284.000 für die Digitalisierung

Walzbachtal baut WLAN-Netz für die Schulen aus

Corona hat deutlich gemacht, welch wichtige Rolle die Digitalisierung der Schulen spielt. Bei der hapert es aber noch an vielen Stellen. Mit dem „DigitalPakt Schule“ will der Bund dem Ausbau auf die Sprünge helfen. Walzbachtal will sich daran beteiligen.

Die beiden Rektoren Axel Orschessek und Ruben Goldschmidt berichteten in einem ersten Anlauf schon im November 2020 von Defiziten in ihren beiden Grundschulen. Ruben Goldschmidt, Rektor der Wössinger Grundschule, zeigte sich dabei enttäuscht von dem WLAN-Netz seiner Schule. Das gesamte Netz der Schule sei immer wieder überlastet. Das WLAN sei auch in der Jöhlinger Walzbachschule die Schwachstelle, bestätigte deren Rektor Axel Orschessek.

Diesem Missstand will die Gemeinde jetzt mit einem ausgetüftelten Konzept begegnen. Das allerdings wird keine leichte und auch keine billige Sache werden, war nach dem einführenden Vortrag von Gerd Eberle schnell klar. An drei Stellschrauben müsse hauptsächlich gedreht werden, berichtete der seit Ende letzten Jahres mit dieser Aufgabe betraute Verwaltungsmitarbeiter. Die Ausstattung der Klassenräume mit WLAN-Signalen, die Verkabelung und die Einrichtung von zwei Servern müsse als erstes angegangen werden. Nach einigen Vorversuchen in der Wössinger Böhnlichhalle habe man die idealen Standorte für die Access-Points in beiden Schulen gefunden.

Insgesamt sei mit Kosten in Höhe von 284.000 Euro zu rechnen. Zuschüsse des Landes in Höhe von 108.000 Euro können ab dem Zeitpunkt dagegen gerechnet werden, zu dem mehr als 20 Prozent der Gesamtsumme investiert sind, informierte Amtsleiterin Esther Breuninger. Eberle empfahl angesichts der angeschlagenen, finanziellen Situation der Gemeinde eine etappenweise Realisierung. Zuerst müsse das Datennetz stehen, dann könne man die weiteren Schritte angehen.

Selbst auf Nachfragen mehrerer Gemeinderäte mochte er sich nicht darauf festlegen, wie viele Endgeräte den Schülern zur Verfügung gestellt werden sollen. Erst auf Drängen von Tino Villano (CDU) gab Esther Breuninger als Ziel vor, dass jeder Schüler ein Tablet erhalten solle. Angesichts der vielen Unwägbarkeiten blieb für Andrea Zipf (Grüne) das Konzept an vielen Stellen „ein Buch mit sieben Siegeln“. Was nun wann von IT-Ausstattung, Support oder Softwareausstattung angegangen werden soll, wurde an vielen Stellen offen gelassen.

Nichtsdestotrotz nahm der Gemeinderat von dem Sachstandsbericht einstimmig Kenntnis und genehmigte das Datennetz, die Ausstattung mit Access-Points und die Server mit Kosten in Höhe von rund 75.000 Euro. Auf Nachfrage von Sascha Fanz (FDP) kündigte Gerd Eberle eine zeitnahe Umsetzung bis nach den Herbstferien an. Der Antrag auf Förderung muss bis spätestens 30. April 2022 gestellt werden. Der Abschluss der Maßnahme muss bis 31.12.2024 erfolgt sein.

Für öffentliche Nutzung des Internets stimmte der Gemeinderat überdies der Einrichtung eines öffentlichen WLANs am Jöhlinger Kirchplatz zu. In einer denkbar knappen Abstimmung (8:9) unterlag CDU-Gemeinderat Thomas Reichert mit seinem Antrag, die Einrichtung weiterer Standorte wenigstens offen zu halten.

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