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100 Parkplätze wären das Ende

Den Entwurf der 4. Änderung des Bebauungsplanes „Jöhlinger Straße / Schubertstraße“ und dessen öffentliche Auslegung hat der Walzbachtaler Gemeinderat einstimmig gebilligt. Mit ihm sollen die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden für ein „Haus der Gesundheit“ in der Jöhlinger Ortsmitte. Auf der „innerörtliche Potentialfläche“, so Planer Lars Petri, soll eine Kombination aus Arztpraxen, Pflegedienst und altersgerechtem Wohnen entstehen. Die Bereiche für das altersgerechte Wohnen sind im hinteren Bereich bei der Schubertstraße vorgesehen und werden von dort auch teilweise erschlossen. Der bisher existierende Bebauungsplan lasse das nicht zu und müsse deshalb geändert werden. Eine ursprünglich vorgesehene Tiefgarage werde nicht realisiert. Das Grundstück sei in der neuen Hochwassergefährdungskarte des Landratsamtes als Überflutungsbereich ausgewiesen. Deshalb dürfe dort keine Tiefgarage gebaut werden, informierte Karl-Heinz Burgey. Stattdessen werde eine ebenerdige Garage mit Erdüberdeckung entstehen. Das Element Einzelhandel sei nur in geringem Umfang in dem Projekt vorgesehen als Backshop mit Sitzgelegenheiten, präzisierte der Bürgermeister auf Nachfrage von Martin Sulzer. Ungeahnte Brisanz erhielt das Thema durch Sorgen, die die CDU-Fraktion umtrieben. Schon bei der Vorstellung des Projekts deutete sich Diskussionsbedarf an mit einer Zwischenfrage des Fraktionsvorsitzenden Michael Paul zur Zahl der Parkplätze. Die Parkplatzsituation sei jetzt schon sehr kritisch. Die Parkplätze reichten gerade so für Besucher der beiden Gaststätten „Mythos“, „Lamm“, der Volksbank und des Schreibwarenladens „Eselsohr“, die über keine eigenen Parkplätze verfügten. Wenn jetzt noch zusätzliche Arztpraxen entstünden und gleichzeitig bisherige Parkplätze wegfallen würden, dann würde die Parkplatzsituaton dort „sehr, sehr kritisch.“ Die CDU fordere ein Parkplatzkonzept für die Jöhlinger Ortsmitte. „Die Bevölkerung würde es uns um die Ohren hauen, wenn wir uns nicht genügend Gedanken gemacht haben“, befürchtete Paul. Sein Fraktionskollege Andreas Meizinger rechnete dem Bürgermeister vor, dass dort Parkplätze im dreistelligen Bereich gebraucht würden. Das schmeckte dem Bürgermeister nicht. „Dann können wir das Buch zumachen“, prognostizierte Karl-Heinz Burgey dem Projekt neben der Volksbank ein vorzeitiges Ende, sollten dem Investor solche Forderungen gestellt werden. Er appellierte an den Gemeinderat sich damit zu bescheiden, „mehr zu machen als baurechtlich vorgeschrieben ist“. Volker Trumpf konnte er damit nicht beeindrucken. Das Kriterium müsse nicht sein, was wünschenswert ist, sondern das was notwendig ist, meinte er. Der Auftrag ging schließlich an die Verwaltung ein Parkplatzkonzept zu erstellen für die Jöhlinger Ortsmitte. Es soll in einer Informationsveranstaltung der Bevölkerung vorgestellt und diskutiert werden

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