Best Ager bereit für soziales Engagement

Walzbachtaler Seniorenbeirat vor Neubesetzung

Die deutsche Gesellschaft wird immer älter. Den Senioren bleibt damit im Gegensatz zu früher ein immer längerer Zeitraum auch für soziales Engagement. Und die sogenannten Best Ager der Gegenwart sind durchaus bereit zur Mitarbeit in ihren Kommunen.

Das zeigt sich in den Seniorenbeiräten. Kreisweit haben 14 von 32 Gemeinden solche Institutionen, die den Gemeindeverwaltungen zugeordnet sind.

In Walzbachtal gibt es einen solchen schon seit vielen Jahren. Heute wird er geleitet von Fritz Beran. Der 74-Jährige ist einer jener Best Ager, die von ihrer langjährigen, beruflichen Arbeit profitieren. Durch seine Erfahrung in der Verwaltung von Bosch bot sich die Mitarbeit im Walzbachtaler Seniorenbeirat an: „Nach einer vom Seniorenbeirat initiierten Umfrage über die Situation der Senioren in Walzbachtal hat man mich gebeten, an der Auswertung der Fragebogen mitzuarbeiten“, erinnert sich Fritz Beran.

Er ließ sich nicht lange bitten in einer persönlichen Situation, in der er gerade nach einer Möglichkeit für ein sinnvolles Engagement in der Gemeinde gesucht hatte. Er war gern bereit ein bisschen mehr Öffentlichkeit darüber zu schaffen, wo der Schuh bei den Senioren in Walzbachtal drückt. Bei der Umfrage habe es sich gezeigt, dass nur mehr bei einem Drittel aller Senioren die Kinder noch in der Nähe oder im Dorf wohnen. Daraus ergebe sich eine vielfältige Handlungsmöglichkeiten und Bedürfnisse.

Im Augenblick steht es darum jedoch schlecht. In Zeiten von Corona liege die Arbeit im Seniorenbeirat natürlich darnieder. Gegenwärtig gebe es natürlich keine Sitzungen. Da aber eine Neubesetzung des Seniorenbeirats für Mai vorgesehen sein, sei er gerade mit den Vorbereitungen beschäftigt diese Neukonstituierung über Videokonferenzen zu organisieren und vorzubereiten. Die Zusage von acht der elf bisherigen Mitglieder habe er, sich auf jeden Fall weiter zu beteiligen.

Unter der Zwangspause leidet auch das letzte Projekt, das an der Seniorenbeirat angeschoben hatte. Die Seniorenbänke, die an verschiedenen Stellen im Dorf bereits aufgestellt wurden, konnten noch nicht offiziell in Betrieb genommen werden. Sie werden deshalb bis jetzt als bloße Sitzgelegenheit genutzt.

Die letzte tatsächliche Aktion fand am 13. Juli 2019 statt mit einer Demonstration der Mobilitätshilfen, die von den Walzbachtaler Senioren genutzt werden. Eine gelungene Aktion, die vor dem Bürgertreff im betreuten Wohnen im „Haus am Gängle“ auf großes Interesse stieß. Beran hofft, dass der Seniorenbeirat diese Aktion im September 2021 wiederholen kann.

Diese letzte steht am Ende einer langen Kette von Aktionen und Veranstaltungen, die der Seniorenbeirat seit seiner Gründung im Februar 2006 durchgeführt hat. Seine Mitglieder werden nach Vorschlägen aus der Bürgerschaft vom Bürgermeister ernannt. Er soll, so steht es in seinen Leitlinien, „die Interessen und Bedürfnisse der älteren Generation in der Gemeinde Walzbachtal vertreten.“ In mittlerweile vier Amtszeiten „hat er sehr gute und wertvolle Arbeit geleistet und Akzente im Seniorenbereich gesetzt“, betont Sozialarbeiterin Beate Platz, die in vielen Fällen die organisatorischen Fäden in der Hand hält.

Darunter sind durchaus moderne Fortbildungsveranstaltungen wie etwa PC- und Internet-Schulungen, die Beteiligung am Aufbau eines „Sozialen Netzes Walzbachtal“ oder die Umsetzung des Projektes „Begleitet Wohnen zu Hause“. Oberstes Ziel bleibt es laut Präambel, „die Selbstständigkeit älterer Menschen zu erhalten, ihre gesellschaftliche Beteiligung zu ermöglichen und auch einzufordern, sowie ihre Aktivitäten und Fähigkeiten im gesamtgesellschaftlichen Interesse zu fördern.“

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Kommentare (3)

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    Lothar Schmitt

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    Als Antwort auf: Best Ager bereit für soziales Engagement
    Was heist Best Ager. Es gibt auch Leute die nicht englisch können.

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      Waidelich Arnd

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      Ein bisschen Anglizismus darf auf NadR schon sein. Wer im Internet unterwegs ist, für den müsste es ein Leichtes sein bei Herrn Google „Best Ager“ einzugeben.

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    Lothar Schmitt (Bretten)

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    Als regelmäßiger Leser dieses Blogs bin ich gerade etwas erschrocken.
    Wer hat sich da meines Namens bemächtigt? Oder soll es in der Region noch mehrere Leute mit diesem Namen geben? Ok, Schmitt ist so selten auch wieder nicht.
    Möchte nur betonen, dass ich eine solch seltsame Frage nicht stellen würde. Schließlich gehöre ich als Ü65 zur angesprochenen Gruppe 😉

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