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Bestwerte für Walzbachtal

Revierleiter Brenner legte Polizeibericht vor
Den Polizeibericht für Walzbachtal und das Jahr 2016 legte Bernhard Brenner dem Gemeinderat vor. Bürgermeister Karl-Heinz Burgey („eine wichtige Angelegenheit“) zeigte sich schon vorher wohl informiert und kündigte an, er sehe dem Bericht mit großer Zuversicht entgegen. Er sollte Recht behalten. Ein ums andere Mal wartete der Leiter des Polizeireviers Bretten mit der Formulierung auf: „Der beste Wert im ganzen Revier“. Bei der Kriminalitätsstatistik schrammte Walzbachtal gar ganz knapp am Bestwert des Landkreises vorbei.

Obwohl es mit 246 Straftaten ein Plus von 14, 4 Prozent gegeben habe, sei nur in Knittlingen die Quote um Haaresbreite besser. Im Revierbereich hingegen schneide Walzbachtal eindeutig am besten ab, informierte Brenner und fügte hinzu: „Walzbachtal ist die unproblematischste und in weitem Umkreis die sicherste Gemeinde. Das kann einen schon beruhigen, dass man in so einer Gemeinde lebt.“ Auch bei der Aufklärungsquote glänze der Polizeiposten mit einer deutlich über dem Landkreisschnitt liegenden Quote. Die Jugendkriminalität entwickle sich „super“. So positive Werte habe er in keiner anderen Gemeinde mehr.

„Herausragend gut“ sei auch die Zahl der Polizeieinsätze in den Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge, sagte Brenner. Es habe nämlich im Gegensatz beispielsweise zu Oberderdingen praktisch keine gegeben. Jegliche Sorgen in dieser Hinsicht seien absolut unberechtigt.

Die positive Bilanz fing schon bei der Unfallstatistik an. Während es im Revier eine deutliche Steigerung gab, ging die Zahl der Unfälle in Walzbachtal von 179 auf 159 zurück. Trotzdem werde im gesamten Revier dem Aspekt der Überwachung des fließenden Verkehrs sehr viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müssen, denn es habe vier Unfalltote („eine harte Nummer“) gegeben. Es werde deutlich mehr Verkehrskontrollen im Bereich der äußerst gefährlichen Handynutzung oder der Missachtung der Gurtpflicht geben, kündigte Brenner an.

Raubdelikte habe es 2016 keine gegeben. Dafür seien die Sachbeschädigungen in die Höhe geschnellt. Am Trend zum Vandalismus im öffentlichen Raum wie auch dem zu Körperverletzungen komme auch Walzbachtal nicht herum. „Man scheint die Konflikte wieder mehr mit der Hand als mit dem Mund lösen zu wollen“. Bei den Sexualdelikten dominiere mit vier Fällen der Exhibitionismus, wovon zwei Fälle aufgeklärt werden konnten.

Bei den Betrügereien habe es eine Steigerung von 50 auf 61 Fälle gegeben. Bei schweren und leichten Diebstählen hingegen ein Absinken. Besonders stolz sei er auf die Zahlen zu den Wohnungseinbrüchen, meinte Brenner und berichtete von einem deutlichen Rückgang. Das Revier erziele den besten Wert im Landkreis und Walzbachtal den tiefsten Stand seit vielen Jahren. „Wir stehen einzigartig gut da“ bilanzierte ein stolzer Revierleiter. Das sei einem ebenso einzigartig großen Personaleinsatz zu verdanken. Die Präsenz auf den Straßen sei fast verzehnfacht worden. Die Brenner-Bilanz: „Wir geben alles und das zahlt sich aus.“

Deutlich mehr Delikte habe es beim Rauschgift gegeben. Sie lägen aber weit hinter den anderen Zahlen im Revier zurück. Seine Mitarbeiter hätten dort „einen guten Riecher“. Wenig Freude im Gemeinderat entfachte Brenner mit seiner Bemerkung, die Polizei werde sich aus diversen Aufgaben wie etwa Absperrmaßnahmen zurückziehen, um nach Anweisung der Landesregierung mehr Kapazität für Terrorprävention zu haben.

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