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Walzbachtaler Gemeinderatssplitter

Adolf ist noch da / Kritik am Walzbachtaler Weihnachtsmarkt? / Wasser unbelastet
Ja was, liegt Walzbachtal jetzt am Fluss? Der Titel einer Untersuchung zu den Hochwassergefahren für Walzbachtal lässt diese Schlussfolgerung zu. „Man könnte fast meinen, der Walzbach ist jetzt ein Fluss“, leitete Karl-Heinz Burgey die Vorstellung der „Flussgebietsuntersuchung“ durch Dr. Michael Rosport ein.

„Bedarf es hier der Abstimmung mit der Gemeinde Weingarten?“, fragte Michael Paul vorsichtig nach und hatte bei dieser Frage wohl die Erfahrungen mit den Weingartener Kollegen im Hinterkopf, die sich bei der Diskussion um die Sperrung der Jöhlinger Straße und der verweigerten Umleitungsstrecke über den Bittberg wenig kooperativ gezeigt hatten.

Der Jöhlinger Weihnachtsmarkt schien dieses Jahr nicht bei allen gut anzukommen. Als Sebastian Höhne sich unter Beifall seiner Kollegen im Gemeinderat bedankte für das gute Gelingen, reagierte Karl-Heinz Burgey mit einem reservierten Lächeln. Das tue gut, meinte er, denn in den letzten beiden Tagen habe er sehr viel Gegenteiliges gehört.

Grünes Licht konnte der Bürgermeister auf die Frage von Helene Heimberger-Schäfer geben, ob das Walzbachtaler Wasser eine PCB Belastung aufweise ähnlich den Gebieten am Oberrhein, wo dieser Stoff in den letzten Jahren Probleme bereite. Das Wasser werde regelmäßig untersucht und nie seien solche Belastungen festgestellt worden, beruhigte Karl-Heinz Burgey.

Der Aufnahme eines Kommunaldarlehens für das Jahr 2018 in Höhe von 1,1 Millionen Euro hat der Walzbachtaler Gemeinderat zugestimmt. Der Kredit soll langfristig über 25 Jahre laufen, denn „wir wissen nicht, ob die Zinsen in den nächsten Jahren so günstig bleiben werden“, meinte der Bürgermeister. Die Tilgung wird in Halbjahresraten auf 25 Jahre verteilt zu einem Zinssatz von 1,389 Prozent wie Kämmerin Anja Leyerle berichtete.

Walzbachtal hat einen ungeliebten Ehrenbürger. Adolf Hitler wurde am 10. März 1933 vom Wössinger Gemeinderat mit 6 zu 1 Stimmen in diesen Stand erhoben. Der mittlerweile mehr als peinliche Zustand, erstmals berichtet vor 35 Jahren von der Walzbachtaler Dorfzeitung, dauert an, wie der Bürgermeister am Ende der letzten Gemeinderatssitzung auf Nachfrage von Silke Meyer einräumte. Die Gemeindeverwaltung habe trotz intensiver Nachforschungen keinen Beschluss finden können, der Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft aberkennt, berichtete Karl-Heinz Burgey. Der Gemeinderat solle dies in der nächsten Gemeinderatssitzung am 17. Dezember tun. Der Bürgermeister will dann auch eine Liste der Ehrenbürger vorlegen, um die Silke Meyer gebeten hatte.

Dem Thema Machtergreifung der Nationalsozialisten hatte die Dorfzeitung eine umfangreiche Serie (in der auch über Hitlers Ehrenbürgerschaft berichtet wurde) im Jahr 1983 zum 50-jährigen Jahrestag gewidmet. Die Serie ist in Vergessenheit geraten. Das hat sie nicht verdient. Deshalb werden wir sie in den nächsten Tagen hier auf NadR noch einmal zum Leben erwecken.

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