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Umstrukturierung im Walzbachtaler Rathaus

Wer in den letzten Monaten das Mitteilungsblatt der Gemeinde Walzbachtal aufschlug und aufschlägt, der wird ganz prominent auf den ersten Seiten immer wieder großflächige Stellenanzeigen finden. Mal wird ein Bauhofmitarbeiter gesucht, mal ein Feuerwehrgerätewart, ganz viele Erzieherinnen für die kommunalen Kindertagesstätten, mal ein Verwaltungsmitarbeiter, ganz lang schon aber auch ein Kämmerer. Letztere Position ist mit dem Wechsel der ehemaligen Amtsinhaberin Anja Leyerle nach Stutensee schon viele Monate nicht mehr besetzt.

Deshalb musste der Haushalt 2020 von Yvone Kottucz erarbeitet werden. Immer wieder war denn auch am Ende der Gemeinderatssitzung zu hören, der Gemeinderat habe in der letzten nichtöffentlichen Sitzung über Personalangelegenheiten beraten.

Das Revirement in der Gemeindeverwaltung hat also nicht mit dem Austausch des Bürgermeisters Halt gemacht. Damit einher geht eine Umstrukturierung. Die Superabteilung Zentralbüro wurde aufgelöst. In der hatte sich Karl-Heinz Burgey eine Stabsstelle auf den Leib zugeschnitten. Als deren Leiterin und rechte Hand des Bürgermeisters hatte Anja Leyerle wesentlichen Einfluss nicht nur auf die Personalplanung, Wirtschaftsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, Gemeindeentwicklung, sondern war darüber hinaus auch noch für die kaufmännische Betriebsführung, die Eigenbetriebe rund um das Wasser und schließlich als Kämmerin für die Finanzen zuständig.

Diese zentralistische Struktur wollte Timur Özcan nicht beibehalten. Das Zentralbüro wurde in ein Hauptamt und in eine Kämmerei aufgesplittet. Dadurch erhalte er bessere Übersicht, meint der neue Bürgermeister. Eine Person solle sich explizit auf die Finanzen spezialisieren. Ursprünglich in der ehemals Leyerleschen Super-Konstellation als Kombination von Hauptamt und Kämmerei als A-14-Stelle ausgeschrieben, fand sich nämlich lange kein geeigneter Bewerber.

Der gordische Knoten wurde jetzt mit der Neustrukturierung durchgehauen. Künftig wird es wieder die klassische Zweiteilung in Hauptamt und Kämmerei geben. Heruntergestuft auf eine A-12-Stelle konnte das Hauptamt schnell besetzt werden. Die Bewerberin hatte es nicht weit bis zum Briefkasten auf dem Rathaus.  Julia Walther, im Organigramm der Gemeinde noch Mitte Januar beschrieben als zuständig für Personal, Ausbildung, Arbeitssicherheit, wurde jüngst als neue Hauptamtsleiterin in ihr Amt eingeführt.

Schwieriger ist immer noch die Besetzung der Position des Kämmerers. Sie ist seit mehr als sechs Monate vakant. Doch auch dafür scheint sich mittlerweile etwas zu tun. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, liegen mittlerweile qualifizierte Bewerbungen vor, über die der Gemeinderat bald entscheiden wird. 

Generell sei es derzeit wie in der privaten Wirtschaft schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu finden für den öffentlichen Dienst, sagt Timur Özcan. Die Aufgaben in der Gemeindeverwaltung wachsen stetig, das Personal dagegen nicht. Deshalb würden derzeit die Aufgaben nach Prioritäten sortiert und abgearbeitet.

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