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Wolff schaffts nicht

Zweiter Wahlgang am 3. Dezember bringt die Entscheidung

Not amused war Amtsinhaber Martin Wolff von dem Ergebnis – im Hintergrund lauert schon Herausforderer Treut

Mit einer faustdicken Überraschung endete die Bürgermeisterwahl am gestrigen Sonntag in der Stadt Bretten. Oberbürgermeister Martin Wolff erreichte lediglich 4143 Stimmen oder 36,7 Prozent aller 11349 abgegebenen gültigen Stimmen. Der Amtsinhaber zeigte sich mächtig angefasst angesichts dieses Ergebnisses. Die Zahlen wolle er zunächst gründlich analysieren, ehe er eine Bewertung abgebe, meinte er gegenüber NadR.

Bei einer Wahlbeteiligung von nur 49,71 Prozent lag Herausforderer Aaron Treut dem Amtsinhaber mit 3681 Stimmen oder 32,65 Prozent mit nur vier Prozent Abstand dicht auf den Fersen. Der Ruiter Ortsvorsteher kündigte angesichts des guten Ergebnisses noch am Wahlabend an, beim zweiten Wahlgang am 3. Dezember seinen Hut in den Ring werfen zu wollen.

Damit wird es zu einem Dreikampf kommen. Der dritte ernsthafte Bewerber Andreas Leiling zeigte sich nämlich ebenfalls kampfbereit. „27 Prozent sind ein viel zu gutes Ergebnis als dass ich jetzt aufgeben würde“, sagte er. Er werde ebenfalls in den dritten Wahlgang am 3. Dezember gehen. Unter ferner liefen rangierte der Kandidat der Linken. Hans-Peter Schwertges erreichte 358 Stimmen oder 3,1 Prozent.

Bürgermeister Michael Nöltner verkündet das verläufige amtliche Ergebnis.



Damit endete ein Wahlkrimi, der bereits um 18:17 Uhr mit der Projektion der ersten Ergebnissen aus den kleinen Stadtteilen Dürrenbüchig oder Sprantal auf den Bildschirm im großen Saal des Rathauses begonnen hatte. Dort war schnell ausgezählt. Nach dem Eintrudeln weiterer Ergebnisse zeigte sich bald, dass es für den Amtsinhaber nicht zur sofortigen Titelverteidigung reichen würde.

Ganz spannend machte es Wahlleiter Michael Nöltner für die rund 350 Besucher, die die Entwicklung im Ratssaal verfolgten und unter denen auch etliche Kollegen waren wie etwa Markus Rupp, Sarina Pfründer und Cornelia Petzold-Schick. Er brach die Übertragung des Auszählung mit dem 28. von 30 Wahlbezirken ab und setzte sie erst mit der Verkündigung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses und dem Hinweis fort: „Dann sehen wir uns am 3. Dezember wieder!“

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Kommentare (3)

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    Kraichgauer

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    Als Antwort auf: Wolff schaffts nicht
    Auf jeden Fall werden am 3.12. die allermeisten, die den Drittplazierten gewählt haben, nicht zu Wolf umschwenken, denn darunter dürfte eine ganz erhebliche Anzahl sein, die ihn eben gerade nicht wollten. Sie werden nun eher pragmatisch zum Zweitplazierten neigen… bei nur vier Prozent Unterschied wars das dann wohl. Auch wenn es mancher Amtsinhaber partout nicht glauben will (…oder kann), so geht halt Demokratie … 🙂

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      Ein Wähler

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      Als Antwort auf: Kraichgauer Als Antwort auf: Wolff schaffts nicht
      Ebenso, könnte die vermutete „erhebliche Anzahl“ auf den Dirttplatzierten umschwenken, denn vielleicht wollen Sie einen Wechsel und haben fälschlicherweise angenommen „ein Nicht-Brettener schafft es in Bretten eh nicht…“ Wie man gesehen hat, kann man es doch in Bretten sehr weit bringen… mit Anstand, einem soliden Konzept und vor allem ohne rote Luftballons / ständiger Kritik! Oder aber Sie wünschen sich eine Veränderung, aber nicht zu jedem Preis und wechseln sehr wohl zum Amtsinhaber.
      oder oder oder…
      Es gibt viele Möglichkeiten und das Ergebnis ist ungewiss. Aber wir werden sehen, wer letztendlich überzeugen kann und wie entschieden wird… Es wäre töricht, leichtfertig und hochmütig zu denken, dass es nur die eine „richtige“ Lösung gibt… bedauerlicher Weise liest man gerade in den „sozialen“ Netzwerken dieses einfache Denkschema / diese teils törichte Argumentationskette immer wieder von den gleichen Mitbürgern.

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        Kraichgauer

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        Als Antwort auf: Wolff schaffts nicht und als Antwort auf: Ein Wähler
        „vielleicht wollen Sie einen Wechsel und haben fälschlicherweise angenommen…“ Nein, lieber „Ein Wähler“, ich will keinen Wechsel und habe auch nichts Falsches angenommen. Ich bin nämlich nicht wahlberechtigt in Bretten. „oder oder oder… Es gibt viele Möglichkeiten“ Nein. Es gibt in Bretten nur genau 3 Möglichkeiten. Wetten…? 😉 Aber nennen Sie mir mal auch nur eine Wahl aus unserem Land, bei der ein im ersten Wahlgang Drittplazierter bei der Stichwahl Bürgermeister wurde.

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