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Spuren der Weinbrennerkirche

500 Jahre Reformation und 200 Jahre Weinbrennerkirche feiert in diesem Jahr die evangelische Kirchengemeinde Wössingen. Im Zentrum der vielen Veranstaltungen, die sich um dieses Jubiläum ranken, steht eine Ausstellung zur zweihundertjährigen Grundsteinlegung. Am Sonntag wurde sie nach dem Gottesdienst eröffnet. Sie ist bis 21. Oktober nach den Gottesdiensten zu sehen. Wolfgang Eberle, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Walzbachtal, steht darüber hinaus für Gruppenführungen nach Anmeldung zur Verfügung. Beim Wössinger Straßenfest am kommenden Wochenende wird es sogar interaktive Führungen geben.

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Wolfgang Eberle bei einer Führung

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Wolfgang Eberle beim einleitenden Vortrag

Der Heimat- und Kulturverein nämlich hat den Löwenanteil an einer Spurensuche geleistet, die nicht nur die Gebäudegeschichte umfasst, sondern tief in die Geschichte der Wössinger Protestanten hineinreicht, bei der Pfarrer-Genealogie sogar bis in die Zeiten der Reformation, als die Wössinger Pfarrer noch katholisch waren. Pfarrerin Martina Tomaides dankte denn auch ausdrücklich dem federführenden Vorsitzenden und seiner Frau Claudia sowie Anton Machauer für die unzähligen Stunden akribischer Arbeit in Archiven und am Schreibtisch.

Pfarrerin Martina Tomaides mit ihren Dankeschöntaschen

Pfarrerin Martina Tomaides mit Dankeschöntaschen

Pfarrerin Martina Tomaides.

Pfarrer-Dank an den Vorsitzenden.

Die Mühe hat sich gelohnt. Die Autoren überraschten die rund 50 Besucher mit einer Vielzahl an Entdeckungen. Eine der unangenehmeren Art: Wolfgang Eberle räumte mit der Mär auf, die Kirche sei von Weinbrenner oder seinem Schüler Friedrich Theodor Fischer gebaut worden. Der war nämlich 1803 geboren und wäre somit bei der Grundsteinlegung erst 14 Jahre alt gewesen. Unmöglich. Seine Nachforschungen im Auftrag der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft habe ergeben, so berichtete Eberle, dass der Architekt der Kirche dessen Vater Christian Theodor Fischer gewesen sei.

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Wolfgang Eberle bei einer Führung

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Wolfgang Eberle bei einer Führung

Ihn habe der Mut beeindruckt und die Entschlossenheit, mit dem die Wössinger in einer wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeit den Bau eines solch monumentalen Bauwerks gewagt hätten. Die damals noch selbständigen beiden Orte Unter- und Oberwössingen hätten sich zusammen mit der Filialkirche Dürrenbüchig trotz dieser Widrigkeiten einstimmig für diesen Bau entschlossen. Er bestimmt jetzt seit 200 Jahren das Wössinger Ortsbild. Darauf spiele die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Müller an. Sie schrieb der Kirche eine „herausragende Stellung nicht nur im, sondern auch über dem Ort“ zu. Zusammen mit Treppe und Pfarrhaus stelle sie ein einmaliges Ensemble dar.

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Wolfgang Eberle bei einer Führung

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Wolfgang Eberle bei einer Führung

Die Inhalte der Ausstellung kann man sich auch außerhalb der Kirche zu Gemüte zu führen. Man kann sie sich als PDF downlaoden von der homepage evangelischen Kirchengemeinde Wössingen unter dieser Adresse: http://www.ekiwoe.de/mittendrin.php

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