notfallmanagement der Bahn zunächst die Plattform eines Tankwaggons bestiegen hatte, erklomm er die an dem Waggon angebrachte Leiter und kam offenbar der 15.000 Volt führenden Oberleitung zu nahe. Bei strömendem Regen bildete sich plötzlich ein Lichtbogen, so dass der Mann mit schwersten Verbrennungen in den Schotterbereich zwischen die Gleise stürzte. Nach seiner Versorgung durch Ersthelfer wurde der lebensgefährlich verletzte, aber ansprechbare 36-Jährige in die Brettener Rechbergklinik gebracht und von dort aus mit dem Rettungshubschrauber nach Ludwigshafen in die BG-Klinik verlegt.

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