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Bedenken wegen Rissen

Initiativkreis Energie Kraichgau beteiligte sich an Demo am Atomkraftwerk Neckarwestheim

(PM) In unmittelbarer Nähe zum Kraichgau ist Neckarwestheim II der letzte noch laufende Atomreaktor – im Moment ist er heruntergefahren und wird einer Revision unterzogen. Vor diesem Hintergrund und um auf die besonderen Sicherheitsrisiken in diesem AKW hinzuweisen fand am letzten Sonntag eine Demonstration direkt am Atomkraftwerk statt. Durchgeführt wurde sie von Gruppierungen aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, der Initiativkreis Energie Kraichgau (IEK) war mit dabei.

Die Forderung an die Landesregierung in Stuttgart: dieses Atomkraftwerk darf nicht wieder ans Netz gehen! Worum geht es? Im Atomkraftwerk Neckarwestheim wird die Hitze des Reaktorkerns vom Kühlwasser des Primärkreislaufs aufgenommen und dann in einem Wärmetauscher an den Sekundärkreislauf übertragen. Im Sekundärkreis befinden sich dann die Turbinen für die Stromerzeugung, angetrieben von dem Wasserdampf, der im Wärmetauscher erzeugt wird. Und diese Wärmetauscher des AKW Neckarwestheim sind ein Sicherheitsproblem: in den dünnwandigen Rohren wurden bisher fast 300 Risse entdeckt, die z.T. bereits bis auf 0,1 mm an die Rohroberfläche gewandert sind. Ein Abriss von Rohren im Wärmetauscher birgt das Risiko eines nicht mehr beherrschbaren schweren Atomunfalls, wie Nuklearexperte Prof. Mertins, Köln in seiner fachlichen Stellungnahme darlegt.

Die Forderung der Umweltverbände daher: der Reaktor Neckarwestheim II darf nicht wieder ans Netz gehen, die Atomaufsicht in Stuttgart darf die Genehmigung zum Weiterbetrieb nicht erteilen. Verbunden wurden diese Forderungen mit einem klaren Votum für einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) wie Photovoltaik, Windenergie und Biogas sowie der Energiespeicherung. Hierfür ist ein Abbau der vielen Hemmnisse für EE notwendig, zu denen die Ausschreibungspflicht für größere Anlagen und eng gefasste Ausbaukorridore gehören. Zudem müssen zügig Regelungen verabschiedet werden, damit über 20 Jahre alte, aber funktionstüchtige PV-Anlagen weiterhin Strom in das deutsche Stromnetz einspeisen können.

Weitere Informationen zum Sicherheitsrisiko des AKW Neckarwestheim und zu Erneuerbaren Energien unter www.energie-kraichgau.de sowie auf www.ausgestrahlt.de .

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