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Aldi oder nicht Aldi?

Entscheidung für Discounter löst Widerstand aus

Mit großer Mehrheit und nur einer Gegenstimme von Bernd Liebe und vier Enthaltungen beschloss der Walzbachtaler Gemeinderat am 24. Juli, mit einem Bebauungsplan den Weg frei zu machen für die Ansiedlung eines Discounters neben dem Wössinger Supermarkt REWE. Fast einmütig wie der Beschluss des Gemeinderats ausfiel, scheint er in der Bevölkerung nicht aufgenommen zu werden.

Es hagelte negative Kommentare in der NadR-Kommentarspalte. Jetzt formiert sich Widerstand gegen diese Entscheidung, 

Hell empört über den Beschluss des Gemeinderats ist Martina Prinz. Für sie ist er ein Verstoß gegen das Prinzip der Nachhaltigkeit. Der neue Discounter könne nicht mehr bieten als der derzeitige REWE. Auch das Preisargument ziehe nicht mehr. Der gnadenlose Preiskampf zwischen Aldi&Co auf der einen und Edeka&Co auf der anderen Seite hat zu einer Nivellierung des Preisniveaus geführt.  Jüngste, am Dienstagabend im Südwestfernsehen ausgestrahlte Preisvergleiche, zeigten kaum noch oder nur minimale Unterschiede zwischen dem Supermarkt REWE und Discountern. Sie kann in dem Angebot eines Discounters auch nicht die „hohe Qualität der örtlichen Nahversorgung“ entdecken, die Karl-Heinz Burgey während der Gemeinderatssitzung ins Feld geführt hatte.

Im Gegenteil sieht sie sich in ihrer Sorge um den benachbarten Hofladen bestätigt und dessen Angebot an saisonalen und regionalen Produkten gefährdet. Die Unterwegers würden mit Sicherheit einen Wettbewerbsnachteil erfahren, ist sich Martina Prinz sicher. Überdies vergebe die Gemeinde mit dieser Entscheidung die Chance für eine wertvollere Nutzung dieses Filetstücks der Gemeindeentwicklung. Ich darf an der Stelle noch mal auf ihren Kommentar verweisen, der als erster zu dem Thema in der Kommentarspalte gepostet worden war.

Martina Prinz will ihrer Kritik auch Taten folgen lassen. Sie ruft die Bürger dazu auf, gegen den neuen Discounter-Standort Stellung zu beziehen. Sie hat heute mit einer Unterschriftensammlung begonnen. Bei den Unterwegers liegt seit heute Morgen eine entsprechende Unterschriftenliste aus. Eine überraschende hohe Anzahl von Bürgern hat sich schon eingetragen.

Wie die Gemeindeverwaltung die Kritik von Martina Prinz bewertet, wollte ich in einem Fragekatalog ausfindig machen, zu dem ich den Bürgermeister am 1. August um eine Stellungnahme bat mit diesem mail:

Es hat ein heftiges Echo gegeben auf die Entscheidung des Gemeinderats, einen Bebauungsplan zugunsten eines Discounters neben Rewe zu verabschieden. Ich möchte Sie bitten, dazu die folgenden Fragen zu beantworten:

1. Wer hat die Initiative zur Ansiedlung eines Discounters neben dem Standort REWE ergriffen?

2. Stimmt es, dass es mehrere Anfragen von Discountern für den Standort neben REWE gab?

3. Stimmt es, dass unter den Bewerbern nur noch zwei in Frage kommen, einer davon Aldi Süd ist?

4. Sie haben in der Sitzung am 24. Juli erwähnt, dass für ein solches Projekt schon ausreichend Grundstücke gekauft wurden. Wie viel Quadratmeter  wurden erworben? Mit welcher Summe wurde dadurch der Haushalt belastet?

5. Was wird man im zukünftigen Discounter mehr oder billiger kaufen können als bisher entweder bei REWE oder den anderen schon in Walzbachtal ansässigen Discountern?

6. Gibt es irgendwelche Umfragen, Daten, Informationen, die belegen, welchen Mehrwert ein Discounter an diesem Standort der Gemeinde oder den Bürgern bringen wird?

7. Warum wurden die Bürger nicht vor der Entscheidung zum Grundstückskauf  befragt, ob ein Discounter in Wössingen notwendig ist? Auf was beruht die Einschätzung, dass die Bevölkerung auf einen Discounter an dieser Stelle positiv reagiert?

8. Wird die Gemeinde Gewerbesteuer durch den neuen Discounter erhalten oder wird die an die Zentrale des jeweiligen Discounters abgeführt. ?

Unmittelbar danach habe ich dieses Mail erhalten, das Bedingungen für die Beantwortung beinhaltet. Ich habe dieses Mail beantwortet. Seither habe ich keine Antwort erhalten:

Bevor wir von Seiten der Gemeinde die gestellten Fragen beantworten, bitte ich um folgende Angaben:

– Was ist „ein heftiges Echo“? Wie viele haben sich geäußert, wo und in welcher Form?

– Wer sind die Leute, welche die Sinnhaftigkeit einer Maßnahme in Frage stellen, bevor sie überhaupt inhaltlich informiert sind?

Wo wohnen diese Leute?

Welche Legitimation weisen diese Leute vor?

Mit freundlichen Grüßen

Bürgermeister

Karl-Heinz Burgey

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Kommentare (28)

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    Yvonne

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    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Ich stimme voll und ganz Frau Prinz zu. Hauptsache zugepflastert und dann noch mit einem Discounter wo alles schön in Plastik verpackt ist. Zeigen wir Herrn Burgey, was ein heftiges Echo ist, indem wir uns in die Liste eintragen. Dazu sind wir legitimiert. Übrigens, von den Grünen hätte ich mir auch mehr erwartet.

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    ARO

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    Ohne auf die Problematik an sich ein zu gehen, stelle ich mir folgende Fragen:

    1. Die „Leute“ sind vermutlich besorgte Bürgerinnen und Bürger. Wäre es eventuell sinnvoll gewesen, zu informieren bevor es vom Gemeinderat beschlossen wird? Dann wäre vielleicht auch eine Sinnhaftigkeit zu verstehen gewesen.
    2. Welche Legitimation ist von Nöten, um Besorgnis oder Ärger Kund zu tun?
    Wie kann man sich diese erwerben?

    Möglicherweise kann man auf diese Fragen eine Antwort bekommen?!

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    Ein Walzbachtaler

    |

    Es wird endlich Zeit, dass Walzbachtal von Hr. Burgey befreit wird. Was bildet sich der Mann eigentlich ein?

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    It's Yoschi time

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    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Ich stimme Frau Prinz zu, da es sowieso schon viel zu viel Plastik gibt, muss man nicht noch die Umweltverschmutzung unterstützen, indem man noch einen Discounter hinbaut. Es geht einfach nicht etwas wichtiges, ohne die Einwohner zu fragen, zu entscheiden.

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    Daniela L

    |

    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Walzbachtal in Aufruhr wegen Discounter!? Braucht Wössingen einen Discounter neben dem Rewe oder nicht?
    Jahrelang habe ich den Wunsch von vielen nach einem Aldi gehört, da ja damals Edeka und auch dann der Rewe „viel zu teuer“ sind, viele wollten den Rewe sogar boykottieren, aber jetzt, wo der Rewe da ist, sehe ich diese Rewe-Gegner dort einkaufen. Genau so wird es doch auch mit einem Aldi werden. Jetzt motzen, aber wenn er dann da ist, wird dort ja doch eingekauft. Ganz ehrlich? Ich bin dafür!
    Mich nervt das wöchentliche Fahren nach Remchingen oder Berghausen, und wenn ich hinkomme sind die Angebote teils schon weg weil es für mich oft erst mittags möglich ist hinzufahren. Ich gehe trotzdem auch zum Rewe und Unterweger, kaufe dort auch weiterhin ein. Ich fahre auch Mal zum Penny oder Netto, gucke wöchentlich einfach die Angebote durch.
    Und hat der Unterweger wegen dem Rewe weniger Umsatz? Ich weiß es nicht, aber wer bisher weiterhin beim Unterweger sein Obst und Gemüse eingekauft hat, der rennt danach ganz sicher nicht in den Aldi und kauft es dann dort. Angebot und Nachfrage sind oft einfach vom Portemonnaie des einzelnen abhängig, und in sehr vielen Gemeinden teilen sich Discounter und Rewe/Edeka einen Parkplatz, ich höre da kein Jammern und Klagen.
    Und es ist ja so einfach jetzt auf Herrn Burgey zu schimpfen. Dass es aber den vielfachen Wunsch der Einwohner gab, und dass es wieder keine Einzelentscheidung eines scheidenden Bürgermeisters ist, sondern des noch-BM mit dem Gemeinderat, das übersehen mal wieder viele. Der Gemeinderat hat, wenn auch nicht einstimmig, dafür entschieden.
    Ich bin Mal sehr gespannt wie diese Diskussion endet 😤

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      Dorfmuggel

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      Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi? Als Antwort auf: Daniela L
      Danke Dani für den Beitrag! Ich bin auch für den Aldi. Das ergänzt sich doch prima mit Rewe und Unterweger und wertet unser Dorf stark auf. Wenn einige dann nicht mehr nach Remchingen zum Aldi mit dem Auto fahren wird auch CO2 eingespart, es ist somit nicht nur schlecht für die Umwelt.

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    Ein zu gezogenen.

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    Aldi oder Lidl. Ich bin dagegen, es ist wieder ein Discounter mehr. Und ja ich kann auch mal nach Feierabend kurz im Discounter in der näheren Umgebung anhalten. Es muss nicht im jeden Ort einen Discounter anhalten. Auch mal auf ein Produkt verzichten können.

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    Harald Kann

    |

    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Wenn ich mich richtig erinnern kann, wollte man damals beim alten ‚EDEKA‘ keinen Lebensmittel-Discounter mehr. Es wurde dann für viel Geld auf der gegenüberliegenden Seite der REWE gebaut. Und jetzt das? Und warum muss ich auch hier wieder Vetterleswirtschaft denken? Für nicht mal 10000 Einwohner braucht man keine vier Discounter!

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      Daniela L

      |

      Herr Kann, lassen Sie mich mal raten, Sie wohnen in Jöhlingen? Das ist der Ortsteil unserer Gemeinde der mit zwei Discountern, die schön verteilt im Ort sind, so dass für jeden dort einer gut fußläufig zu erreichen ist, einem DM, einem Blumenladen, einem Buchladen, etc. wunderbar ausgestattet ist, wo Sie einfach alles wunderbar zu Fuß mal eben besorgen können? Korrekt?
      Nun gut, gucken Sie sich Mal in Wössingen um. Kein Discounter, und wenn ich ohne Auto (sei es weil es vielleicht aus Umweltgedanken oder auch weil die Familie nur ein Auto besitzt) versuchen möchte meinen Wocheneinkauf zu tätigen habe ich bisher in Wössingen keine Alternative zum Rewe. Ich gehe wirklich gerne in den Rewe, keine Frage, aber genauso oft fahre ich mittags oder Abends noch nach Berghausen, Bretten oder Wilferdingen. Geld das ich gerne zukünftig auch hier in Wössingen in einen Aldi trage- und dann zu Fuß oder per Fahrrad.

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    WeWa

    |

    Ich denke generell belebt Konkurrenz das Geschäft. Man sollte da wirklich die Kirche im Dorf lassen, man kann trefflich streiten wer mehr oder weniger Plastikverpackung im Angebot hat. Ausserdem habe ich erst neulich gelesen dass REWE die Discounter „angreifen“ möchte.. andererseits liest man die Discounter möchten den Vollsortimentern Kunden „abjagen“ Also was soll die Aufregung? Lassen wir den Kunden und den Markt entscheiden wenn es dann so weit ist. Und noch was: Nicht jeder Käufer kommt auf dem Heimweg von der Arbeit irgendwo an einem LIDL oder ALDI vorbei. Viele Senioren könnten unnötige Wegstrecken vermeiden und das verbesserte Angebot annehmen.

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    Jöhlingerin

    |

    Die Wössinger wurden sehr lange ohne Supermarkt im Stich gelassen. Ob jetzt noch ein weiterer Discounter, egal ob Aldi oder Lidl Sinn macht, liegt doch nur am Einkaufsverhalten der Bürger. In Berghausen und auch in Bretten beim Aldi sieht man viele Walzbachtäler einkaufen. Zwei Läden auf einem Punkt, siehe Berghausen mit Aldi und Pistons oder auch in Weingarten mit Rewe und Penny kann funktionieren. Also wenn, dann würde ich für Aldi stimmen, denke da ist die Nachfrage bei den Bürgern höher als bei Lidl. Aber lassen wir uns überraschen 🙂

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    Martina Prinz

    |

    Jetzt möchte ich mich noch mal äußern. Für mich stellen sich 3 Fragen:
    1.) Muss es denn in jeder kleinen Gemeinde die gleichen Geschäfte geben oder gibt es Alternativen?
    2.) Könnte dann REWE in Zukunft das nächste leerstehende Gebäude sein?
    3.) Wie wollen wir als Bürger einer Gemeinde die bestehenden Geschäfte unterstützen?

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    Jack Herbst

    |

    Die Diskussion macht sichtbar, dass man zur Frage: „Discounter in Wössingen?“ durchaus unterschiedlicher Meinung sein kann.
    – Sie zeigt aber ebenso, dass Verwaltung und Gemeinderat den Dialog mit den Bürgern vor(!) der Entscheidung hätten suchen sollen – Bürgerbeteiligung im besten Sinne. Dies wurde wie so oft leider versäumt! Ich bin sehr gespannt, ob sich diese Haltung im Rathaus mit dem neuen Bürgermeister und Gemeinderat ändern wird!?!
    – Ich wünsche mir vom Gemeinderat auch, dass er über das Tagesgeschäft und über Einzelentscheidungen hinaus
    – im Idealfall mit Bürgerbeteiligung – ein übergeordnetes Konzept für die ( nachhaltige und lebenswerte) Entwicklung unsere Gemeinde für die nächsten Jahre erarbeitet, denn Aufgabe von Politik ist es doch strategisch zu denken und Weichen zu stellen…
    – Noch mal zum konkreten Fall: Wir dürfen „den Synergieeffekt“ jetzt aber auch nicht schönreden. Es ist doch klar, dass jeder Apfel, jede Wurst und jedes Brot aus dem Backautomat nicht nochmal von Unterweger, Gretz oder Friebolin verkauft wird!

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    Dorfmuggel

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    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Zum letzen Punkt: sehe ich nicht so. Meine Backwaren kaufe ich weiterhin beim „Fribo“ und mein Fleisch wenn möglich beim Gretz. Dennoch vervollständigt ein Discounter das Angebot. Zu den restlichen Punkten stimme ich zu.

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    S.Fabry

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    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Aldi fände ich gut, ich als Jöhlingerin. Denn schaue ich mir nicht nur die saisonalen Blumen(töpfe) im Penny oder Netto an… mir graut’s! Bei Obst und Gemüse ebenfalls.

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    Lars

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    Mal die sachliche Diskussion aussen vorgelassen, ob und warum ein Discounter Sinn machen könnte….
    Die Antwort aus dem Rathaus ist an Unverschämtheit nur schwer zu übertreffen.

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      Michel

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      Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi? Als Antwort auf: Lars
      das bringt es auf den Punkt, und ist ja auch nicht das erste Mal. Wenn sich der Herr Burgey da zu Unrecht angegriffen fühlt ist das was er da schreibt auf jeden Fall eines Demokraten nicht würdig.

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    Tom

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    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Finde es immer toll die Diskussionen hier. Typisch Walzbachtal/Wössinger, motzen über alles. Jetzt hätten Sie eine Chance wieder eine Aufwertungen im Ort zu bekommen und schon wird gemotzt. Fährt doch mal durch euer Ort, was gibt es hier noch ???? Ein Bäcker, Fernseh Fischer, Ford Schreiber und ein Döner. Wer wirklich Qualität will der kauft auch weiterhin beim Unterweger sein Gemüse oder Obst. Alle anderen die e schon motzen Fahren doch heute schon zum Aldi. Und nun noch auf die Idee mit dem Umweltschutz kommen, lach mich echt schlapp, hier springt jeder auf den Zug, aber morgens eure Kinder mit dem Auto in den Kindergarten, Schule oder zur Stadtbahnhaltestelle fahren. Warum soll irgendjemand noch nach Wössingen ziehen, fährt mal durch andere Orte, da gibt es alles möglich. Nein in Wössingen wird nur gemotzt.

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    Wössingerin

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    Wie wäre es mal in Wössingen mit einem Fitnessstudio? Oder einem zweiten Hausarzt? Oder einem Ergotherapeuten?

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      Stephanie Schmitt

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      Aldi oder nicht Aldi.
      Und warum gibt es in Wössingen kaum noch Möglichkeiten einzukaufen? Weil vieles im Internet bestellt wird oder auswärts gekauft . Obwohl es im Internet nicht immer billiger ist. Nur bequemer.
      Also warum dann noch einen Discounter? Am sparen liegt es nicht, sondern nur an der Bequemlichkeit seinen Einkauf bewusst zu tätigen.

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        ARO

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        Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi? Als Antwort auf: Stephanie Schmitt
        Ein Spiegelbild der gesamten Gesellschaft. Vielleicht liegt es auch daran, dass in der heutigen Zeit im Ort nur noch „gewohnt“ und nicht mehr „gelebt“ wird. Sollten wir alle mal drüber nachdenken.

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    S.M., Jöhlingen

    |

    Weshalb denken alle bei Einkaufsmöglichkeiten am Ort an Lebensmittel? Wenn man schon Discounter „anlocken“ will könnte man doch an Textilien oder auch Schuhe denken. Dies funktioniert auch in einer knapp 10000 Einwohner- Gemeinde. Und man müsste nicht jedes mal nach Karlsruhe oder Bretten fahren.

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    Dieter Langjahr

    |

    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Die Stimmenthaltung – ein leidiges Thema?! Im obigen Thema wurde es ja bereits mehrfach angeführt: „Zustimmung bei 1 Nein und 4 Enthaltungen“.
    „Ja“, „Nein“ oder doch lieber die elegante Enthaltung? Es steht jedem Stimmberechtigten frei, sich bei einer Abstimmung der Stimme zu enthalten. Doch welche Auswirkungen hat die Enthaltung auf das Beschlussergebnis?
    – Zählen die Stimmen nicht,
    – gelten sie als „Nein“ oder „Ja“?
    – Kann überhaupt ein Mehrheitsbeschluss zustande kommen, wenn ich viele bei der Abstimmung der Stimme enthalten?
    Nach Auffassung des BGH ist für das Beschlussergebnis ausschließlich maßgeblich, ob die Anzahl der Ja-Stimmen die Anzahl der Nein-Stimmen übersteigt. Bei der Auszählung der Stimmen bleiben die Enthaltungen also unberücksichtigt – Sie werden nicht mitgezählt.
    Aber wie ist deren Wirkung, bei einem solchen Abstimmungsverhalten?! Für mich wirken Enthaltungen immer im Sinne der Vorlage, also mit JA / NEIN und trägt nicht zielführend zu einer Entscheidung bei. Es wäre wünschenswert, wenn sich in Anlehnung an das hier heiß diskutierte Thema die neuen und altgedienten Gemeinderäte/innen zu einem klaren Abstimmungsverhalten mit entweder JA / NEIN ermutigen könnten.
    PS: Danke Bernd für dein klares NEIN und noch eine Bitte an alle „Alias“ Kommentatoren/innen, wie wäre es mit einem coming-out Eurer Namen?!

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    Elfi

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    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Ich lebe seit über 50 Jahren in Walzbachtal und liebe meinen Ort aber was zur Zeit alles geschieht bzw. geplant wird ist für mich unfassbar. Andere Orte und Städte nehmen den Klimawandel, die zunehmende Trockenheit, die Umweltverschmutzung ernst und suchen und gehen neue Wege. Es wird nicht mehr versiegelt sondern begrünt, es wird nicht gerodet sondern aufgeforstet, es wird nicht unötig gebaut sondern für den Erhalt von Grünflächen und Natur als Lebensgrundlage für Mensch und Tier alles getan. In Walzbachtal ticken die Uhren anscheinend anders oder gar nicht. Oder ist es hier etwa so, wie Kurt Goetz einmal schrieb:“Der schlimmste Feind des Menschen ist die Mikrobe der Dummheit.“
    Hier wird gebaut, versiegelt, einmalige Natur, etc zerstört. Hier freuen sich die Menschen, wenn ein weiteres Stück Natur bebaut und versiegelt wird. Hier wünscht man sich, dass mit dem Landschaftsschutzgebiet Attental eine wichtige und wunderschöne grüne Oase einer Gütertransportroute weichen soll und damit ein weiteres Stück wertvoller Natur zerstört wird.

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    Joseph

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    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Was würde Chief Joseph in seiner berühmten Rede heute sagen? „Erst wenn der letzte Flecken Grün zubetoniert ist wird der weiße Mann erkennen, dass seine Lebensmittel nicht am Aldi-Baum wachsen.“ Die Nach-mir-die-Sintflut-Mentalität eines K.-H. Burgey ist zum Glück Geschichte. Ein Wandel in der Gemeindepolitik ist allerdings nicht allein durch den Austausch eines „Führer“-Plakats zu erreichen. Überwunden ist diese Phase erst dann, wenn auch das Gedankengut aus den Köpfen der Einwohner verschwunden ist und ersetzt wird durch ein zukunftsorientiertes nachhaltiges Denken!

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    Hans Wurst

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    „Nachhaltiges denken“ – das hört sich ja toll an, verändern wird es aber rein gar nichts. Die Politik wird sich nicht kümmern und weiter wursteln wie bisher und der Bürger hat nach der Wahl keinen Einfluss mehr.

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      Joseph

      |

      Das mag für die „große Politik“ zutreffen, bei lokalen Entscheidungen hat jeder einzelne Bürger sehr wohl Einflussmöglichkeiten auf getroffene Entscheidungen. Jedes Gemeinderatsmitglied ist Bürger der Gemeinde. Jeder (oder die meisten) Bürger der Gemeinde kennt alle (oder die meisten) Gemeinderäte und kann seine Anliegen gegenüber diesen persönlich vertreten. So funktioniert Demokratie – solange der amtierende Bürgermeister nicht das Alleindeutungsrecht in sämtlichen Sachfragen für sich in Anspruch nimmt. Diese Zeiten sind doch hoffentlich vorbei.

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    Claudia

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    Als Antwort auf: Aldi oder nicht Aldi?
    Ich bin zwar kein Bürger der Gemeinde, aber ich leide mit, wenn ich sehe, wie unsinnig solch schöne Grünflächen einem weiteren Supermarkt weichen sollen.
    Wie schon einige Vorredner mir aus der Seele sprachen: „Ist denn ein weiterer Supermarkt von Nöten?“
    Wann bestinnt der Mensch sich auf das wirklich Wichtige auf dieser Welt? Es ist fünf vor zwölf und es gibt immer noch viele, die das bisher noch nicht erkannt haben!

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