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Ausgleich

REWE-Gelände verlangt Ökopunkte
Im Wössinger Westen soll neben dem Neubaugebiet „Bäderäcker“ bald der Bau eines Supermarktes beginnen. Die REWE-Gruppe will einen Edeka-Markt ersetzen, der im Juli letzten Jahres seine Pforten schloss. Mit seiner Zustimmung zu einer zweiwöchigen Offenlage des Bebauungsplanentwurfs hat der Gemeinderat am 19. Dezember die letzten Weichen dafür gestellt. Stellungnahmen dürfen nur noch zu den geänderten Teilen des Entwurfs vorgebracht werden. Wesentliche Stellungnahmen hatten sich bereits zuvor auf Bedenken des Landwirtschafts- und Forstamtes beschränkt.

Beide verlangen Ausgleichsmaßnahmen. Durch die Umsetzung der Planung würden große Teile der Flächen in Bau-oder Stellplatzfläche umgewandelt werden. Bei einem Versiegelungsgrad von nahezu 80 Prozent gingen auf 7000 Quadratmetern die Bodenfunktionen verloren. Die Planung erfordere überdies erhebliche Eingriffe in das Gelände.

Die vom beauftragten Planungsbüro zunächst vorgeschlagene, langgezogene Fläche entlang eines Wäldchens beim Erlachgraben stieß beim Landwirtschafts- wie beim Forstamt auf wenig Gegenliebe. Durch eine Aufforstung würde die dahinter liegende landwirtschaftliche Fläche beschattet und beeinträchtigt, lauteten die Bedenken des Landwirtschaftsamtes. Für das Forstamt macht die Aufforstung entlang eines kleinen, in viele Parzellen aufgeteilten Wäldchens keinen Sinn.

Die Gemeinde schlägt jetzt ein nicht weit davon gelegenes flächenhaftes Naturdenkmal als Ausgleichsfläche vor. Im Bereich der „Kutscherquelle“, ein naturbelassenes Quellgebiet mit Schilfröhricht und Weiden, ist die Extensivierung der ringsum gelegenen Landwirtschaft sowie die Entwicklung des Naturdenkmals selbst geplant. Dadurch würden 68.364 von 77.501 notwendigen Ökopunkten erhalten, infomiert Bauamtsmitarbeiterin Skadi Förster. Die Ausgleichsmaßnahme würde wegen der einhergehenden Bodenaufwertung dennoch ausreichen.

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