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Von der Stirne heiß …

rinnt zur Zeit der Schweiß
35 Grad, die Zunge klebt am Gaumen – da kommen kühle Getränke gerade recht. Dass sie kommen, dafür sorgen die regionalen Getränkevertriebe. Sie sind derzeit am Rande ihrer Kapazität und des Belastungsvermögens. So ist es kein Wunder, dass der telefonischen Anfrage: „Wie läuft denn das Geschäft?“ ein lautes Aufstöhnen folgt. Die nächste Frage führt zum Kollaps: „Zeit, ein paar kurze Fragen zu beantworten?“ – „Klar nächste Woche Dienstag oder Mittwoch können sie wieder anrufen!“

Zu denen, die ein wenig Luft hatten für ein kurzes Gespräch, gehört Gerd Wagner. Er ist mit seinen Mitarbeitern allerdings auch den ganzen Tag auf den Beinen. Jetzt, Ende Juli, finden sehr viele Straßen- und Vereinsfeste statt. Die wollen neben dem normalen Geschäft beliefert sein. Und das normale Geschäft ist eigentlich kein normales Geschäft mehr. Jetzt macht er nicht mehr nur einmal seine täglichen Runden zum Beliefern seiner Kunden. Bei der Hitze ist er zwei Mal am Tag unterwegs, berichtet Wagner.

In seinem funkelnagelneuen Getränkemarkt in der Jöhlinger Straße 166 rennen ihm die Kunden die Türen ein. Die Nachfrage sei ohnehin sehr stark gestiegen und habe sich mit der Hitze noch verstärkt. Der Renner seien im Moment Saftschorle und isotonische Getränke oder alkoholfreie Biere und naturtrübe Radler. Er zeigte sich im Gespräch mit dieser Zeitung zuversichtlich, dass er diese Nachfrage noch lange befriedigen könne und es so schnell nicht zum Äußersten kommt. „Die Brunnen haben noch für drei Wochen Kapazitäten, erst dann könnte es Probleme mit den Förderbeschränkungen geben, schätzt er. Lieferschwierigkeiten bemerke er allerdings jetzt schon bei „Exoten“ wie er die Multivitamin- und Süßgetränke nennt.

Für ihn selbst wie für seine Mitarbeiter ist das Ausfahren nicht ohne. Während rundum alles rennet, rettet, flüchtet an Baggerseen und in Schwimmbäder oder Abkühlung in Biergärten sucht, da heißt es in den Getränkemärkten ranklotzen. „Die Arbeit ist sehr viel anstrengender. Bei der Hitze trinke ich jeden Tag mindestens fünf, sechs Liter“, meint Lars Hohmann, der für das Stapeln der Getränkekisten verantwortlich ist. Und zwei Mal täglich geht es mindestens unter die Dusche.

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