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Anlieger oft selbst schuld

Ergebnisse der Walzbachtaler Verkehrsschau vorgestellt
Verkehrssicherheit zu verbessern, das stand am 17. März auf der Agenda einer Verkehrsschau in Walzbachtal. Die Ergebnisse dieser Verkehrsschau stellte Bürgermeister Karl-Heinz Burgey im Gemeinderat zur Diskussion. Viel zu entscheiden hat der Gemeinderat allerdings nicht, wie CDU-Fraktionssprecher Michael Paul gleich eingangs deutlich machte: „Wir sind keine Verkehrsbehörde. Was wir beschließen, sind nur Empfehlungen.“ Wiewohl sich der Gemeinderat in dieser Einschätzung mit dem Bürgermeister einig war, seien die zahlreich aus Bevölkerung eingegangenen Anregungen und Forderungen ausgiebig diskutiert worden. Die Details dazu stellte der Leiter des Ordnungsamtes Oliver Schmitt vor. Die Verkehrssituation in der steilen Stichstraße zwischen Seestraße und „Auf der Halle“ bereite erhebliche Probleme was die Sicherheit der Kinder anbelangt, die diese Strecke als Schulweg benutzen. Abhilfe sollen einseitig angebrachte Leitschwellen bringen mit einer Mindestbreite von 1,20 Metern bringen. Mit 4500 Euro nicht billig wie Oliver Schmitt mit Blick auf den „klammen Haushalt“ meinte..
Leitschwellen sollen auch in der Bruchsaler Straße Abhilfe bringen. Insbesondere Schüler laufen dort zwischen der Haltestelle Ost und der Brettener Straße auf der Fahrbahn, obwohl auf der gegenüberliegenden Seite ein Gehweg zur Verfügung steht. Langfristig soll der Bau eines Gehwegs angestrebt werden, was bisher am Grunderwerb gescheitert ist. Wenige Meter entfernt am Falltor wird das Anbringen eines Zebrastreifens aus Kostengründen abgelehnt, obwohl die erforderlichen Zahlen der Fußgänger und Fahrzeuge wahrscheinlich vorhanden sind.
Ähnliches gilt für eine Querungshilfe am neuen Penny-Markt in Jöhlingen. Ein großes Gefahrenpotential sah Andreas Meizinger in der Langentaler Straße ebenfalls in Jöhlingen. Mütter mit Kinderwagen und ältere Bürger mit Rollatoren müssten besser geschützt werden. Die Straßenverkehrsbehörde beurteilt den gegenwärtigen Zustand mit stellenweise geparkten Fahrzeugen allerdings als derzeit beste Lösung..
Lange umstritten ist die Verkehrssituation im Jöhlinger Neubaugebiet Gageneck. Vielfältige Inititaiven der Anlieger mündeten jetzt in dem Anbringen der Verkehrszeichen „verkehrsberuhigte Bereiche“ im Kaiserstuhlweg, Vogesenweg, Kraichgaustraße, Strombergweg und Pfinzgauweg, eines Hinweiszeichens im Einmündungsbereich B 293, und eines rot-weißen Umlaufgitters im Einmündungsbereich „Im Gageneck/Kuno-Volk-Weg“ und dem gleichzeitigen Entfernen des Pollers. Kosten: 4300 Euro..
Die Probleme im Gageneck werden zumeist von den Anwohnern selbst verursacht. Exemplarisch und als Bonmot führte Oliver Schmidt einen Vorfall an, kaum war die neue Beschilderung gesetzt. Eine Anwohnerin habe das gerade angebrachte Hinweisschild so komplett auf die Hörner genommen, dass es total zerstört war und komplett ausgewechselt werden musste.
Nicht anders in der „Wiesenmühle“. Auch in dem kleinen Baugebiet – nur als Sackgasse erreichbar –seien ausschließlich die Anlieger für zu hohe Geschwindigkeiten verantwortlich, berichtete der Bürgermeister. Eine Kontrolle mit mobilen Geschwindigkeitsmessungen sei in einem verkehrsberuhigten aus rechtlichen Gründen nicht möglich, sie man vom zuständigen Landratsamt beschieden worden.

Kommentare (2)

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    Wössinger

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    Ich finde es toll das das Nadr wieder da ist. Nun zum Artikel: Es geht mir nicht um alle Punkte, aber bei einem muss ich doch was dazu schreiben. Es geht genau um das Bild und zu diesem Thema. Hallo , jetzt soll wieder der Autofahrer büßen in dem die Straße verengt wird. Hey, wenn die laufenden Personen sich nicht an die Verkehrregeln halten, also den Gehweg gegenüber benutzen, dann sollen die doch bestraft werden. Ich habe dort desöftern beobachtet wie besonders die Schüler/innen und auch Erwachsene auf der Straße nebeneinander zu dritt oder mehr laufen, mit Kopfhörern im Ohr und sich überhaupt nicht um die Autofahrer scheren , nein man wird noch dazu genötigt Platz zu machen und je nachdem anzuhalten. Nach dem Motto: Gehweg gegenüber ist mir zu weit zu laufen, ne Danke dann lieber auf der Straße, sollen doch die Autofahrer Platz machen. Dafür das sie keine Regeln einhalten, wird man auch noch belohnt ??? Außerdem laufen da auch immer wieder Grundschüler, die brav auf dem Gehweg laufen, und sich an die Regeln halten. Man sollte mal lieber anstatt viel Geld auszugeben, diesen Schüler/innen und Erwachsenen mal Verhaltensregeln beibringen und diese mit einer Ordnungstrafe dazu bringen den Gehweg zu nutzen. Die laufen doch auch nicht unten auf der Hauptstraße auf der Fahrbahn rum, da wird auch der Gehweg genutzt.

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    Martin

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    Zum Artikel „Anlieger oft selbst schuld“
    Die Liste der Verkehrsvergehen in Walzbachtal ließe sich wohl endlos verlängern. Jeder Verkehrsteilnehmer trägt dazu bei (auch ich). Sei es aus Nachlässigkeit (z.B. Vorfahrt missachtet) oder mit Absicht (z.B. zu schnell unterwegs). Während man einen Fehler noch verzeihen kann, sind mit Absicht begangene Verstöße nicht zu entschuldigen. Insbesondere die Unsitte in Engstellen auf den Gehweg auszuweichen, statt ein paar Sekunden zu warten und das dann auch von den anderen Verkehrsteilnehmern zu erwarten, in dem man sie dazu nötigt auszuweichen, halte ich persönlich für den Gipfel der Rücksichtslosigkeit. Das dabei Personen zu Schaden kommen könnten, kann einem doch eigentlich nicht egal sein. Sind ein paar Sekunden „Zeitgewinn“ es wert, die Gesundheit (auch die eigene) eines Anderen oder gar dessen Leben zu gefährden? Jeder der mehr als ein „Nein“ als Antwort in Betracht zieht, sollte zum Wohle der Allgemeinheit nicht mehr ans Steuer eines Kfz.
    So viel zum Thema Straße verengen.
    Zum Thema Schilder möchte ich noch anmerken, das gerade im Kaiserstuhlweg die Beschilderung suboptimal ist. Zum einen ist das Schild, wenn man vom Dammweg aus kommend rechts abbiegt zu hoch angebracht. Es ist m.E. nicht im Sichtfeld des Autofahrers. Ich habe erst beim Verlassen der verkehrsberuhigten Zone beim neuen Friedhof bemerkt, dass ich mich in einer solchen befand. Dieses Schild wiederum ragt in die Fahrbahn. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis auch da jemand hängen bleibt.

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