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Zu groß geplant

Gemeinderat verweigert Zustimmung für Jöhlinger Bauvorhaben
Zu massiv ist den Walzbachtaler Gemeinderäten ein an der Kreuzung von Bollanden- und Lessingstraße geplanter Neubau. Der Bauantrag wurde abgelehnt. Vergeblich hatte Bürgermeister Karl-Heinz Burgey darauf hingewiesen, dass die Baurechtsabteilung des Landratsamtes die Ablehnung aller Wahrscheinlichkeit wieder einkassieren wird. Die Planung widerspreche nicht den maßgeblichen Beurteilungskriterien, unterstützte ihn Bauamtsmitarbeiterin Skadi Förster. Gegenüber einer schon einmal abgelehnten Bauvoranfrage hat der Bauherr seine Planung überarbeitet und statt eines Flachdachs ein Mansarddach vorgesehen. Die geänderte Dachform bedinge eine reduzierte Traufhöhe. Das Einvernehmen könne erteilt werden.

Von der Mahnung des Bürgermeisters, die Rechtsprechung des Mannheimer Verwaltungsgerichtshofs (VGH) würde solches Bauen zulassen, ließ sich Rechtsanwalt Michael Paul (CDU) nicht beeinträchtigen. Der gesunde Menschenverstand gehöre nicht zu den bevorzugten Beratern des VGH, witzelte er sarkastisch. Die Bebauung sei viel zu massiv mit fünf Wohneinheiten. Die Zahl der Stellplätze würde nicht ausreichen. Er erhielt Unterstützung vom Fraktionskollegen Volker Trumpf („zur Gewinnmaximierung riesig bepflastert“) und der Grünen Andrea Zipf („Innerortsverdichtung ist ja schön und gut, aber hier wird über das Ziel hinausgeschossen“). Bei fünf Enthaltungen waren elf Gemeinderäte ebenfalls dieser Meinung, während nur zwei den Bedenken des Bürgermeisters folgten („wir müssen uns an dem orientieren, was Rechtsprechung ist in Baden-Württemberg ist“) und zustimmen wollten.

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