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Unbürokratisch will Rolf Martin vom Jobcenter des Landkreises handeln

Bereit zum Engagement

Walzbachtaler Arbeitgeber wollen Flüchtlingen Chancen geben
Flüchtlinge in Arbeit zu bringen ist ein der wichtigsten Aufgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Sie ist nicht einfach. Sprache ist meistens das größte Hindernis, fehlende Ausbildungsnachweise ein anderes. In dieser Situation tun sich viele Arbeitgeber mit der Einstellung Geflohener schwer. In Walzbachtal wurde jetzt der Versuch gestartet, diese Kluft direkt vor Ort mit Hilfe Walzbachtaler Arbeitgeber zu überbrücken. Die Gemeinde lud zu einem „Informationsforum zu Beschäftigungsmöglichkeiten von geflüchteten Menschen“ ein.

Rolf Martin. Geschäftsführer  des Jobcenters des Landkreises Karlsruhe (links) informierte über Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge ,

Rolf Martin. Geschäftsführer des Jobcenters des Landkreises Karlsruhe (links) informierte über Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge ,

Von 120 von der Gemeindeverwaltung angeschriebenen Betrieben waren vier erschienen. Die allerdings zeigten sich enorm engagiert und hatten teilweise schon selbst Fühler ausgestreckt. Schon bei der ersten Vorstellungsrunde der Teilnehmer, unter denen sich auch viele Mitglieder der Flüchtlingshilfe Walzbachtal befanden, wurde das enorme Interesse der erschienenen Betriebe deutlich. Einer hatte sogar einen Flüchtling ein kurzes Praktikum absolvieren lassen.

Jetzt ging es darum, wie dies wiederholt oder gar mit einer Einstellung vertieft werden könnte. Die rechtlichen und formalen Bedingungen dafür beschrieb Rolf Martin. Im Landkreis gebe es rund 1000 vermittlungsfähige Flüchtlinge, informierte der Geschäftsführer des Jobcenters des Landkreises Karlsruhe. Vor allem Praktika beschrieb er als sehr unbürokratische Möglichkeit, diesen Menschen den ersten Kontakt zur deutschen Arbeitswelt zu vermitteln.

Noch einfacher sei das Modell der „Hospitation“, das Bettina Lichter vorstellte. Sie und ihre beiden Kümmerer-Kolleginnen aus dem Landratsamt Janine Gerber und Michelle Nees betonten die wichtige Rolle, die Ehrenamtliche beispielsweise beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen übernehmen. Die Fachleute konnten den Mitgliedern der Flüchtlingshilfe wertvolle Tipps geben, wie sie ihre Bemühungen in diesem Bereich erfolgreicher gestalten können. Noch wertvoller waren allerdings die direkten Kontakte, die sich im Anschluss an die Veranstaltung zwischen den Vertretern der Betriebe und dem Jobcenter ergaben. Gerade dadurch sahen sich die Sozialarbeiterin Beate Platz und der Leiter des Bürgerservice Steffen Riegsinger als Organisatoren Veranstaltung in ihren Bemühungen bestätigt.

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Kommentare (1)

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    mmm

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    Zu: Bereit zum Engagement
    Sehr schade, dass nicht alle Walzbachtaler Betriebe angeschrieben wurden. Diese Veranstaltung hätte mich auch interessiert. Oder kamen die Einladungen nicht an? „Von 120 von der Gemeindeverwaltung angeschriebenen Betrieben waren vier erschienen“ – Kann ja in unserer Gemeinde schon mal vorkommen 🙂

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