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Walzbachtaler Gemeinderatssplitter

So was hat der Walzbachtaler Gemeinderat schon seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt: Sondersitzung in den Sommerferien. Altgediente Fahrensmänner der Kommunalpolitik erinnern sich höchstens an jene legendäre Sitzung, die Karl-Heinz Burgeys Vorvorgänger im Sommer 1985 einberief, um den Verkauf des Speyerer Hofes zu verhindern. Viele führen auch heute noch dessen Scheitern bei der wenig später stattfindenden Bürgermeisterwahl auf diese Taktiererei zurück. Mit solchen Konsequenzen allerdings muss Karl-Heinz Burgey nicht rechnen, weil erstens sein schnelles Handeln allseits als löblich etikettiert wurde und er zweitens zur nächsten Bürgermeisterwahl nicht mehr antreten darf.

Angesichts einer so außergewöhnlichen Situation war natürlich eine einleitende Bemerkung des Bürgermeisters fällig. „Sie hätten ja sonst gar nicht gewusst, was Sie bei so schönem Wetter hätten tun sollen. Was für ein Glück, dass uns ein Thema eingefallen ist“, begrüßte er die Gemeinderäte, in deren Reihen lediglich Volker Trumpf und Silke Meyer fehlten. Stolz war der Bürgermeister auf die volle Einsatzbereitschaft seines Gemeinderats, die er in den Sommerferien fürs Gemeindewohl zeige.

Die Räte wollten dies Lob nicht uneingeschränkt vergelten. Sie verschafften ihm ein dejavu-Erlebnis der unbeliebten Art. Bei der Abstimmung über den Bauantrag für ein Haus in der Lessingsstraße ging seine Hand tapfer allein in die Höhe als dessen Befürworter. Nicht zum ersten Mal, dass ihn der Gemeinderat mit seiner Meinung so allein ließ.

So etwas habe er in seinen zwanzig Jahren als Gemeinderat nicht erlebt, kommentierte Ex-Gemeinderat Herbert Fröhlich von den Zuhörerbänken aus die Sondersitzung. Jetzt sei er gespannt, warum es mit dem Bebauungsplan „Hofmanns Seite“ so lange dauere. Letzte Aufklärung darüber wird er wohl nicht erhalten haben, eher durch unseren Artikel http://nadr.de/jetzt-aber-schnell/ .

Fröhlich reihte sich in die Phalanx seiner Nachfolger ein und warnte dringend vor den Plänen für die Lessingstraße 3. Auf der schmalen Straße ohne Gehweg würde der Bau enorme Probleme bringen.

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