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70% der Geschäftskunden

BBV legt Zahlen für das Gewerbegebiet in Gölshausen vor / Für die Kernstadt fehlen einige 100 Kunden
(PM) Einen denkbar schlechten Eindruck machte der Vertreter der Firma, die in Bretten das Glasfasernetz aufbauen soll während der letzten Gemeinderatssitzung. Mit Millioneneuros jonglierend war es ihm nicht einmal möglich, die Fragen nach der Anzahl der Anträge für den Anschluss an Netz zu beantworten. Mancher Beobachter fühlte sich an die mahnenden Stimmen erinnert, die ganz zu Beginn zu dieser Firma laut geworden waren. Jetzt fühlt sich der Betreiber bemüßigt, in einer Presseerklärung auf die unbeantworteten Fragen einzugehen, die die Gemeinderäte gestellt hatten.

Die BBV Rhein-Neckar wird das Gewerbegebiet in Gölshausen ausbauen und strebt eine offene Kommunikation für ihr Millionenprojekt an. „Gölshausen liegt uns sehr am Herzen, weil uns hier besonders viele Unternehmen das Vertrauen ausgesprochen und mit der BBV Verträge für Geschäftskundenprodukte geschlossen haben“, betonte Wolfgang Ruh, Leiter Vertrieb der BBV Deutschland. „Zudem ist es mir sehr wichtig, noch offene Fragen des Gemeinderats und der Bürgerschaft zu beantworte“, versichert Ruh weiter. Damit reagiert das Unternehmen auf Fragen und Kritik aus der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Der für den Glasfaserausbau in Bretten bei der BBV Hauptzuständige konnte durch die Terminverlegung um eine Woche an dieser Sitzung nicht teilnehmen.

Dass die für den Wirtschaftsstandort Bretten wichtige Glasfaser bei den Gewerbekunden sehr gut ankommt, kann Ruh bestätigen. Bisher haben von den insgesamt 262 potentiellen Geschäftskunden in Bretten ohne Bäckereien und Metzgereibetriebe aktuell mit 179 fast 70 Prozent bereits einen Geschäftskundenvertrag für einen reinen Glasfaseranschluss mit der BBV geschlossen. Darunter befinden sich Unternehmen, Gewerbetreibende, Freiberufler, Wohnungsbaugenossenschaften und Behörden. Mit 49 Geschäftskunden ragt Gölshausen deutlich heraus. „Ich kann Ihnen daher mitteilen, dass wir das Industriegebiet Gölshausen fest im Visier haben und dort ausbauen werden“, erklärte Wolfgang Ruh. In Diedelsheim haben 16 und in Rinklingen elf Betriebe unterzeichnet. Mit weiteren Geschäfts- und auch Privatkunden rechnet Ruh, wenn der Ausbau erst einmal sichtbar begonnen hat.

Die BBV will auch die Kernstadt gern ausbauen, das bekräftigte Ruh. „Für die gesamte Kernstadt haben wir die Planung beauftragt und werden dann sehen, was wirtschaftlich machbar ist und was in einzelnen Clustern nach und nach ausgebaut werden kann. Allerdings fehlen derzeit noch einige Hundert Verträge für einen Gesamtausbau. Exakte Zahlen für die einzelnen Cluster werden wir selbstverständlich nach Vorliegen der Planung kommunizieren.“

Er bestätigte zudem, dass die BBV in Ruit und Sprantal den Ausbau Ende Mai / Anfang Juni starten und mit der gleichzeitigen Ausbauplanung für die drei Ortsteile Gölshausen, Rinklingen und Diedelsheim im Juni beginnen will. Diese wird voraussichtlich vier Monate dauern. „Wir wollen danach so schnell wie möglich in den drei Ortsteilen ausbauen, sind allerdings auch vom Wetter abhängig und dass keine unvorhergesehenen Umstände eintreten“, sagte er weiter. Die BBV will dabei, wie in Ruit und Sprantal auch, Bautrupps einsetzen, die gleichzeitig an verschiedenen Stellen in den jeweiligen Ortsteilen mit ihren Arbeit beginnen. „Hier gab es einige Fragen seitens der Bürgerinnen und Bürger. Wir gehen nicht von Straße zu Straße, sondern zur gleichen Zeit an verschiedenen Stellen vor.“ Zur Information über den Ausbau plant die BBV einen besonderen Blog im Internet. Hier erfahren Anwohner rund zwei Wochen vor den Baumaßnahmen, wann diese bei Ihnen beginnen.

Zur Forderung nach der konkreten Datierung von Baumaßnahmen sagte er: “Es ist leider bei einem derart großen Ausbauprojekt wie in Bretten, wo wir über 20 Millionen Euro in die Hand nehmen, extrem schwierig Monate im Voraus exakte Zeitangaben zu machen. Jeder, der selber einmal gebaut hat, weiß aus persönlicher Erfahrung, dass immer wieder unvorhergesehene Umstände eintreten können, die einen Bau verzögern. Hier bitte ich ausdrücklich um Verständnis. Wir sind schon aus eigenem Interesse bestrebt, den Ausbau so zügig wie möglich voranzutreiben. Zudem werden wir feststehende Termine und Zeiträume so früh wie möglich kommunizieren!“

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