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Walzbachtaler Gemeinderatssplitter

Für Heiterkeit sorgte schon ganz zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung eine Anmerkung auf den Vorlagen der Gemeinderäte. Fünfundzwanzig Minuten – so stand es dort – waren für die Fragestunde der Bürger am Anfang eingeplant. Doch die Bürger schwiegen zum Amüsement der Gemeinderäte. Die Besatzung für ein 25-minütiges Frage-Antwort-Spiel wäre auf den Zuhörerbänken da gewesen. Doch die sieben Zuhörer wollten es beim Zuhören belassen.

Nichts fragen, nichts sagen – das war später auch in den Reihen der Gemeinderäte noch einmal angesagt. Als Karl-Heinz Burgey zur Diskussion eines Bauantrags in der Wössinger Weinbrennerstraße aufrief, wollte keine Hand in die Höhe gehen. „Donnerschlag!“ entfuhr es da dem sichtlich überraschten Bürgermeister, der sich ansonsten und in der Regel einem diskussionsfreudigen Gremium gegenübersieht.

Und noch einmal Erstaunen beim Bürgermeister. „Do bisch grad ferdich“, kommentierte er den Antrag des Kreisjagdamtes auf den Bau einer Fertiggarage als „Verwahrstelle“. Er habe zunächst selbst der Aufklärung bedurft, was sich hinter diesem Begriff verbirgt: Aufbewahrung getöteter Tiere, gab er seine Information an die Gemeinderäte weiter, die gegen so was am Ende des Bauhofs keine Einwände hatten.

Nur Volker Trumpf konnte mit einer bissigen Bemerkung nicht hinter dem Berg halten. Ob die Garage denn schon stehe, wollte er vom Bürgermeister „aus gegebenem Anlass“ wissen. Denn die Jäger hätten in der Vergangenheit schon des Öfteren einfach mal drauf los gebaut ohne Bauantrag.

Über die Bedingungen für die Garagen-Miete habe man sich noch nicht geeinigt, informierte der Bürgermeister. Die Konditionen müssten mit dem Kreisjagdamt noch abgestimmt werden. Andrea Zipf schlug eine unbüokratische Miet-Lösung vor: Die Jäger sollten doch jedes Jahr einen ordentlichen Wildschweinbraten auftischen.

Wie geht es jetzt mit dem leerstehenden ehemaligen Edeka weiter? Die Nutzung als Einzelhandel ist nicht ausgeschlossen, erklärte der Bürgermeister. Zunächst einmal soll das Gebäude dem Wössinger PREFAG für zwei Jahre als Notlösung dienen.

Mit einem neuen Format für die nächste Bürgerversammlung am 22. November sollen die Bürger mehr Mitsprachemöglichkeit erhalten. Fragen, Diskussionen werden nicht dem Plenum vorbehalten bleiben. Zu Beginn und am Ende wollen Bürgermeister und Amtsleiter für Fragen, Anregungen, individuelle Gespräche zur Verfügung stehen.

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