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60 oder 80 cm - ganz genau wollte es Aaron Treut wissen.

60 oder 80?

Kontroverse um Tiefe der Breitbandverlegung in Bretten
Es gab beim ersten Baggerbiss für die Breitbandverkabelung im Brettener Ortsteil Sprantal weder Sekt noch Häppchen wie die Anwohner rund um die Scheuerstraße 22 vermutet hatten. Dafür gab es direkt vor Ort am offenen, 60 Zentimeter breiten Schlitzgraben ein Wortgefecht zwischen dem Ruiter Ortsvorsteher und OB-Kandidaten Aaron Treut und Amtsinhaber Martin Wolff.

Der Streit entbrannte kurz aber heftig über der Frage: wird das Kabel nun in den Gehwegen in 60 oder in 80 Zentimetern Tiefe verlegt? Als „Sturm im Wasserglas“ empfand der OB die Treutsche Kritik. Die Diskussion über die Verlegetiefe sei mit einem eindeutigen Beschluss auf 60 Zentimeter beendet. Das entspreche dem Standard in ganz Deutschland.

Frank Bonnemeier, Leiter Strategie BBV, Andreas Schönberg, Hendrik Ertel, (beide Bau- und Projektleiter der  BBV), Oberbürgermeister Martin Wolff, der Sprantaler Ortsvorsteher Thorsten Wetzel und der Ruiter Ortsvorsteher Aaron Treut

Frank Bonnemeier, Leiter Strategie BBV, Andreas Schönberg, Hendrik Ertel, (beide Bau- und Projektleiter der BBV), Oberbürgermeister Martin Wolff, der Sprantaler Ortsvorsteher Thorsten Wetzel und der Ruiter Ortsvorsteher Aaron Treut

Treut seinerseits verwies auf ein Mail aus dem Rathaus. Noch am 14. Juni hatte Cornelia Hausner darauf verwiesen, dass man sich für die Ortsteile Gölshausen, Rinklingen und Diedelsheim eine andere Entscheidung vorbehalte. So könne man mit Geschäftspartnern nicht umgehen, ereiferte sich der Ruiter Ortsvorsteher. Das jedoch sei längst Schnee von gestern und bereinigt, gab Wolff zurück. Geeinigt habe man sich auf 60 Zentimeter in den Gehwegen und 80 Zentimeter im Straßenbereich.

Die Stimmung war nach diesem Disput ziemlich am Boden. Richtig freudig wollte der allseits sehnlichst erwartete Start des Breitbandausbaus nicht ausfallen. Eine erhöhte Verlegetiefe, so schlug sich der strategische Leiter der BBV Frank Bonnemeier auf die OB-Seite, würde erhebliche Mehrkosten verursachen, „die wir an die Kunden weitergeben müssten“. Das würde die Investitionskosten erhöhen und die Attraktivität schmälern.

Fast parallel würden die Arbeiten in Ruit vorangetrieben, versicherte der Bau- und Projektleiter Andreas Schönberg. Dort werde in zwei Wochen begonnen. Man habe noch einige organisatorische Fragen zu klären. Zusammen werde man 22 Mann in sieben Teams mit jeweils einem Bagger vor Ort haben. Mit dem Abschluss der Breitbandverlegung sei in vier bis fünf Monaten zu rechnen. Dieser Termin ist gleichbedeutend mit dem direkten Anschluss der Haushalte, die einen Vertrag mit der BBV geschlossen haben.

Das Unternehmen will den Ausbau diskret vorantreiben. Effiziente Maßnahmen sollen eventuelle Beeinträchtigungen und Störungen der Anwohner zeitlich so kurz wie möglich halten, betonte die BBV in einer Presseerklärung. Jeder Hauseigentümer, der ein Vertrag geschlossen hat, werde vom beauftragten Generalunternehmer vor Beginn der individuellen Arbeiten kontaktiert. Bald werde ein Info-Blog starten, auf dem sich die Anwohner rund zwei Wochen vor Baubeginn über den Start informieren können. Nach Abschluss der Maßnahmen in Ruit und Sprantal sollen die Bagger weiterziehen zuerst nach Gölshausen, dann nach Rinklingen und Diedelsheim. Weiter gerungen werde noch um Hauseigentümer in Diedelsheim und in der Kernstadt.

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Kommentare (1)

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    Gondelsheimer

    |

    Es freut mich für meine südlichen Nachbarn, dass sie keine anderen Probleme haben als die Verlegetiefe des Breitbandkabels 🙂

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