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Antwort auf die Antworten

Zu den Reaktionen auf „Herr Janus geht“

Mein Kommentar „Herr Janus geht“ hatte ein gewaltiges Echo. Unter den mittlerweile 2857 Lesern waren auch etliche, die nicht „amused“ waren. Sicher nicht alle, aber einige haben sich auf NadR zu Wort gemeldet und haben sich auf konstruktive Weise mit denen auseinandergesetzt, die eher meiner Meinung sind. Den ersten Pulverdampf über dieser Diskussion wollte ich ziehen lassen ehe ich reagiere und meine Motivation für den „Herrn Janus“ schildere.


Vorher jedoch: Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar. Jeder hat aus der Sicht des jeweiligen Autors seine Berechtigung, selbst wenn darin scharf gegen mich argumentiert wird. Das muss ich aushalten und ich wäre mehr als überrascht gewesen, wenn diese Reaktionen nicht gekommen wären.
Einer der Hauptkritikpunkte ist das „Nachtreten“ und der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Selbst von einigen derer, die inhaltlich die Kritik am Bürgermeister teilen. Das war in der Tat für mich ein Punkt der mich sehr beschäftigte. Ich habe lange gezögert, habe das Für und Wider abgewogen und war mir noch am Freitagmorgen nicht sicher, ob ich den Freischaltknopf für einen Text drücken sollte, an dem ich schon seit Monaten immer wieder mal gearbeitet hatte.
Hätte es einen richtigeren Zeitpunkt gegeben? Mag sein. Gerade was beispielsweise das kreisweit einzigartige Hausverbot für Gemeindegebäude anbelangt, habe ich mich mit der Veröffentlichung fünf Jahre zurückgehalten, weil ich dachte: Wenn du das der Öffentlichkeit präsentierst, ist das Verhältnis zum Bürgermeister endgültig dahin. Dadurch ist aber leider nichts besser oder gut geworden. Da habe ich sicher den richtigen Zeitpunkt verpasst.
Mit dem „Herrn Janus“ indessen habe ich den richtigen Zeitpunkt erwischt. Wenn eine herausgehobene Persönlichkeit ein öffentliches Amt verlässt, dann ist es gang und gäbe, dass deren Leistungen im Rückblick umfänglich bewertet werden. Warum soll das ausgerechnet bei Karl-Heinz Burgey anders sein? Zu einem korrekten Bild der Leistungsbilanz des Ex-Bürgermeisters gehören all die Dinge (auch die positiven), die ich in meinem Kommentar erwähnt habe. Andere Presseorgane haben genau das Gegenteil gemacht und ausschließlich Positives gesehen. Den Aufschrei darüber habe ich vermisst.
Die Jöhlingerin wirft mir in ihrem Kommentar gar einen „echt charakterloser Beitrag“ vor und kritisiert, ich hätte das Gespräch mit dem Bürgermeister suchen sollen. Woher weiß sie, dass ich das nicht getan habe? Ich habe es im Gegenteil mehrfach getan. Ohne Ergebnis. Seit Jahren weigerte sich Karl-Heinz Burgey, mit mir zu telefonieren, wollte unsere Kommunikation auf Mail-Kontakte beschränken. Genau das hat es mir oft schwer gemacht, ein ausgewogenes Bild von Konflikten zu zeichnen, in denen ich selbst immer nur Bote und nie selbst Betroffener war. Ich hab mich dennoch immer um Fairness bemüht, habe immer versucht, meiner journalistischen Sorgfaltspflicht Genüge zu tun, in dem ich versucht habe, die andere Seite zu Wort kommen zu lassen.
So ganz arg falsch kann ich mit meinen Bemerkungen allerdings nicht gelegen haben. Die meisten Kommentare und die Rückmeldungen, die ich im Gespräch und über die verschiedensten digitalen Kanäle als persönliche Nachrichten erhalten habe, haben mich in meiner Einschätzung immer wieder bestätigt. Der Worte sind für mich damit jetzt aber genug gewechselt. Ich würde gern in eine bessere Zukunft schauen, die bestimmt ist von einer konstruktiven Gesprächs- und Diskussionskultur und einem Bürgermeister, der sich an deren Spitze setzt.

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Kommentare (3)

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    Der Kraichgauer

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    Als Antwort auf: Antwort auf die Antworten
    Oh je… der Waidelich Als ich ihm seinerzeit seinen Kotau vor dem Burgey unter die Nase gerieben habe (es war nicht der erste, wie wir jetzt wissen), hat man mich hier kleinkariert rausgeschmissen, nach einem genauso kleinkarierten Kommentar-ping-pong seitens eines gewissen Michael Paul … dem mit der phänomenalen Bauchlandung. Der wieder einmal nachgeschobene Rechtfertigungsversuch ist wieder nur peinlich. In Wahrheit war Waidelich nur angepisst, weil der Burgey ihn nicht eingeladen hatte. Der steht wenigstens zu dem, was er macht.
    Jedoch, das Freibier kommt künftig von einem anderen. Auf ein Neues! ;-)))

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      Waidelich Arnd

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      Ich hab ein Weilchen gebraucht, um mich vom Schock dieses Kommentars zu erholen. Nicht weil damit etwa unangenehme Wahrheiten verbreitet werden. Nein, weil er so unterirdisch in den Formulierungen, so jenseits der Fakten ist. Ich habe mich dazu entschlossen, ihn trotzdem freizuschalten, um den NadR-Lesern einmal beispielhaft zu zeigen, welch Kommentare mitunter hier aufschlagen.

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    Harald Kann

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    Als Antwort auf: Antwort auf die Antworten
    Diese anonymen Feiglinge würde ich alle sperren. Wer sich nicht zu erkennen gibt, braucht auch nicht zu kommentieren.

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