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Walzbachtaler Gemeinderatssplitter

Stadtbahn schwächelt / Begeisterung über Sozialarbeiterin / Spielzeug für den Bürgermeister
Direkt aus der Stadtbahn heraus ist jüngst eine Whatsapp-Nachricht bei der NadR-Redaktion ganz im Gegensatz zur Bahn schnell eingelaufen: „Zug steht auf offener Strecke vor Bahnhof Grötzingen“, hieß es da. Die Fahrgäste mussten in eine andere S4 umsteigen, nachdem die Bremsen gelöst werden konnten. Resultat: eine Stunde Verspätung. Das Thema griff jetzt die SPD-Fraktion mit einem Antrag an die Gemeindeverwaltung auf. Silke Meyer machte darauf aufmerksam, dass Bahnen auf der S4 Linie ausfielen oder sehr unpünktlich waren und legte dem Bürgermeister eine ganze Liste von Fragen (beispielsweise: „Wie viele Bahnen fielen in den letzten 3 Monaten auf der Linie der S4 aus? War Personalmangel der Grund?“) vor mit der Bitte, sich um offizelle Aufkärung zu kümmern.

In die Schranken verwies Newbee und Sozialarbeiterin Julia Stahl den Bürgermeister während der Vorstellung ihres Projekts „Jugendforum“. Karl-Heinz Burgey solle sich gefälligst zurückziehen, nachdem er dort seine Einführungspflicht zu der Veranstaltung getan habe. „So sei das aber nicht vereinbart worden“, meinte der Verbannte, trug es allerdings mit Humor.

Ihr erster Arbeitsbericht wurde aber nicht deshalb vom Gemeinderat geradezu mit Begeisterung aufgenommen. Mit einem tollen Start habe Julia Stahl ein wahres Feuerwerk abgebrannt, meinte beispielsweise Jutta Belstler. Sie könne der Unterstützung aller Gemeinderäte sicher sein, betonte die CDU-Frau.

Der neue Ratssaal macht neugierig. Mit 30 Zuschauern war die erste Sitzung in selbigem außergewöhnlich gut besucht. „Toll, dass sie die Gelegenheit so nützen“, freute sich der Bürgermeister.

Den Zuschauern präsentierte sich der Saal denn auch mit einem kleinen Detail gastfreundlicher, nachdem Monika Tittlbach zu Beginn Aufklärung über die zahlreich am Rand des Saals prangenden Kaltgetränke verlangt hatte und endlich Gleichbehandlung mit den schon in der Vergangenheit reichlich bedachten Gemeinderäten: „Steht das Wasser nur zur Zierde oder darf man sich bedienen?“ Der Bürgermeister griff die Frage eilfertig auf und versicherte, dass die Besucher davon nicht nur während der Hitze des Sommers Gebrauch dürften. Welches Angebot dann etliche Besucher dann tatsächlich auch nutzten.

Auf dieser Bank lässt sich gut ruhen – nur farblich noch etwas gewöhnungsbedürftig.

So richtig zur Tagesordnung konnte Karl-Heinz Burgey danach nicht übergehen. Karin Herlan hatte noch eine Überraschung parat. Sie drückte im Namen ihrer Kollegen die Begeisterung des Gemeinderats über Haus und Saal ganz drastisch aus. Die Hobbydichterin griff für die Lobeshymne zur Reimform ehe sie dem sichtlich verblüfften Bürgermeister ein sparsam in der Konstruktion ausfallendes LEGO-Modell einer Sitzbank überreichte, die alle Mitglieder des Gemeinderats für den Innenhof des Rathauses gestiftet hatten. überreichte. Das sei „farblich noch etwas nachbesserungsdürftig“ empfand der Überraschte.

Für die CDU griff Michael Paul zu konstruktiv weniger Anspruchsvollem. So ein großer Bau fordere immer auch seine Opfer, meinte er und wies auf ein „tragisches Todesopfer“ hin, das während des Umzugs zu beklagen gewesen sei. Der Bürgermeister sei direkt betroffen gewesen: Beim Umzug hätten die Orchideen das Zeitliche gesegnet, informierte Paul und überreichte ein Exemplar als Entschädigung.

Todesfolge Umzug für die Burgey-Orchidee wurde von Michael Paul ausgeglichen.

Ohne Aussprache billigte der Gemeinderat einen Antrag auf Investitionszuschuss für die Fugensanierung der Sporthallenfassade des TV Wössingen. Sie kostete 6.732,69 Euro. Die Gemeinde erstattet 10 Prozent der Baukosten, also 673,27 Euro.

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