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Blick auf Krallen und Flügel

Zementwerk eröffnet Naturlehrpfad Zementwerke werden in aller Regel mit der Zerstörung der Landschaft und Raubbau an der Natur in Verbindung gebracht. „Wir produzieren Emissionen. Wir verändern die Landschaft und man hört uns manchmal“, stapelte Werksleiter Stefan Schenk bei der Einweihung eines neuen Naturlehrpfades im Wössinger Zementwerk etwas tief. Mit ihm wolle die Opterra GmbH zeigen, welche Chancen ein verlassener Steinbruch biete. Mit dem Naturlehrpfad wolle man der Öffentlichkeit die Gelegenheit geben, das zu sehen. Protagonisten des Projekts waren die zehnten Klassen des Brettener Melanchthongymnasiums. Unter der Anleitung von Dr. Judith Albrecht und Harald Stadler hatten die Schüler Informationstafeln angefertigt und aufgestellt, die informieren über all „das, was hier Krallen, Flügel und Schwimmhäute hat“, wie es später der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes Steine und Erde (ISE) Thomas Beißwenger nannte. Solche Jahresprojekte hätten im Melanchthongymnasium einen hohen Stellenwert, betonte Dr. Albrecht und das jetzige sei auch nicht das erste, das zusammen mit dem Zementwerk realisiert worden sei. Die Abbaustätten gehörten zu Baden-Württemberg und zu seiner Landschaft und hätten eine lange Tradition, stimmte Andre Baumann der Schenkschen Einschätzung zu. Frühere Wunden der Landschaft würden zu Naturschutzgebieten und hervorragenden Sekundärbiotopen, meinte der Umweltstaatssekretär, der zu einer Sitzung des Umwelt- und Rohstofausschusses des ISE angereist war. Er bezeichnete sie als Beweis dafür, dass sich an diesen Stellen Ökologie und Ökonomie nicht gegenseitig ausschlössen, „wenn man es richtig macht“. Dass das in Wössingen gelinge, davon zeigte sich Tino Villano, stellvertretender Werksleiter und Umweltbeauftragter, zutiefst überzeugt. Und versprach: „Wir hören da nicht auf!“ Das ganze werde von Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit ibegleitet, die ihm ebenso immer eine Herzensangelegenheit gewesen sei wie das Streben nach gemeinsamen Lösungen. Beweis dessen seien die regelmäßigen Führungen durch das Werk, an denen mittlerweile fast 5000 Personen teilgenommen hätten. Der Lehrpfad stünde der Öffentlichkeit allerdings nicht uneingeschränkt zur Verfügung. Begangen werden könne er nur bei begleiteten Führungen.

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