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Begnügte sich an vielen Stellen mit allgemeinplätzen - Manne Lucha, Sozialminister der Grünen.

Allgemeinplätze

Die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes steht bevor. Eröffnet haben sie in Bretten die Grünen. Am Mittwoch Abend war im Löwenhof Manne Lucha zu Gast. Bundestagskandidat Pascal Haggenmüller und die Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz begrüßten den baden-württembergischen Sozialminister mit warmen Worten. Mit Manne Lucha sei Baden-Württemberg „auf dem richtigen Weg zum gesellschaflichen Zusammenhalt“, lobte Andrea Schwarz eingangs und fügte einige Beispiele hinzu, „warum Grün nicht nur dem Sozialministerium gut tut, sondern dem ganzen Land“. Pascal Haggenmüller schilderte „die ökologische Reise, auf die wir uns begeben wollen“, sprach aber auch davon, dass „die Gesellschaft gespalten ist wie nie zuvor“.

Für die Bewältigung dieser Aufgabe scheint Manne Lucha geeignet wie kein Zweiter. Zunächst einmal sorgte er für gute Stimmung unter den rund 60 Besuchern mit dem schmunzelnden Eingeständnis, dass seine Sprache mit dem Oberschwäbischen immer noch unüberhörbar folkloristisch geprägt sei. Artig gab der Sozialminister das Schwarzsche Lob zurück: „Liebe Brettener, ich bin froh, dass ihr uns Andrea in den Landtag geschickt habt.“

Dann holte er zu einem großen Exkurs aus über die Frage: „Kommt zusammen, was zusammen gehört?“ Die Antworten fielen in der Mehrzahl eher luftig aus, gespickt mit Allgemeinplätzen. Konkrete Aussagen waren eher selten. Über weite Strecken dieser Rede konnte auch CDU-Mann Michael Nöltner, der neben dem Weingartener Bürgermeister Eric Bänziger Platz genommen hatte, mit dem Kopf nicken.
Nur sehr selten musste Michael Nöltner kritisch gucken.

Nur sehr selten musste Michael Nöltner kritisch gucken.



Die Landesregierung habe Leuchttürme gesetzt, die allgemein anerkannt seien. Als Beispiele nannte Lucha den „Pakt für Integration“, die Gesundheitsversorgung, den Zukunftsplan Jugend oder die intensiv geförderte innovative Stadtentwicklung. Baden-Württemberg habe sich zu einem Sehnsuchtsland entwickelt. Das ansonsten „etwas hüftsteife Land“ habe in Zeiten der Flüchtlingskrise gezeigt, dass man schnell unbürokratische Lösungen finden könne.

Dennoch bedürfe es grundsätzlicher Entscheidungen. An dem „Ewigkeitsrecht“ Asyl wie er es nannte, dürfe nichts gedreht werden. Er forderte allerdings ein Einwanderungsgesetz, das Rechtssicherheit denen bringen müsse, die nach Deutschland kommen wollen. An dieser Stelle wurde Lucha in Richtung AfD mehr als deutlich. In der Frage, ob Deutschland eine offene Gesellschaft bleiben werde oder in das Herrenmenschenideal zurückkehren werde, gebe es für ihn kein Vertun. Für diese klaren Worte gab es starken Beifall in den Zuhörerreihen. Dieses Thema bestimmte ein Gutteil der sich anschließenden kurzen Diskussion, saßen doch in den Zuhörerreihen etliche Mitglieder des internationalen Freundeskreises.
Gelbes Dankeschön von Otto Mansdörfer für Manne Lucha, Andrea Schwarz und Bundestagskandidat Pascal Haggenmüller

Gelbes Dankeschön von Otto Mansdörfer für Manne Lucha, Andrea Schwarz und Bundestagskandidat Pascal Haggenmüller

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