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Wald bringt Geld

Förster legen positive Bilanz beim Forstbereicht vor
Die Superlative ist man mittlerweile gewöhnt, mit denen Bernd Schneble seine jährlichen im Gemeinderat abgegebenen Forstberichte über den Walzbachtaler Wald würzt. Eine Überraschung war die Fortsetzung der Serie in diesem Jahr also nicht. Die Wälder in anderen Gemeinden leiden unter Trockenheit? Walzbachtal nicht. In anderen Gemeinden wird das Brennholz knapp? In Walzbachtal nicht. Andere Wälder leiden unter Borkenkäferbefall? Walzbachtal zumindest nur ganz wenig. Diskussionen über den Wald? Aber gern doch. „Die Waldbegänge mit ihnen machen mir ausgesprochen viel Freude“, lobte der Oberforstrat die versammelten Walzbachtaler Gemeinderäte. Nur vor dem Eschentriebsterben bliebe auch Walzbachtal nicht verschont, mischte sich doch eine negative Meldung in seinen Bericht.

Sorgen bereitet ihm ein Verfahren, das das Kartellamt im Jahr 2012 angestoßen habe. Die bisherigen Entscheidungen der Gerichte liefen darauf hinaus, dass große organisatorische Umwandlungen auf die Waldbewirtschaftung zukommen werden, die selbst vor dem Personal nicht Halt machen werden. Ein Wirtschaftskrimi habe sich 2016 beim Export von Holz in Richtung Asien abgespielt. Künstlich sei die Zahl der Exportcontainer verknappt worden, so dass wegen fehlender Transportkapazitäten ein Überangebot an Holz entstanden sei. In Walzbachtal sei daraufhin sofort der Holzeinschlag beendet worden.

Im Haushalt des Jahres 2016 bilanzierte Schneble einen Überschuss von 112.000 Euro. Im Laufenden Jahr rechnet er mit 80.000 Euro. Für 2018 prognostizierte er ein deutlich geringeres Ergebnis.

Entwarnung gab Förster Christian Wachter für die Brennholzversorgung. Der Walzbachtaler Wald gebe genügend Holz her für alle Interessenten. Um den Absatz von Eichenholz anzukurbeln, denke man gar über eine leichte Preisreduzierung gegenüber dem Buchenholz nach.

Auf Nachfrage von Silke Meyer bestätigte Schneble, unter Umständen müsse man rabiate Maßnahmen gegen Waldbesitzer ergreifen, die die Borkenkäferbekämpfung vernachlässigen. „Wenn die Leute uneinsichtig sind und Wald durch Nichthandeln gefährdet ist, dann müssen wir einschreiten,“ kündigte er an. Frisch befallene Bäume müssten sofort gefällt werden sonst werde das Übel immer schlimmer. Das könne nur der betroffene Waldbesitzer tun und zwar schnell.

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