Baubeginn 2025?

Ansgar Mayer über den Start der Ortsumfahrung B293 Jöhlingen / Christian Jung beim Bürgermeister

Die Meldungen zur geplanten B-293-Umgehung Jöhlingen überschlagen sich. Unwägbarkeiten um den Start des Planfeststellungsverfahrens hat das Regierungspräsidium mit einer Stellungnahme beseitigt und wies auf die pandemiebedingten Verzögerungen hin. Die Bürgerinitiative Pro Jöhlingen hat sich zu dem Thema selbstverständlich auch zu Wort gemeldet.

In den letzten Tagen standen die beiden Landtagsabgeordneten Jung und Mayer zu dem Thema auf der Matte, bzw. an der B293 und vor dem Rathaus. Von beiden kam eine Pressemeldung. Zunächst hier die von Ansgar Mayer:

(PM). „In den letzten Tagen wurde häufig darüber spekuliert, ob die Ortsumfahrung der B293 in Jöhlingen überhaupt gebaut werden wird.“ Ansgar Mayr, CDU-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Bretten und Nicolas Zippelius, CDU-Kandidat für den Bundestag trafen sich aus diesem Anlass erneut vor Ort mit Tino Villano, Vorstandsmitglied der CDU Walzbachtal, der die Situation erläuterte. „Die aktuelle Belastung der Anwohner durch Lärm und Abgase ist enorm“, waren sich Mayr und Zippelius einig. „Umso erleichterter sind wir, dass das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur bestätigt hat, den Bau der Ortsumfahrung nach wie vor zu planen, um die Gemeinde Walzbachtal vom Durchgangsverkehr zu entlasten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen,“ so die beiden CDU-Politiker in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Das Ministerium rechnet auf dieser Strecke in den kommenden Jahren mit einem weiter ansteigenden Verkehrsaufkommen. „Auch wenn in Zukunft mehr Elektrofahrzeuge vorhanden sein werden, wird das Gesamtverkehrsaufkommen weiter steigen und damit weiter eine Belastung für die Anwohner darstellen. Umso wichtiger ist es, dass der Verkehr aus dem Ort herauskommt,“ so CDU-Kandidat Nicolas Zippelius.

Irritiert zeigte sich der Landtagsabgeordnete Ansgar Mayr über das Gerücht, der Baubeginn könne frühestens 2030 erfolgen. „Ich habe daher mit Regierungspräsidentin Sylvia Felder Kontakt aufgenommen. Geplant ist demnach ein Baubeginn bereits im Jahr 2025, sofern es im laufenden Prozess mit allen Beteiligten weiter optimal läuft,“ so Ansgar Mayr abschließend.

Jung sieht zügigen Baubeginn bei der B293-Ortsumgehung als dringend erforderlich

(PM).  Zu einem Gespräch mit Bürgermeister Timur Özcan kam der FDP-Landtagsabgeordneter Christian Jung (Wahlkreis Bretten) ins Rathaus in Walzbachtal-Wössingen. Mit dabei waren auch die FDP-Gemeinderäte Sascha Fanz und Werner Schön sowie Hauptamtleiterin Julia Walther (Foto: Wolfgang Vogt).

 „Mit Bürgermeister Timur Özcan und den beiden FDP-Gemeinderäten Werner Schön und Sascha Fanz gab es insgesamt einen sehr produktiven Gedankenaustausch über aktuelle Themen aus Walzbachtal. Im Mittelpunkt stand dabei besonders der derzeitige Stand der Planungen für die B293-Ortsumgehung Jöhlingen, für die ich mich als Politiker seit vielen Jahr stark mache. Entsetzt war ich, dass mir Bürgermeister Özcan berichtete, dass er vom Regierungspräsidium nicht automatisch und regelmäßig über den jeweiligen Stand des Verfahrens informiert wird. Bei einem für die Menschen in Jöhlingen und der Region so wichtigen Projekt ist es schlicht nicht akzeptabel, dass eine unmittelbar betroffene Gemeinde vom Regierungspräsidium nicht ständig und zeitnah über die aktuellen Entwicklungen informiert hält. Ich fordere daher Regierungspräsidentin Sylvia Felder auf, hier umgehend eine funktionierende Kommunikationsstruktur aufzubauen. Es sind zu allererst die Kommunen vor Ort, an die sich die Menschen wenden, wenn sie Fragen zu einem solchen Projekt haben. Dazu müssen die Kommunen aber auch gut informiert sein.

In der Sache bin davon überzeugt, dass die Umgehungsstraße Jöhlingen auf jeden Fall kommen wird und nun zeitnah das Planfeststellungsverfahren beendet wird. Durchgangsverkehre, wie sie sich täglich auf der B293 durch Jöhlingen zwängen, stellen eine erhebliche Belastung für die Menschen vor Ort dar. Unfallgefahren, Lärm und Abgase machen die Umgehungsstraße dringend erforderlich. Ich halte daher einen möglichst zeitnahen Baubeginn bei diesem Projekt für äußerst wichtig – genauso wie die Umgehung der B293 in Pfinztal-Berghausen.

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Kommentare (6)

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    wessinga

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    Als Antwort auf: Baubeginn 2025?
    „Just in time“, das Zauberwort der Wirtschaft. Die riesigen Lagerhallen für die Vorratshaltung der Produktion sind schön verteilt auf die Trucks die uns um die Ohren donnern, die Strassen kaputt machen, den Verkehr behindern und nicht zuletzt die Fahrer dieser rollenden Lagerhallen unendlich stressen und krank machen. Weil Pünktlichkeit auf die Minute ist Gesetz. Im Prinzip ist das eine Wirtschaftsleistung der Steuerzahler zum Nachteil von uns ALLEN durch die Benutzung des öffentlichen Verkehrsraumes.

    Davon hört man seitens unserer taffen Politiker nichts mehr.

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      Ikas

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      Sie möchten doch auch günstig einkaufen oder? Produktionen und Regale müssen mit Nachschub versorgt werden. Und wo liegt das Problem von „Just in Time“ Ihrer Meinung nach? Glauben Sie ernsthaft, eine Abkehr von JIT würde die LKWs verschwinden lassen oder reduzieren? Dann haben Sie aber absolut keine Ahnung von Logistik und den entsprechenden Lieferketten. Sie können es gerne mal simulieren, erhöhen sie den Lagerbestand Ihrer Nahrungsmittel um 300%. Natürlich sofort! Ich garantiere Ihnen das sie in spätestens 3-4 Wochen die ersten Erfahrungen sammeln werden was für Nachteile es mit sich bringt.
      Und die Nutzung des öffentlichen Verkehrsraums…. dafür ist dieser da. Straßen etc. wurden gebaut damit man Orte miteinander verbinden kann wo eine Verbindung erforderlich ist.
      Ihr Beitrag lässt jedoch eines vermissen, die Umgehung ist nämlich wichtig und es ist auch absolut Zeit das diese durchgeführt wird. Hätte man damals nicht herumgeheult mit „Rettet das Wöschbacher Tal!“ dann wäre die Umgehung längst fertig und sehr viele Menschen hätten mind. 10 Jahre weniger Lärm ertragen müssen. Es muss eine Lösung her, Punkt aus Ende.
      Wenn ich dann schon das Argument Höre, „mehr Elektroautos“, da kann ich nur lachen. Sollen 30% Elektroautos in den nächsten 5 Jahren herumfahren? Übertragt man das mal auf Jöhlingen müssten 30% der Leute hier eine Lademöglichkeit installieren und ein neues Auto kaufen. Dann kann man zwar voll geladen hier losfahren aber wohin man fährt gibt nicht zwingend diese Möglichkeit.

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    Lars

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    Die Waren müssen transportiert werden, ob nun just in time oder von Lager zu Lager. Nachteil wenn nicht just in time: zusätzlicher flächenverbrauch für Lagerstätten. Der LKW fährt die gleiche strecke dennoch….

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      bauigel

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      Der Lkw fährt nicht unbedingt die gleiche Strecke, er muss wegen der kleineren Mengen nämlich öfter fahren. Manchmal sogar mit so kleinen Mengen so oft, dass der Lkw inzwischen kreuz und quer durch die Gegend fährt, um die Ladefläche einigermaßen voll zu bekommen, wenn es nicht schon drei bis fünf Sprinter statt dem Lkw sind…

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    Trubadur

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    B239 Umgehung bringt Entlastung für Jöhlingen. Durch Wössingen dürfen weiter die LKWs über die L571a krachen, interessiert niemand. Schulweg kreuzt, kein Blitzer oder ähnliches zur Absicherung des Tempo 30. Nur ein Zebrastreifen soll’s aktuell richten. Bürgermeister schnarch weiter bis mal was passiert. Eine solche Straße gehört verlegt oder konsequent das Tempolimit überwacht.

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    Trubadur

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    B239 Umgehung bringt Entlastung für Jöhlingen. Durch Wössingen dürfen weiter die LKWs über die L571a krachen, interessiert niemand. Schulweg kreuzt, kein Blitzer oder ähnliches zur Absicherung des Tempo 30. Nur ein Zebrastreifen soll’s aktuell richten. … Eine solche Straße gehört verlegt oder konsequent das Tempolimit überwacht.

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