Aktiv für Eiche

Ruiter Naturdenkmal wieder aufgehübscht

Fünf Meter Umfang misst der Stamm der Moltke-Eiche in der Nähe der ehemaligen Ölmühle. Zweiundzwanzig Meter reckt sie ihre Wipfel gen Himmel. Und obwohl direkt an der viel befahrenen Verbindungsstraße zwischen Ruit und Bretten gelegen, wurde das stattliche Exemplar kaum beachtet.

Der Platz um die Eiche führte geradezu einen Dornröschenschlaf, war im Laufe vieler Jahre zugewuchert und unansehnlich geworden. DFas hat sich jetzt geändert. Die Fraktion der Aktiven im Brettener Gemeinderat hat sich um das Naturdenkmal gekümmert. „Wir haben die Eiche aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt“, freute sich der Fraktionsvorsitzende Udo Biermann bei der Präsentation des wieder aufgehübschten Platzes. Gebüsch und kleinerer Bewuchs, der die Sicht auf den Baum behinderte, wurde entfernt. Die Umgebung wurde durch Ausstreuen von Hackschnitzeln wieder begehbar gemacht.

Der Impulsgeber dazu war Udo Stammnitz. Dem fundierten Kenner und Herausgeber eines entsprechenden Fachbuches war der schlechte Zustand aufgefallen. Er erinnerte sich des „Heißen Drahtes“, den die Aktiven den Bürgern zur Meldung von Anregungen eingerichtet hatten und bat um Abhilfe. „Als mich Udo Stammnitz im Herbst letzten Jahres anrief, wusste ich sofort, um was es geht“, sagt der Ruiter Ortsvorsteher bei der Präsentation des neu gestalteten Platzes. Für ihn stand sofort fest, dass die Aktiven hier tätig werden würden. Die Moltke-Eiche und der Platz davor seien schließlich ein wesentlicher Teil des ursprünglichen Ruiter Wanderwege–Netzes, das unter seinem Amtsvorgänger Erich Hochberger in Ruit errichtet wurde.

Treut sah den bedauernswerten Zustand als Ergebnis dessen, dass die Pflege des Wanderwege-Netzes in die Verantwortung des Amtes Technik und Umwelt der Stadt übergegangen war. Dort sei durch immer angespanntere Haushaltslagen sehr schnell, sehr stark der Rotstift angesetzt worden. Kleinere Arbeiten seien deshalb ab und zu „hinten runter“ gefallen.

In die Bresche seien die Aktiven gesprungen, sagt deren Fraktionsvorsitzender Jörg Biermann. Die Sanierung sei sehr gut gelungen. Damit habe Bretten wieder einen sehr schönen Anlaufpunkt für Wanderer, Radfahrer und Spaziergänger mit einem geschichtlichen Hintergrund. Die Moltke-Eiche trägt nämlich nicht von ungefähr ihren Namen. Der Schössling wurde 1871 nach dem erfolgreichen Frankreich-Feldzug des gleichnamigen Heerführers bei Gründung des Deutschen Reiches und der Krönung von Wilhelm I. zum Kaiser gepflanzt. Er ist mithin genau 150 Jahr alt.

Sanierungs-Initiator Udo Stammnitz war bei der Präsentation des vollendeten Werkes selbstverständlich mit dabei. „Es freut mich sehr, dass das angegangen wurde“, sagte der 83-Jährige. Er habe sich geradezu „verliebt in diesen prächtigen Baum“, den noch sein Urgroßvater gesehen habe. Die Gelegenheit nutzte er dazu, weitere Aufgaben mit auf den Weg zugeben: „Das könnte man auch noch wo anders machen“. Den Hinweis griff Aaron Treut gerne auf. Er wies darauf hin, dass im Rahmen des „heißen Drahtes“ noch weitere Themen auf der Aktiven-Abarbeitungsliste stünden. Der „Heiße Draht“ sei weiter erreichbar unter der Kontaktnummer 0179/5958573 möglichst an den Donnerstagen zwischen 18:30 Uhr und 19:30 Uhr.

Jörg Biermann, Wolfgang Lübeck, Udo Stammnitz und der Ruiter Ortsvorsteher Aaron Treut präsentieren den wieder hergerichteten Platz rund um die Moltek-Eiche zwischen Ruit und Bretten

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