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Altes in neuem Mantel

Viel Lob für den Bausachverständigen Wolfgang Bohmüller bei der Einweihung des sanierten Elisabethenhauses

Ein kirchlich-kommunales Großprojekt hat ein gutes Ende gefunden. So lautete das Resümee, das  Pfarrer Harald Maiba bei der Einweihung des sanierten Jöhlinger Kindergartens Sankt Elisabeth zog. Es sei ein guter Tag für die gesamte Gemeinde, pflichtete ihm Bürgermeister Karl-Heinz Burgey bei. Die Realisierung des Projekts sei keineswegs selbstverständlich gewesen.

Ein langer Diskussionsprozess und ein Ringen um die beste Lösung seien vorausgegangen für das kirchliche 3,4-Millionen-Projekt, von dem die Gemeinde 80 Prozent der Kosten trägt.

Was sagt der Onkel da?

Das Haus sei damit auf den baulich neuesten Stand gebracht worden. Er sei froh, dass die Pfarrgemeinde die pädagogische Verantwortung übernommen habe für pädagogisch wertvolle Betreuung. Die Bedingungen für die pädagogische Arbeit wären jetzt sehr viel besser, ergänzte Sabine Braun-Eckhardt. Das neue Sankt Elisabeth sei geradezu genial geworden, strahlte die Kindergartenleiterin.

Architekt Steffen Heckeroth überreichte den Schlüssel zum Glück an Wolfgang Bohmüller, Kindergartenleiterin Sabine Eckart-Braun, Pfarrer Harald Maiba und Controller Rudi Lehnert. .

Einen Schlüssel zum Erfolg habe das ganze Projekt gehabt, war sie mit dem Bürgermeister einer Meinung. Dieser Schlüssel heiße Wolfgang Bohmüller. Beide wie auch später der Architekt waren voll des Lobes über den unermüdlichen Einsatz, den der Bausachverständige der Pfarrgemeinde während der dreijährigen Bauphase und vorher schon während der Planung an den Tag gelegt habe. Ihnen schloss sich Harald Maiba an. Der Geistliche bezeichnete Bohmüller gar als Himmelsboten und Klostergärtner, entsprechend einem südostasiatischen Kloster, das den Namen „Der Spielplatz Gottes“ trage. Das Werk  habe aber viele Väter und sei nur unter der Mithilfe vieler gute Geister gelungen, meinte Maiba und appellierte, dass sich ebenso viele auch in Zukunft einbringen würden.

Mit Lob überschüttet – da freute sich auch die Gattin.

Selbstverständlich hatte er wie später auch die Gemeindereferentin Ute Jenisch die passende Bibelstelle mit Mätthäus 19 parat, wo Christus sagt: „Lasset die Kindlein zu mir kommen“. Unter diesem Leitspruch möge die Arbeit in Sankt Elisabeth stehen. Der Pfarrer vertiefte dies mit einer chassidischen Geschichte, ehe er Kinder, Erzieherinnen, Eltern, Gemeinderäte und Bürgermeister kräftig mit Weihwasser besprengte.

Pfarrer Harald Maiba sprengte Weihwasser auf die Kinder, die ihm mit ein wenig Skepsis entgegensehen.

Einen Rückblick auf die Bauphase gab Architekt Steffen Heckeroth. Das historische Haus in den Kindergarten zu integrieren sei keine leichte Aufgabe gewesen. Sie sei überdies durch Auflagen des Denkmalschutzes erschwert worden. Es sei ihm aber ohnehin wichtig gewesen, die Seele des alten Hauses zu erhalten. Die „Jöhlinger Akropolis“, wie sie genannt wurde, als nur noch die Betonsäulen des Altbaus standen, sei jetzt aber in einem Zustand, in dem sie weitere hundert Jahre im Dienst der Gemeinde stehen könne.

Die Kinder selbst hatten einen kurzen Auftritt. Nach einem gemeinsam mit den Erzieherinnen gesungenen Lied durften sie sich verabschieden, ehe der Redemarathon seinen Lauf nahm. Der war – obwohl eineinhalb Stunden lang – geradezu kurzweilig. Nicht nur dass die Kinder die Prozedur mit einem Liedchen verkürzten, traten später auch noch Erzieherinnen, Bürgermeister, Planer und Kindergartenausschuss zu einem gemeinsamen, munteren Ständchen für Bohmüller an, das zu einem melodischen Rückblick auf das vollendete Projekt wurde.

Finanzen waren immer ein Problem bei der Sanierung. Der Erzieherinnen- und Kindergarten-Ausschuss-Chor thematisierte das plakativ.

Wer einen Blick auf dieses Projekt werfen will, der hat am kommenden Samstag dazu Gelegenheit. Die Pfarrgemeinde lädt die Öffentlichkeit zwischen 10 und 13:30 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

Die Herzen flogen dem Bausachverständigen der katholischen Pfarrgemeinde zu.

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Kommentare (4)

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    ein Wössinger

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    Als Antwort auf: Altes in neuem Mantel
    Die katholische Kirche + Burgey feiert.. Die Gemeinde hat bezahlt, geht aber finanziell auf dem Zahnfleisch .. toll, toll, toll .. „Finanzierung war bei dem Projekt immer ein Problem“ … man staune .. die katholische Kirche etwa arm ???..Gut müssen viel für Sünden der Vergangenheit zahlen, aber trotzdem gibt es ein signifikantes Ungleichgewicht: Was zahlte die Kirche, was die Gemeinde!
    Aber: Ich denke nach Gemeinderatswahl und Bürgermeisterwahl wird diese Zeit der Vergangenheit angehören.
    Nun zur Zukunft: Eines sollte stimmen .. wer zahlt, sollte auch was zu sagen haben .. Kommunale Verantwortung/Bezahlung heißt auch kommunale Mitbestimmung .. auch bei den kirchlichen Institutionen .. in aller Konsequenz !!!

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      ein Walzbachtaler

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      Hier spricht mal wieder jemand der nicht weiss wozu die Gemeinde per Vertrag verpflichtet ist. Die Gemeinde muß die Kosten übernehmen und im Gegensatz zur evangelischen Kirche übernimmt die katholische Kirche noch ihren Anteil. Im Gegensatz zum evangelischen Kindergarten bei dem die Gemeinde die ganzen Kosten für die Hortgruppe incl. Personal übernehmen darf. Mal sehen was die evangelische Kirche zuschießt bei der Renovierung des Kindergartens.

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    Reimund Gretz

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    Die hohe Kostenübernahme gerade im Hinblick auf die finanzielle Situation der Gemeinde stößt bei vielen auf Unverständnis! Eine der wohlhabendsten Organisation lässt sich von einer verschuldeten Gemeinde ihre Renovierung zu großen Teilen bezahlen. Nehmen ist seliger als geben.

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      Bernhard

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      Sorry, aber es sind die GEMEINDEN, die verpflichtet sind, für jedes Kind einen Kindergartenplatz bereitzustellen, und nicht die Kirchen. Die Kirchen fungieren im Allgemeinen lediglich als Betreiber. Oder anders ausgedrück: sie nehmen den Gemeinden die Verwaltungs- und UnterhaltungsARBEIT ab, aber natürlich nicht auch die gesamten Kosten. Dass diese – gerade bei Neu- oder Umbau/Renovierung – derart hoch ausfallen liegt nicht am Wunsch der Kirche nach „besonderen Highlights und Sonderausstattungen“ sondern einfach an den Bau- und Sicherheitsvorschriften, die langsam aber ziemlich sicher bald jedes öffentliche Gebäude zu einem nicht mehr finanzierbaren Projekt werden lassen.

      Und was die „wohlhabendste Organisation“ betrifft: Die Kirchen sind nicht arm, das ist richtig. Aber einem sicherlich reichhaltigen Besitz an Gebäuden-, Ländereien- und Kunstwerten stehen auch eine ganz erhebliche finanzielle Dauerbelastungen entgegen.
      Dem Schreiber stände es gut an, sich gelegentlich etwas besser zu informieren, bevor man das wiedergibt, was man gemeinhin als „Stammtischparolen“ bezeichnet: Der Wirtschaftsbericht der kath. KIrche wird regelmäßig offengelegt und kann somit eingesehen werden; Infos dazu gibt es im Pfarramt.

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