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Ganz dickes Ding - Förster Christian Wachter scheitert an der Umarmung der größten Walzbachtaler Eiche
Liebt seine Eichen - Förster Christian Wachter

Mächtige Exemplare

Walzbachtaler Gemeinderat im Wald unterwegs
Achtzehn Mal schon hat sich der Walzbachtaler Gemeinderat den Ratssaal meidend auf den Weg in den Wald gemacht. Wasserriss, Streichental, Hohberg und wie sie heißen waren alle schon Station, um sich vor Ort kundig zu machen über den aktuellen Forstwirtschaftsplan. In den Jöhlinger Lehrwald hatten Forstamtsleiter Bernd Schneble und der Walzbachtaler Förster Christian Wachter die Gemeinderäte aber noch nie eingeladen. Zur Inspektion von Douglasie, Fichte und Kirsche in diesem Schlag erschien neben den Gemeinderäten die geladene Öffentlichkeit mit etlichen interessierten Besuchern. Sie meldeten sich mehrfach zu Wort mit Wunsch und Begehr aus der Bürgerschaft zu Reisig-Entnahme aber auch zum Gesundheitszustand des Waldes.

Forstamtsleiter Bernd Schneble   erläutert Wachstumsprozesse im Wald

Forstamtsleiter Bernd Schneble erläutert Wachstumsprozesse im Wald

Der Lehrwald sei einer der schönsten Distrikte mit einem sehr abwechslungsreichen Wald mit vielen Baumarten, informierte Christian Wachter. „Wunderschöne Bestände, echt Klasse,“ unterstrich Bernd Schneble dieses Urteil. Die beiden wiesen gleich am Anfang auf eine „Rosine“ innerhalb dieses Schlags hin. Die mächtigste Kirsche in den Walzbachtaler Wäldern steht hier. Schon bald wird sie gefällt werden und allein rund 1000 Euro in den Gemeindesäckel spülen, war sich Bernd Schneble sicher. Ein durchaus rares Exemplar einer in den Walzbachtaler Wäldern seltenen Baumart, die sich in der Regel nur durch Vogelsaat einniste. Wann der Umfang den Zeitpunkt des Fällens erreicht habe, stelle er durch eine „freundliche Umarmung“ fest, witzelte Christian Wachter und Karl-Heinz Burgey griff das auf. „Bei seinem nächsten Besuch im Rathaus halte ich lieber Abstand,“ reagierte der Bürgermeister mit einer vielsagenden, eindeutig unten absägenden Handbewegung.

Ganz dickes Ding - Förster Christian Wachter scheitert an der Umarmung der größten Walzbachtaler Eiche

Ganz dickes Ding – Förster Christian Wachter scheitert an der Umarmung der größten Walzbachtaler Eiche

Der Weg durch den Wald führte an einem weiteren „dicken Ding“ vorbei. Im Lehrwald steht nämlich nicht nur die mächtigste Kirsche, sondern auch die mächtigste Eiche. Dort tat sich Christian Wachter mit der Umarmung deutlich schwerer. Das über 200 Jahre alte Exemplar soll allerdings so schnell nicht das Zeitliche Segnen. „Das Ding bleibt stehen“, versicherte Wachter auch wenn die Nachfrage aus der Gesellschaft wie der Industrie gerade nach diesen Hölzern enorm sei.

Förster Christian Wachter an der größten Walzbachtaler Eiche - das Ding bleibt stehen

Das Ding bleibt stehen

Wie es um die Lebewesen in den Walzbachtaler Wäldern bestellt ist, darüber informierten die beiden Förster während der abschließenden Station in einem aufgelassen Steinbruch. Schon zuvor hatte Christian Wachter darauf hingewiesen, dass der Wald durchaus seltene Bewohner beheimate. Zwei Brutpaare der äußerst seltenen Kolkraben, die größten bundesdeutschen Rabenvögel, seien in den Walzbachtaler Wäldern heimisch.

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