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Bewahrer

Historisch Interessierte kümmern sich um steinerne Zeugnisse

„Steine für die Ewigkeit“, unter diesem Motto will eine an der Heimatgeschichte interessierte Gruppe rund um den Jöhlinger Heimatforscher Jürgen Protz eine Gedenkstätte in der ehemaligen Aussegnungshalle im alten Jöhlinger Friedhof einrichten. Keinen besseren Ort hätte die Gruppe, die sich selbst „Bewahrer alter Kulturgüter“ nennt,

für diese Idee finden können, kündet doch schon die Eingangstür der leer stehenden Kapelle von dem Motto „Den Erben zum Vermächtnis“.

Manfred Lotsch, Manfred Brauch, Jürgen Protz, Werner Deuscher, Frank Wipfler und der ehemalige Bürgermeister Hans-Dieter Mahler wollen dort eine seit Jahren durch diverse Köpfe geisternde Idee realisieren. Sie möchten den vielen Grenzsteinen, Kreuzen, Grabplatten oder Türstürzen alter Gaststätten aus Wössingen und Jöhlingen eine würdige Heimat schaffen. Die sechs „Bewahrer alter Kulturgüter“ sind derzeit am Werkeln, um diesen Plan umzusetzen.

Drei sichern, Manfred bohrt.

Es ist schwere Arbeit, die die Gruppe dabei zu verrichten hat und das im wortwörtlichen Sinn. Mehrere Zentner schwer sind teilweise die Exponate, die die Wände in der ehemaligen Aussegnungshalle zieren sollen. Das Prunkstück ist die Grabplatte des Ritters Merklin von Wössingen. 1374 in Wössingen verstorben wollten seine Nachfahren mit einer zweieinhalb Meter hohen und einer Tonne schweren Sandsteinplatte für sein ewiges Gedenken sorgen. Das lange Zeit als verschollen geltende, älteste, exakt nachweisbare, steinerne Zeugnis der Wössinger Geschichte standsicher an der Rückwand der Kapelle anzubringen, hat allen Schweiß der Edlen gefordert.

Knifflige Probleme lösen Manfred Brauch und Werner Deuscher mit der Flex

In der Enge der ehemaligen Friedhofskapelle kann man nämlich nicht mit Kränen arbeiten. Da ist die Muskelkraft der Rentnertruppe gefordert und alte Handwerkstechnik. Mit dem Flaschenzug und einem Gerüst Marke Eigenbau werden die zentnerschweren Exponate an ihren künftigen Stellplatz gehievt. In dieser Situation macht sich positiv bemerkbar, dass etliche aus der Gruppe beruflich einen handwerklichen Hintergrund haben.

„Bewahrer alter Kulturgüter“ – Manfred Lotsch, Manfred Brauch, Werner Deuscher, Frank Wipfler, Jürgen Protz, und der ehemalige Bürgermeister Hans-Dieter Mahler

Die Pforten zu dem Heimatmuseum sollen sich öffnen, so bald die letzten Steine stehen. Die sechs Recken hoffen auf die Einweihung noch im Frühjahr 2020. Besuch soll nach Voranmeldung möglich sein. Informationen über die einzelnen Exponate werden den Besuchern durch eine Begleitbroschüre zur Verfügung stehen.

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