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Bahnhof unter Kontrolle

Grüne hoffen auf private Lösung / Scharfe CDU-Kritik am Denkmalamt
Seit Jahrzehnten schon versucht die Gemeinde Walzbachtal eine sinnvolle Verwendung für den alten Wössinger Bahnhof zu finden. Alle Anläufe einer privaten oder öffentlichen Sanierung verliefen bisher im Sand. Die Idee eines Bürgerbahnhofs nach dem Sulzfelder Vorbild, von der SPD Anfang dieses Jahrzehnts vorgeschlagen, scheiterte ebenso wie die jüngsten Versuche, das vor sich hindümpelnde, mit häßlichen Sperrholzverschlägen gesicherte Gebäude an eine private Investorengruppe zu verkaufen. Ohne auf die Details einzugehen musste Bürgermeister Karl-Heinz Burgey während seiner Haushaltsrede bekennen, der Verkauf und Sanierung des Bahnhofsgebäudes habe sich nicht realisieren lassen.

Während der Bürgermeister sich also bedeckt hielt, machte Michael Paul den Schuldigen beim Landesdenkmalamt aus. Beim Wössinger Bahnhof werde kein Denkmalschutz betrieben, hier werde Denkmalschutz übertrieben mit dem Ergebnis, dass dann überhaupt nichts passiere. Mit diesem „kontraproduktiven Verwaltungshandeln in Reinform werden keine Gebäude erhalten, sondern planmäßig zerstört“, schalt der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Die Grünen wollen sich davon nicht irritieren lassen. Andrea Zipf kündigte an, dass ihre Fraktion in einer der nächsten Sitzungen den Antrag stellen werde, den Wössinger Bahnhof nicht zu verkaufen. Damit behalte man die Kontrolle über eine zukünftige Nutzung und könnte vermeiden, dass der Bahnhof das Erscheinungsbild von Walzbachtal negativ beeinflusst. Sie hoffe auf das Interesse privater Geldgeber.

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