BI kämpft weiter gegen Umgehung

Die Umleitung der B293 Jöhlingen macht planerisch Fortschritte. Jüngst erst verkündete die Pfinztaler Bürgermeisterin, dass das Regierungspräsidium Ende Februar den Antrag auf Einleitung der Planfeststellung bei der Planfeststellungsbehörde im Regierungspräsidium gestellt habe.

„Die Planfeststellungsbehörde prüft die eingereichten Unterlagen und wird dann die eigentliche Planfeststellung einleiten“, zitierte die Bürgermeisterin aus dem Schreiben an die Gemeinde Pfinztal. Davon lässt sich die Jöhlinger Bürgerinitiative nicht beirren, die gegen die B293-Umgehung Jöhlingen streitet. Jetzt macht sie mit einer neue Aktion auf ihr Anliegen aufmerksam und schickte diese Pressemitteilung:

Kein Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet und flächenhafte Naturdenkmal Attental mit der Maria-Hilf-Kapelle                                                         

(PM) Bei vorfrühlingshaftem Wetter waren Mitglieder der BI Pro Jöhlingen e.V. unterwegs, um an verschiedenen Plätzen nochmals auf Verlauf und Auswirkungen die geplante Ortsumgehung, aufmerksam zu machen. Insbesondere das Ausmaß der Zerstörung und Zerschneidung des Naherholungs-gebiets mit seinen vielen Feld- und Wanderwegen und dem einmaligen Ausblick, konnte von den BI-Mitgliedern vor allem am Standort bei der Maria-Hilf-Kapelle sowie auf dem Weg dorthin aufgezeigt werden.

Bei zahlreichen Gesprächen mit Spaziergängern und Anwohnern wurde viel Verständnis für die Position der BI geäußert. Gerade in den krisenhaften Zeiten der Pandemie sowie der Klimakrise ist die Planung einer Hauptverkehrsachse durch ein Naherholungsgebiet nicht nachvollziehbar und zeigt, wie weit entfernt diese geplante Trasse von der politisch angekündigten Trendwende zu einer ökologisch orientierten neuen Verkehrspolitik ist.

Die geplante Ortsumgehung wird nachweislich nicht – wie immer wieder von der kommunalen      Politik angeführt – zu der erhofften innerörtlichen Entlastung führen. Der LKW-Anlieger- und Lieferverkehr muss weiterhin durch den Ort zum Gewerbegebiet Grund fahren!

Jeder, der den Ort in Richtung Berghausen/Karlsruhe verlassen möchte muss rund  drei Kilometer weiter fahren und das ebenso auf dem Rückweg und dann wird genau das eintreten, was bereits Thema der Haushaltsrede der CDU 2006 war: „Immer mehr Autofahrer wählen die L559 (Jöhlingen-Weingarten) als Ausweichtrasse und sind eine Belastung für den Ortskern!“

Die um wenige Meter verlagerte Straße von einem Ortsrand an den anderen Ortsrandhat eine viel zu geringe Entlastungwirkung für die heute belasteten Anwohner (z.B. Wielandweg) und bringt eine viel zu große Neubelastung für zu viele andere!

Angesichts der hohen Kosten für eine Trasse mit viel zu geringer Entlastungswirkung, einem riesigen Eingriff in Natur und Landschaft verbunden mit einem enormen Flächenverbrauch sollte die Realisierung dieses Projekts nicht weiter verfolgt werden. Der ökologische Eingriff ist zu groß und der ökonomische Mehrwert zu gering!            Für eine tatsächliche Entlastung des gesamten Ortes brauchen wir eine Sperrung für den Nicht-Anlieger-Schwerverkehr und die Reduzierung des Individualverkehrs durch attraktive Angebote des ÖPNV!           

Schwerlastverkehr gehört auf die Autobahn und die Schiene und nicht in den ländlichen Raum!

Die Natur ist unsere Existenzgrundlage und darf nicht für antiquierte und längst überholte Straßenbauvorhaben zerstört werden!

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Kommentare (39)

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    Wössinger

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Mich würde interessieren wie viele Bürger in Jöhlingen tatsächlich für die Umgehung sind und wie viele dagegen, wieviel Fahrzeuge nur durch fahren, die dann weg fallen würden, wenn eine Umgehung gebaut ist. Ich denke inzwischen, die sollen die Umgehung für Berghausen bauen, dann sind Berghausen, Grötzingen und damit auch viele Autofahrer die nur durch wollen entlastet, die paar Meter durch jöhlingen tun effektiv nicht weh.

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    Jöhlinger

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    Moin,

    ich bin recht unentschlossen bei dem Thema. Auf dem Papier sieht es natürlich nur nach einer Verlagerung aus, in meinen Augen werden aber einige Punkte von den Gegnern nicht berücksichtigt.

    Folgende positive Aspekte hat es nämlich auch aus meiner Sicht:

    – die Grünbrücke auf dem Jöhlinger Buckel
    – die Entschärfung des Anstiegs auf den Buckel (besonders bei Schneefall eine deutliche Verbesserung, auch für uns!)
    – Entfall der Troglage der B293 Ortsausgang Jöhlingen zum Buckel hoch –> dieser Bereich entwickelt sich, wenn man die Spuren sich anschaut, derzeit zu einem Unfallschwerpunkt. Dort gab es in der Vergangenheit auch Opfer, das Kreuz am Feldweg steht immer noch!
    – Entschärfung des Unfallschwerpunkts Wössingen Einmündung in die B293
    – und zuletzt, relativ häufig in letzter Zeit gab es Vollsperrungen wegen Unfällen auf der B293, da wurde der Weg zum Rewe aus Jöhlingen raus echt zu einem zeitlichen Problem!

    Da geht es auch um die Sicherheit und nicht nur um die Umfahrung.

    Ja, die Einschnitte im Attental werden dazu in Kauf genommen und ja, ich bin mir sicher, die Pläne sollten noch optimiert werden (vor allem der Lärmschutz). Und ja, nicht nur die LKWs fahren einen Umweg, um auf die B293 zu kommen, auch die Berufspendler – in Summe aber empfinde ich die Lösung als gut.
    Hinzu kommt parallel noch der Ausbau der S4, wir bekommen einen Regional-Express, was ich sehr Begrüße. Ich denke, es braucht die Veränderungen, damit sich Walzbachtal in Summe weiter in eine gute Richtung entwickeln kann.

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      CL

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      Hallo Jöhlinger,
      da stellt sich mir dann doch die Kosten/Nutzen Frage.
      – Eine Verbreiterung und Abflachung des Jöhlinger Buckels wäre mutmaßlich günstiger und hätte einen geringer Veränderung der Natur zur Folge.
      – Um Unfallschwerpunkte zu veringern gibt es auch andere Möglichkeiten, z.b. Geschwindgkeits reduktion, Übersichtlichere Kreuzungen und Ampeln oder Kreisverkehre zu realisieren.
      – Den Durchgangsverkehr für LKWs verbieten. Klingt für mich alles besser, als ne Brücke zu bauen.

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    Dorfmuggel

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    Danke (!!!!!) für diesen Kommentar, der sehr differenziert viele der Vor- und Nachteile aufführt. Es gibt im Leben so gut wie nie eine Lösung, bei der alles perfekt passt. Meine Meinung: unter dem Strich überwiegen für mich die Vorteile. Das ist aber subjektiv und jeder sieht das natürlich anders.

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    Lars

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    Ich bin neben allen sicherlich richtigen Argumenten für die Umfahrung. Als zusätzliche Argumente zu den genannten: Die täglichen Staus nach Karlsruhe und abends dann wieder zurück sind sowohl Lebenszeit als auch Umweltverschmutzung. Es ist und bleibt nun mal die Hauptroute für Berufspendler. Auch ein ausgebauter ÖPNV kann in vielen Bereichen eine zeitlich attraktive Anbindung nicht bieten. 15-30 Minuten Auto (je nach Verkehrslage) vs. 1.15 h ÖPNV in meinem Fall.
    Und gegen den LKW-Verkehr einfach das Durchfahrtsverbot bestehen lassen, und vor allem auch ÜBERWACHEN.

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    winnie

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    In den vergangenen Jahren konzentriert sich die Unfallhäufigkeit auf der Strecke zwischen Berghausen in Richtung Jöhlingen bis zum Jöhlinger Buckel. Dort passieren die meisten Unfälle und auch die schweren Unfälle mit Verkehrstoten. An diesem Streckenabschnitt ändert sich aber rein gar nichts.
    Beim Abschnitt ab dem Jöhlinger Buckel Richtung Bretten ist die Unfallhäufigkeit gering. Genausowenig ändert sich etwas an den stauanfälligen Abschnitten Richtung Karlsruhe wie zB. am Grötzinger Tunnel. Weniger Stau wird eine Illusion bleiben, eher wird die Stausituation durch den zusätzlichen Durchgangsverkehr noch erhöht.
    Ich denke eine gute Alternative zur Umgehung wäre die Sperrung für den LKW-Durchgangsverkehr und statt den Fußgängerampeln eine Brücke für Fußgänger. Man sollte immer bedenken, dass die Fahrzeuge jetzt mit 30 und 50 km/h fahren. Nachher rauschen sie mit 80 und 100km/h vorbei. Vielleicht sollten die Befürworter der Umgehung sich mal ein Bild bei einem vergleichbaren Bauwerk machen, um zu begreifen, welcher Lärm da auf Jöhlingen zukommt.

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      Jöhlinger

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      Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung Als Antwort auf: winnie
      Um den Streckenabschnitt geht es hier aber nicht. Der von dir genannte Abschnitt ist zugegeben auch nicht ohne, allerdings ist die Straße dort aber auch breit genug und nicht so eng wie in der Troglage, wo Leute in der letzten Zeit sehr häufig die Böschung hochfahren aus Angst, mit einem entgegen kommenden Auto / LKW zu kollidieren. Der Trog auf der B293 Jöhlinger Seite ist so nicht mehr tragbar, genauso wie die Bahnunterführung.

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    Jens S.

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Hier noch was zur Grünbrücke: Laut Regierungspräsidium durchschneidet die geplante Trasse einen Wildkorridor von nationaler Bedeutung. Es ist zu befürchten, dass der Bau einer Grünbrücke diese naturzerstörerische Wirkung nur unzureichend kompensieren kann. In einer Zeit zunehmender Landschaftszerschneidung – vor allem durch Straßen – sind Grünbrücken laut BUND eher eine Krücke für Tiere und Natur und nicht selten einfach eine teuere Fehlplanung. Leider viel zu oft würden sie nur einen sehr kleinen Beitrag bezogen auf die Folgen der Zerschneidung leisten.
    Bei bereits vorhandenen Straßen können Grünbrücken natürlich positive Auswirkungen für die Tierwelt haben, als Teil eines Neubauprojekts wie in Jöhlingen dient sie wohl eher als 2,5 bis 5 Mio. teures Alibi zur Kompensation ökologischen Fehlverhaltens.
    Hier wird etwas Gutes (nationaler Wildkorridor) durch etwas Schlechteres (Grünbrücke) ersetzt und auch noch schön geredet. Was ist das für eine Logik? Die beste Lösung ist immer noch Verhinderung der Landschaftszerschneidung durch Nichtbau unnötiger Straßen.

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      Jöhlinger

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      Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung Als Antwort auf: Jens S.
      Damit kann eigentlich ja nur der Buckel gemeint sein, in dessen Bereich es in der letzten Zeit recht viele Wildunfälle gab. Ein Keil in den Buckel rein zu jagen – auf diesen könnte man in der Tat verzichten (und somit die Nachteile des Buckels von heute beibehalten), dennoch finde ich die hier angepeilte Lösung recht charmant. Auch wenn sie Geld kostet. Besser wäre sicherlich direkt ein Tunnel unter dem Buckel durch. Dieser Tunnel würde dann wahrscheinlich auf der Jöhlinger Seite an der Stelle der Brücke wieder ans Tageslicht kommen. Aber das wird sicherlich niemand bezahlen wollen.

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    D.Füxel

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke auf der B10 und auch auf der B3 ist höher als die auf der B293. Beide Straßen sollen jedoch zur Landstraße abgestuft, der Verkehr auf die B293 verlagert werden. Dafür baut man in Jöhlingen dann eine Trasse für über 30 Millionen Euro, zerstört Natur und Landschaft, ein Naherholungsgebiet etc.
    Eine Sperrung für den LKW-Durchgangsverkehr auf der B293 zwischen Berghausen und Bretten wird abgelehnt, weil dadurch angeblich Verkehr auf andere Straßen verlagert wird. Aber es ist doch genau umgekehrt – der LKW-Verkehr wird von der B10 und B3 auf die B293 verlagert. Geklärt werden müsste, wieviel des durchfahrenden LKW-Verkehrs aufgrund der ab Berghausen gesperrten B10 auf die B293 ausweicht, um in Bretten auf der B35 in Richtung Stuttgart weiterzufahren! Das viele Geld für den Bau einer solch sinnlosen Straße, die nur noch mehr Durchgangs- und Ausweichverkehr generiert, sollte für andere – wichtigere – Dinge ausgegeben werden!

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      Waidelich Arnd

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      Interessant die Bemerkung, die B3 und die B10 würden zur Landstraße heruntergestuft. Wo genau kann man diese Information abrufen?

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    Wengerder

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Wer Erfolg haben will, muss die richtigen Fragen stellen (Aristoteles). Trotzdem hier die Antwort: Paragraph 2 Absatz 4 FStrG.

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      Waidelich Arnd

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      Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung Als Antwort auf: Wengerder
      Fstrg §2, Absatz 4: Eine Bundesfernstraße, bei der sich die Verkehrsbedeutung geändert hat und bei der die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 weggefallen sind, ist entweder unverzüglich einzuziehen, wenn sie jede Verkehrsbedeutung verloren hat oder überwiegende Gründe des öffentlichen Wohls vorliegen.
      Wo steht da etwas von B10 oder B3???

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    winnie

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    @ Jöhlinger
    Ich hab doch geschrieben, dass die Unfallhäufigkeit ab dem Jöhlinger Buckel Richtung Bretten gering ist. Dies beinhaltet doch sämtliche Teilbereiche, die du aufgeführt hast. Die von dir aufgeführten Probleme würden sich sehr schnell durch das schon in zig Kommentaren bei NADR vorgeschlagene Durchfahrtsverbot für LKW lösen lassen. Durchfahrtsverbote werden in ganz Deutschland realisiert und das bei Straßen, die gut bzw. besser ausgebaut sind!
    Wieso also 30 Mio Euro zum Nachteil von Natur und Umwelt verschwenden?
    Wurden die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt? In anderen Kommunen wird dafür gekämpft, dass der LKW-Verkehr aus dem ländlichen Raum verbannt wird, nicht am Ort vorbeiführt – in Jöhlingen dagegen scheint man sich über eine Hauptverkehrsachse zu freuen, die zu noch mehr Verkehr führt!

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    Wengerder

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    Vollständig informieren ist nicht übel. … oder unverzüglich dem Träger der Straßenbaulast zu überlassen, der sich nach Landesrecht bestimmt (Abstufung).

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      Waidelich Arnd

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      Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung Als Antwort auf: Wengerder
      Ich wiederhole meine Frage: wo steht in diesem Paragraph B10 und B3?

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        Jens S.

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        Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung Als Antwort auf: Waidelich Arnd
        Vielleicht kann ich helfen: Abstufungskonzept der Bundesregierung, Januar 95, an zweiter Stelle die B10 Berghausen nach Pforzheim, Länge 24,0 km (Bundesdrucksache 13/5380)

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          Waidelich Arnd

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          Danke für die Aufklärung. Das war 1995. Aber glaubt denn jemand allen Ernstes, dass ausgerechnet einer der Verkehrsschwerpunkte des Landkreises zu einer Landesstraße zurückgestuft wird, selbst wenn es irgendwo auf einem Uralt-Papier steht?

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            bauigel

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            Verkehrsstärke ist da vollkommen egal, es geht darum, ob der Verkehr als regional definiert werden kann. Und das betrifft in den Abstufungskonzepten die autobahnparallelen B10, B3 und B36, aber z. B. auch in der Nicht-Hochstufung die Südtangente zwischen Kreuz Karlsruhe Mitte und Kühlen Krug, die in diesem Abschnitt ja auch nur eine städtische Straße der Stadt Karlsruhe ist…

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            Waidelich Arnd

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            Danke für die Infos. Ich hab – das gebe ich zu – in dieser Frage den gesunden Menschenverstand walten lassen, ergänzt allerdings mit einem Blick auf den zitierten Paragraphen §2, Absatz 4 des Fernstraßengesetzes, in dem nichts – wie behauptet – zur Herabstufung von B3 und B10 steht. Diese Frage ist ja aber in der Diskussion um die Jöhlinger Ortsumgehung nur ein Nebenkriegsschauplatz, der nichtsdestotrotz einen Kommentator so heiß laufen lässt, dass er „dem Herrn Waidelich“ empfiehlt „einen Journalistenkurs für Anfänger bei der VHS“ zu belegen, weil er ja „noch nie eine gute journalistische Recherche zu Stande gebracht hat“ (Zitat Ende). Wem das Studium meiner Website solche Schmerzen verursacht, für den habe ich ein ganz einfaches Rezept parat: Einfach zukünftig auf den Besuch von http://www.nadr.de verzichten!

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    Sabine

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Sehr guter Beitrag! Endlich spricht es mal jemand aus! Viel zu viele Jöhlinger machen sich viel zu wenig Gedanken über das, was durch die geplante Trasse auf Jöhlingen tatsächlich zukommt. Entweder es interessiert sie nicht oder sie lassen einfach die Fakten außer Acht. Bei der OU handelt es sich um eine Hauptverkehrsachse, was für Jöhlingen noch mehr Verkehr bedeutet. Auch Zeitersparnis und weniger Stau ist Illusion.
    1. Wenn die Jöhlinger morgens im Berufsverkehr auf die B293 in Richtung Karlsruhe fahren möchten, sind sie Linksabbieger, d.h. der Gegenverkehr hat Vorfahrt.
    2. Jeder der diese Strecke nutzt, muss ca 3 km mehr fahren als bisher.
    3. Staufreiheit in Berghausen und Grötzingen wird es nicht geben. Der Grötzinger Tunnel ist heute schon an seiner Belastungsgrenze – wie soll der Tunnel dann die prognostizierte Verkehrszunahme bewältigen? Laut Verkehrsexperten machen Kreisverkehre ab einer bestimmten Verkehrsstärke den Verkehr langsamer. Weiterhin stellt sich die Frage, ob mit dem Bau der Ortsumgehung nicht sämtliche Tonnagebeschränkungen wegfallen. Fahren hier dann künftig 40 Tonner vorbei? Lastzüge mit Anhänger??? Lebenszeit bleibt leider weiterhin und leider noch viel mehr im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Strecke“!

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    Wengerder

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    Dazu muss man die Festlegungen der letzten 30 Jahre nachlesen. Könnte man unter dem Begriff ordentliche Recherche verstehen.

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      Waidelich Arnd

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      Ich weiß eine noch bessere Alternative: Wenn man so ein Schlaumeier ist, dann könnte man sein Wissen einfach mitteilen anstatt rumzuschwurbeln und von anderen eine zeitintensive Recherche zu verlangen.

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    Wengerter

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Danke Jens S, sie hätten neben der B 10 auch noch die in dem „uralten“ Papier aufgeführten B 3 und B 36 nennen können, die in „jüngster“ Zeit in großen Teilen aufgrund der „uralten“ Festlegungen abgestuft wurden. Rechtliche Fakten sollten nicht zur Glaubensfrage eines einzelnen Unwissenden abqualifiziert werden. Wenn die nicht vorhandene Notwendigkeit einer Bundesstraße für den Fernverkehr nachgewiesen wird, ist der Bund nicht mehr zur Zahlung einer Ortsumfahrung zu verpflichten. Diese Tatsache ist aus dem Jahr 1953 und auch „uralt“. Sie wurde „jüngst“, nämlich am 8. Juli 2020, von der Bundesregierung wieder einmal verständlich wiederholt und ist in der Bundestagsdrucksache 19/21130 nachzulesen. Auch in einem Leserbrief von Herrn Blattmann „jüngst“ in den BNN.

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    Lisa

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    Ich verfolge die Kommentare zur B293 Ortsumgehung, sehr interessant. Ich kann die Befürworter der Ortsumgehung nur bitten, befasst euch mit den Fakten, nur dann könnt ihr urteilen und wissen, was da tatsächlich geplant ist und auf Jöhlingen zukommt! Die Befürworter behaupten leider sehr viel und haben wenig Kenntnis und das ist schlicht und ergreifend schlecht.

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    Olaf

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    Ja, Lisa, das stimmt leider. Das sehe ich auch so, viele Befürworter reden an den Fakten vorbei. Deshalb hier noch eine wahre Begebenheit:
    Person A trifft Person B. Person B sagt: „Ich bin für die Umgehung weil der Verkehr fließen muss.“ Sagt Person A: „Du weißt aber schon, was hier gebaut wird und wie viele Kilometer du nachher mehr fahren musst?“ Antwortet Person B: „Das ist mir egal, ich fahre dann über Weingarten.“
    Mein Rat: Leute, denkt nochmals nach und setzt euch mit dem Thema auseinander – wer braucht diese Straße?

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    Benni

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Die Frage von Herrn Waidelich nach den Herunterstufungen der B 3 und der B 10 hat doch sachliche und fachliche Informationen ausgelöst. Mir wurde einiges klarer. Wäre es nicht hilfreich, auch zur B 293 und zur B 35 eine solche Inforunde ohne persönliche Angriffe oder Beleidigungen zuzulassen?

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      Waidelich Arnd

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      Klar doch: Zu den beiden Umgehungen gibt es ja bisher schon mehr erfreulich sachlich und fachlich fundierte Kommentare als ich je dachte. Da gibt es keine Einschränkung außer jene der Vermeidung von persönlichen Angriffen und Beleidigungen. Insofern: Ich würde mich freuen, wenn ich die Diskussion um die Umgehungen ein Stück weiter begleiten dürfte.

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    Wingerter

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    Wingerter (bitte nicht mit Wengerder verwechseln)

    Das wäre eine gute und hilfreiche Sache wenn NadR eine Diskussion über die sehr aktuelle Thematik der B 293 zulassen würde. Die BNN weigert sich, darüber zu berichten. Bekannt und akzeptiert sollte als Voraussetzung für eine sachliche Debatte sein, dass die B 293 von der Ortsmitte Berghausen auf der derzeitigen B 10, über die AS Nord der A 5, über die AS KA-Durlach und über den Ostring (B 10) auf der Kriegsstraße (B 10) bis zum Kühlen Krug geführt wird. Dann soll die B 293 die B 10 verlassen und hinter der Hardtschule über die B 36 bis Neureut verlaufen. Von dort als Nordumfahrung von Knielingen über den Rhein (mit der 2. Rheinbrücke) zur B 9 verbunden werden. Damit soll der gesetzlich geforderte Netzschluss (Paragraph 1 Abs. 1 FStrG) von Bundesfernstraßen hergestellt werden. Sollte es daran Zweifel geben, müssten die jetzt bereits artikuliert werden, ansonsten kann man nicht verstehen, was der Bundestagsausschuss am 17.12.2020 beschlossen hat. Bekanntlich sieht das Bundesverkehrsministerium die bislang vom Land behauptete Fernverkehrsbedeutung dieser neuen B 293 als nicht gegeben an. Wenn sich diese Rechtsauffassung so bewahrheitet, dann verfügt aber auch die B 293 von Bretten bis Berghausen nicht über die erforderliche Fernverkehrsbedeutung, also auch nicht in Jöhlingen und auch nicht um Jöhlingen herum.

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    Suchende

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    Kann mir jemand erklären was Fernverkehrsrelevanz ist?

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    Hopfentunnler

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Internet: Rechnungsprüfungsausschss, Sitzung vom 18. Dezember 2020, Tagesordnungspunkt 11, Bericht nach Paragraph 88 Abs. 2 BHO über die Fernverkehrsrelevanz von Bundesfernstraßen, Ausschussdrucksache 301. Kompetenter und aktueller geht es nicht.

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    Susanne

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Würde mich auch interessieren, was genau Fernverkehrsrelevanz bedeutet und welche Rolle diese bei der Ortsumfahrung B 293 spielt.

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    Hopfentunnler

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    Als Antwort auf: BI kämpft weiter gegen Umgehung
    Liebe Susanne, leider will Herr Waidelich keine Informationen von uns mehr zulassen und auch den bereits am 20. März 2021 um 20:11 Uhr genannten Bericht nach § 88 BHO nicht abdrucken, noch nicht einmal auszugsweise. Versuchen Sie die Info oder den Bericht über eines der drei B 293-Rathäuser in Walzbachtal, Pfinztal oder Karlsruhe zu bekommen. Dort müsste der Bericht vorliegen.

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      Waidelich Arnd

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      Lieber Hopfentunnler, Wingerter, Suchender, Sankt Florian oder als was auch immer Sie sonst noch Ihre Kommentare einreichen: Ich werde von dem Prinzip nicht abweichen, dass Kommentare nur unter einem Namen oder einem Pseudonym veröffentlicht werden dürfen. Gerne aber unter einem einzigen Namen. Die Netiquette hat ihren Grund und ist bei den meisten anderen Portalen genau so selbstverständlich. Dafür gibt es gute Gründe, die sich jedem eigentlich sofort erschließen müssten.

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    Adlerauge

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    Gibt es noch eine Info, was Fernverkehrsrelevanz ist? Gerne auch von NadR.

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    Wengerder

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    Ist es wirklich so wichtig, zu wissen, wer eine sachliche Argumentation vorträgt oder wäre es nicht wichtiger, was sachlich vorgetragen wird, egal von wem? Ab sofort werden alle Gedanken innerhalb unseres Arbeitskreises wunschgemäß nur noch vom Wengerder vorgetragen, möglicherweise nicht immer von seiner IP-Adresse. Wir befassen uns vor allem mit der Tatsache, dass wir durch die gewünschte B 293-Ortsumfahrung Jöhlingen mehr „Individualverkehr“ nach Weingarten in unsere Jöhlinger und Durlacher Straße bekommen werden, wie bereits vom Sankt Florian vorgetragen wurde. Gibt es Zweifel, dass wir in Weingarten unsere Sorgen schon jetzt artikulieren dürfen, auf Dauer den „Individualverkehr“ zu bekommen, der in Jöhlingen stört? Sollte das bei NadR nicht erwünscht sein, genügt ein Hinweis.

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      Waidelich Arnd

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      Danke für das „Outing“, dass es sich bei Wengerder&Co um einen Arbeitskreis aus Weingarten handelt. Wenn dieser Arbeitskreis auf NadR unter einer IP und einem Namen kommentieren will – dann ist das nicht nur kein Problem, sondern ich freue mich darüber. Die Belastung der Jöhlinger Straße in Weingarten wird ja während der kurzen aber eben doch Sperrung der B10 und B293 in diesem Sommer ganz enorm werden und – ich wage mal die Prognose – auf der L559 für ein riesiges Problem sorgen.

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